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Rage Applying: Was sich hinter dem Jobtrend verbringt

Rage Applying ist ein neuer Arbeitstrend. Lies hier, was es damit auf sich hat und warum Arbeitgeber sich so darüber aufregen.

Frau rage Applying
u00a9 IMAGO/Westend61

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In den letzten Jahren gab es gerade auf Social Media immer mehr – teils sehr kuriose – Jobtrends. Neben Quiet Quitting und Quiet Firing macht gerade vor allem das sogenannte Rage Applying die Runde. Was es damit auf sich hat und warum dieser Trend gerade Arbeitgeber:innen sehr verärgert, verraten wir dir in diesem Artikel.

Was ist Rage Applying?

Beim sogenannten Rage Applying handelt es sich um einen Jobtrend, bei welchem Arbeitnehmer:innen nach der Kündigung ihres alten Jobs sich wieder neu bewerben. Allerdings verschicken sie nicht nur ein paar Bewerbungen an die Unternehmen, die sie wirklich interessieren, sondern versuchen, so viele Bewerbungen wie möglich zu versenden.

Diese Massenbewerbungen sind dementsprechend nicht besonders gut geschrieben und sollen viel mehr als eine Art Protest verstanden werden. Diese Art von Protest ist jedoch weder für die Bewerber:innen noch für die Arbeitgeber:innen besonders vorteilhaft.

Welche Gründe hat Rage Applying?

Doch warum machen Menschen sowas überhaupt und welchen Sinn soll das Ganze haben? Wie bei jeder Art von Protest steckt auch hier eine gewisse Unzufriedenheit dahinter. Viele Menschen haben schlechte Erfahrungen in ihrem alten Job machen müssen oder hatten sogar mit einem toxischen Arbeitsklima zu kämpfen.

Der Protest mittels Rage Applying gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Frust an anderen Arbeitgeber:innen auszulassen. Gerade wenn fehlende Wertschätzung das Problem war, erhoffen sich einige, diese damit zu kompensieren.   

Frau sauer Job
Oft betreiben die Menschen Rage Applying, weil sie unzufrieden sind. Foto: IMAGO/Westend61

Fazit: Bringt Rage Applying etwas?

Das Problem bei Rage Applying ist, dass es keinem etwas bringt. Für die Arbeitgeber:innen und Personaler:innen sind solche Massenbewerbungen meist nur mehr Arbeit und landen anschließend schnell im Papierkorb. Und ganz abgesehen davon können die betroffenen Unternehmen am wenigsten etwas für die Situation der frustrierten Bewerber:innen.

Und auch die Bewerber:innen selbst profitieren davon nicht. Sie können zwar ihren Frust auslassen, eine Zusage erhalten aber die wenigsten. Somit verschwenden die meisten einfach nur ihre Zeit, wahllos Bewerbungen loszuschicken.