In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Studierenden an privaten Hochschulen mehr als verdoppelt. Aber woher kommt dieser Boom?

Deutschlands private Hochschulen erleben ein wahren Boom. Insgesamt studieren 244.000 Frauen und Männer an Bezahl-Unis. Das macht immerhin 8,5 % aller Studierenden in Deutschland aus. Vor zehn Jahren waren es nur halb soviele, berichtet der Stifterverband in seiner neuesten Studie zu privaten Hochschulen.

Am größten ist der Zuwachs an den Unis, die auch schon 2010 bei den Studierenden beliebt waren. Dazu zählen die FOM Hochschule, die Internationalen Hochschule, die Hochschule Fresenius und die SRH­Hochschule. Insgesamt gibt es in Deutschland 106 private Hochschulen.

Die Vorteile eines privaten Studiums

Woher kommt dieser immense Anstieg an Privat-Studierenden? Private Hochschulen sind flexibel. So lässt sich das Studieren beispielsweise gut mit dem Beruf und Kindern vereinen. Das belegen auch die Zahlen: 29 % der privaten Studierenden absolvieren ein Fernstudium, 41 % studieren in Teilzeit. 25 % sind älter als 30 Jahre.

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Außerdem ist für viele die die größere Praxisnähe ausschlaggebend. Die Hälfte der Studierenden nutzt mittlerweile das Angebot der berufsorientierten Hochschulen. Hier gab es einen Zuwachs von 36% auf 51%. Außerdem haben die privaten Unis einen Vorsprung in der Digitalisierung. Dieser muss aber laut Stifterverband konsequent ausgebaut werden. Bisher bieten 25% spezielle Studiengänge in digital Skills an.

Diese Studiengänge sind besonders beliebt

Besonders beliebt sind bei den privaten Hochschulen die Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften. 70 % sind in diesen Fachbereichen eingeschrieben. Die meisten privaten StudentInnen gibt es in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg und Berlin.

Die Höhe der Studiengebühren unterscheidet sich stark. Je nach Uni können diese zwischen 1.000 bis 8.000 Euro pro Semester betragen. Laut dem statistischen Bundesamt musste 2017 jeder Student durchschnittlich 4.244 € bezahlen.

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