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Das Coronavirus kann gefährliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen. (Photo: ) Source: istock.com/sonreir es gratis

Corona: Auf diese Folgeerkrankungen sollten Betroffene achten

Erfahre hier, welche Folgeerkrankungen das Coronavirus hat & wie gefährlich die gesundheitlichen Schäden wirklich sind.

Mit dieser Reaktion hat die Sherie Antoinette, eine Krankenschwester auf einer Intensivstation in den USA, wahrscheinlich nicht gerechnet. In ihrem Twitter-Post machte die Krankenschwester einer Intensivstation in Atlanta auf die gefährlichen Folgeerkrankungen des Coronavirus aufmerksam und löste einen Schwall an Reaktionen und Krankheitsgeschichten ehemaliger Covid-19-Patienten aus, die zum Teil schwerwiegende körperliche Spätfolgen erlitten.

Corona: Diese Folgeerkrankungen sind gefährlich

Tatsächlich sind längerfristige Einschränkungen nicht selten. Auch wenn die junge Erforschung der neuen Krankheit noch keine gesicherten Aussagen zu Schäden nach überstandenen Coronavirus-Erkrankungen zulässt, lassen sich bestimmte Langzeitschäden mittlerweile etwas eingrenzen. Wir verraten dir, welche Folgeerkrankungen Covid-19 verursachen kann.

Mann wird beatmet
Lungenerkrankungen gehören zu den schwerwiegensten Folgeerkrankungen.(Photo: shutterstock/itsmejust)

1. Lungenschäden durch Beatmung

Die lebensrettende Maßnahme birgt gleichzeitig auch Gefahren. Durch den hohen Druck bei dem Vorgang kann die Lunge geschädigt werden. Das Risiko für Folgeschäden ist nach einer Beatmung also erheblich höher. Besonders bei Covid-19 müssen viele Patienten beatmet werden. Durch die lange Zeit im Krankenbett werden die Muskeln ohnehin geschwächt, das gilt auch für die Atemmuskulatur. Die entstandenen Beatmungsschäden sind meist schwer zu behandeln, der Wiederaufbau gelingt nicht immer.

2. Lungenfibrose

Der Lungenschaden, den das Coronavirus verursacht, ist eines der gefürchtetsten Risiken. Dabei kann die Lunge dauerhaft vernarben. Durch die sogenannte Lungenfibrose kommt es zu einer Atemnot, der Sauerstoff wird nicht mehr ausreichend ins Blut transportiert und Patienten könnten sterben. Normalerweise ist die Krankheit nicht heilbar, wer Lungengeräusche oder Kurzatmigkeit feststellt, sollte frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Immerhin: Die Lunge ist ein sehr regeneratives Organ. Das Vernarben kann sogar verzögert oder gestoppt werden.

3. Niereninsuffizienz

Durch Covid-19 bilden sich Blutgerinnsel, Gefäße verstopfen können, auch in den Nieren. Selbst Patienten mit einem milden Krankheitsverlauf leiden häufig unter Nierenproblemen. Eine solche Nierenschwäche kann auch nach Corona langfristig anhalten. Versagen die Nieren nach einer schweren Erkrankung, tritt eine Niereninsuffizienz auf und Patienten müssen langfristig zur Dialyse.

4. Schäden am Herz

Covid-19 kann auch Herzinfektionen verursachen. Bleibende Folgeerkrankungen und langfristige Schäden, wie eine chronische Herzschwäche, einen vergrößerten Herzmuskel, beschädigte Herzklappen oder Herzrhythmusstörungen, können auftreten.

5. Wird auch das Gehirn geschädigt?

Vor kurzem erregte der Fall eines japanischen Mannes Aufmerksamkeit. Aufgrund epileptischer Anfälle wurde er im Krankenhaus behandelt. Bei der Untersuchung wurden im Nervenwasser des Gehirns Coronaviren gefunden. Auch Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Corona und Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten wurde gefunden. Diese Funde treten allerdings nur in Einzelfällen auf

Wahrscheinlich ist auch, dass sich das Virus auf das zentrale Nervensystem auswirkt. Ärzte vermuten, dass Coronaviren Nervenzellen direkt befallen können

Oma misst Blutdruck
Neben älteren Menschen sind auch diejenigen mit Bluthochdruck, Diabetis oder Adipositas für Folgeerkrankungen besonders anfällig.(Photo: shutterstock.com/De Visu)

Wer gehört zur Risikogruppe?

Wer das Virus überstanden hat, leidet meist noch längere Zeit danach unter ernsthaften Schäden. Besonders Menschen mit chronischen Grunderkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Adipositas oder Bluthochdruck sind nicht nur anfälliger für die Krankheit selbst, sondern auch für die fatalen Folgen. 

Auch psychische Schäden sollten nicht vernachlässigt werden. Angstzustände und Depressionen machen Betroffenen auch nach einer überstandenen Krankheit zu schaffen.

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