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Gründerinnen gibt es selten. Wir sagen dir, warum das so ist. (Photo: shutterstock.com/gpointstudio)

Gründerinnen in der Minderheit – So selten sind frauengeführte Startups

Startups von Frauen sind selten. Vor welche Probleme Gründerinnen gestellt werden & was gegen die Ungleichheit helfen kann, verraten wir dir hier.

Der Bundesverband Deutscher Startups lieferte im Female Founders Monitor 2020 erschreckende Zahlen zur Startup-Szene. Nach dieser Studie wurden gerade einmal 15,7 % aller Startups von Gründerinnen ins Leben gerufen. Nur 11 % werden von Frauen geführt, 20 % von gemischten Teams. 

Gründen ist in Deutschland eine Männerdomäne und weit entfernt von einer ausgewogenen Geschlechterverteilung.

Dabei könnten mehr Gründerinnen auch wirtschaftlich einiges bewegen. Dass Produkte von Frauen für Frauen riesiges Potential haben, zeigte zum Beispiel Amorelie. Auch, wenn Lea-Sophie Cramer ihre Produktepalette längst erweitert hat.

Startup Team im Büro
Aus diesen Gründen haben es Frauen in der Gründerszene schwer.(Photo: istock.com/Vasyl Dolmatov)

Die Probleme der Gründerinnen

Frauen bekommen bei einer Gründung deutlich mehr Steine in den Weg gelegt. Veraltete Rollenbilder und Rahmenbedingungen machen es Gründerinnen schwer. Die Hauptprobleme haben wir hier zusammengefasst.

1. Risikobereitschaft

Ein eigenes Unternehmen aus dem Boden zu stampfen ist ein wirklich großes Risiko. Männer sind eher dazu geneigt, das auch einzugehen. Außerdem setzen sie bei der Unternehmensgründung auf zwei Dinge: Hohes Wachstum und einen hohen Marktanteil. Sind Frauen den Gründungsschritt gegangen, gehen sie lieber auf Nummer sicher und wollen profitabel wirtschaften. Der Female Founders Monitor 2020 zeigt das eindrucksvoll genug.

2. Finanzierung

Wer ein Startup gründet, benötigt Finanzierungen. Sogenannte Wagniskapitalfinanzierungen werden zwar auch häufiger von Frauen abgelehnt als von Männern, allerdings haben letzere auch eine höhere Chance auf das Kapital. Nur knapp über 5 % der Gründerinnen konnten mehr als eine Million Euro sammeln. Bei den Männern sind es 27,8 %.

3. Stereotypen & Geschlechterrollen

Momentan müssen Gründerinnen noch häufiger den Spagat zwischen beruflichen und privaten Dingen schaffen. Für sie nimmt zum Beispiel die Kindererziehung eine größere Rolle ein, als das für Männer der Fall wäre. Die Regelungen für Mutterschutz und Elternzeit sind noch lange nicht zeitgemäß.

Frauen müssen sich leider immer och oft zwischen Familie und Karriere enstcheiden.

4. Netzwerke

Richtig erfolgreich wird man meist erst durch Beziehungen. Weil mehr Gründerinnen als Gründer ihre Beziehungen zum Investmentsektor schlecht einschätzen, würde sich eine aktive Vernetzung von frauengeführten Unternehmen lohnen. Projekte, wie das Google for Startups Immersion Programm treiben die Entwicklung voran, reichen allerdings noch nicht aus. 

Business Frau entspannt
Unterstützende Projekte setzen bereits in den Schulen an.(Photo: istock.com/damircudic)

Wer weckt den Gründergeist?

Natürlich Initiativen und Programmen: Jugend gründet führt bereits Projekte mit Schulkindern durch. Dazu kommen Entrepreneurship-Kurse an mehreren Universitäten, Angebote zu Codingkursen und vieles mehr. All diese Dinge geben vor allem jungen Mädchen Selbstvertrauen. 

Erfolgreiche Lebensläufe anderer weiblicher Gründungsvorbilder können zusätzlich helfen. Die inspirierenden Geschichten der Gründerinnen zeigen, dass sich der Aufwand lohnt, deshalb haben wir hier für dich die erfolgreichsten Höhle der Löwen Produkte von Gründerinnen gesammelt.

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