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Führungskraft erklärt: Das machen alte Chefs bei Mitarbeitern falsch

Die Gen Z hat auf der Arbeit andere Vorstellungen als betagte Führungskräfte. Was diese deshalb an ihrem Verhalten ändern müssen, erfährst du hier!

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Die Gen Z hat auf der Arbeit andere Ansprüche als ältere Generationen. Foto: getty images/ Tom Werner

In vielen Unternehmen ist es bis heute so, dass hierarchische Strukturen auch gemäß dem Alter verlaufen. Sprich: neue Mitarbeiter:innen sind relativ jung, während Chef:innen etwas betagter sind. Das führt unweigerlich zu Problemen in der Kommunikation, da zwei völlig unterschiedliche Generationen mit unterschiedlichen Arbeitsvorstellungen aufeinanderprallen. Eine junge Führungskraft erklärt jetzt, wie man auf die Gen Z bei der Arbeit eingehen muss.

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Oftmals prallen bei der Arbeit zwei Welten aufeinander. Foto: Images Signature via Canva

Gen Z auf der Arbeit: Das wollen die jungen Leute von heute

In kaum einem anderen Konstrukt prallen Generationen so ungebremst aufeinander, wie auf der Arbeit. Während meistens Boomer und die Gen X die Führungspositionen schmücken, befinden sich die jungen Menschen der Gen Z zumeist ganz unten in den hierarchischen Strukturen. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich, denn irgendwo muss man schließlich einsteigen. Jedoch unterscheidet sich die Arbeitsmoral der Gen Z grundlegend von der älterer Generationen. Während bis vor einigen Jahren Pünktlichkeit, strenge Hierarchien und ein klassischer 9-to-5-Job ganz normal waren, hat die Gen Z heute andere Ideale.

Die Leute von heute wollen mehr leben als arbeiten. Flexibilität ist daher ein Thema, das ihnen extrem wichtig ist. Sie wollen sich frei entfalten können, müssen nicht unbedingt eine Führungsposition übernehmen und legen besonders viel Wert darauf, dass der Spaß nicht zu kurz kommt. Dass dies unweigerlich zu Konflikten führt, ist klar.

Zwei Generationen prallen aufeinander

Führungskräfte kommen häufig aus der Generation der Boomer oder der Gen X. Diese Generation vertreten strenge Hierarchien, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Aufopferung für das Unternehmen. Wenn sie jedoch junge Mitarbeiter:innen einstellen möchten, prallen oftmals zwei Lebensrealitäten aufeinander. Am besten funktioniert so eine Zusammenarbeit deshalb, wenn Kompromisse gefunden werden.

Zugeständnisse wie flexible Arbeitszeiten und attraktive Projekte können Führungskräfte häufig machen. Jedoch müssen sich Arbeitnehmer:innen der Gen Z auch einem Realitäts-Check unterziehen. Wenn du mit der Mentalität in ein Unternehmen kommst, alles ändern zu wollen und die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben, wirst du nicht weit kommen. Ordne dich unter, lerne von allem und jedem, arbeite hart und mach auch die Jobs, die sonst keine:r machen will. Nur so wirst du irgendwann in die Position kommen, die du dir wünschst.

Junge Führungskraft erklärt: So kommen Führungskräfte gut bei der Gen Z an

Auf TikTok gibt die junge, weibliche Führungskraft @realmelistic Tipps für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte. Ihr wichtigster Tipp, damit Führungskräfte zu ihren Mitarbeiter:innen durchdringen können, ist die Fähigkeit Empathie zu empfinden. Oftmals stehen Empathie und eine Führungsmentalität allerdings in einem krassen Widerspruch. Denn Führungspersönlichkeiten müssen dominant, offen und risikobereit sein. Die Gen Z möchte auf der Arbeit allerdings echte Empathie, Verständnis und Bescheidenheit der Vorgesetzten.

Wenn du also zu deinen Mitarbeiter:innen durchdringen möchtest, musst du entweder deine Maske, die du auf der Arbeit trägst, ablegen oder tatsächlich in Workshops und Kursen an deiner Empathie arbeiten.

Kann man Empathie als Führungskraft lernen?

Manche Menschen sind der Auffassung, dass man empathisch ist oder eben nicht. Ein Erlernen scheint für viele nicht möglich zu sein. Jedoch ist das nicht ganz richtig. Die meisten Menschen haben bereits zwischen ihrem dritten und vierten Lebensjahr sogenannte Spiegelneuronen ausgebildet. Das ermöglicht ihnen, das Verhalten anderer zu spiegeln, zu verarbeiten und zu verstehen, sprich: Empathie zu empfinden. Manche Menschen haben das besser gelernt als andere. Jedoch gibt es auch im Alter noch die Möglichkeit, empathischer zu werden. Wir haben einem Artikel sieben Tipps zusammengestellt, wie du Empathie lernen kannst.