Im Englischen wurde bei nicht-binären Personen und allen anderen, die sich damit wohler fühlen, das Pronomen „they“ sehr etabliert. Im Deutschen gestaltet sich das schon etwas schwieriger. Diese Neopronomen kannst du verwenden, um die Menschen zu respektieren, die sich mit den binären Pronomen er und sie nicht identifizieren oder wenn du nicht davon ausgehen möchtest, dass jemand ein bestimmtes Geschlecht hat.

So benutzt du das Pronomen „xier“

Das Pronomen „xier“ wurde 2009 von Illi Anna Heger erfunden. Es hat den Anspruch komplett geschlechtslos zu sein, damit theoretisch jede:r damit angesprochen werden kann, dessen Geschlecht man nicht weiß oder der sich nicht mit den bekannten Pronomen identifizieren kann. Es entstand aus der Vorgängerversion sier. Hier findest du die Beispiele in den Fällen:

  • Nominativ: Xier hat ein Haustier.
  • Genitiv: Das ist das Spielzeug xieses Hundes.
  • Dativ: Bring xiem etwas zu essen mit.
  • Akkusativ: Ich mag xien nicht.

Hier findest du weitere Ergänzungen zu dem Neopronomen.

„Dey“- Pronomen: So benutzt du es

Das Personalpronomen „Dey“ und das dazugehörende System ist ebenfalls eine beliebte Option, um genderneutrale Pronomen zu verwenden. Bei dem System wird die Endung -e an Wörter gehangen, die sonst in der maskulinen Form gewesen wären. So wird es verwendet:

  • Nominativ: Dey hat deren Jacke gegeben.
  • Genitiv: Das ist deren Jacke.
  • Dativ: Ich helfe denen bei einer Hausarbeit.
  • Akkusativ: Ich mag dey sehr gerne.

Namen statt Pronomen verwenden: So machst du nichts falsch

Neben den geschlechtsneutralen Pronomen gibt es noch viele andere Neopronomen, mit denen sich Menschen wohlfühlen. Das liegt daran, weil es neben dem biologischen Geschlecht auch das soziale Geschlecht gibt, welches sehr breit gefächert ist. Einige identifizieren sich irgendwo zwischen Mann und Frau, manche außerhalb des binären Systems, andere komplett ab von dem binären System. Deswegen gibt es eine weitere Option, mit der du niemanden verletzt. Benutze einfach statt dem Pronomen immer den Namen der Person. Das mag sich vielleicht komisch anhören, aber so wird niemand verletzt.

Nicht verzagen – Nachhaken!

Falls du dir nicht sicher bist, welches Pronomen die Person gerne nutzt, ist es immer gut nachzufragen. Niemand nimmt dir das böse, ganz im Gegenteil. Viele freuen sich darüber, weil dies von gegenseitigem Respekt zeugt. Wenn du anderen helfen möchtest, die Pronomen zu normalisieren und die Frage für niemanden mehr unangenehm ist, kannst du eine Sache tun: deine eigenen Pronomen verraten. So hilft du den Personen, dass die Konversation über Pronomen vorweggenommen wird.

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