Die USA hat bereits über drei Millionen bestätigte Corona-Fälle, über 135.000 Menschen starben an dem Virus. Donald Trumps gespaltenes Land knackt bei den festgestellten Neuinfektionen fast täglich neue Rekorde. Nun entdeckten Ärzte in Ohio eine neue Krankheit, deren Fälle stetig steigen. Während der Coronakrise ist die Anzahl der Patienten mit Symptomen des Broken-Heart-Syndroms gewachsen. Auch wenn diese Menschen nicht mit dem Coronavirus infiziert waren.

Die von Forschern erfassten Daten in einer neu angelegten Studie sind zwar recht klein – nur 1914 Patienten wurden erfasst, alle im US-Bundesstaat Ohio. Dennoch zeigt sich, dass die Anzahl der Fälle während der Pandemie deutlich gestiegen ist.

Was ist das Broken-Heart-Syndrom?

Das Broken-Heart-Syndrom tritt vorwiegend bei älteren Frauen auf und ist noch wenig erforscht. Die Sterberate ist jedoch sehr gering, denn anders als bei den anderen Herzmuskelerkrankungen heilt das Syndrom nach wenigen Wochen komplett aus.

Auf den ersten Blick ähnelt das Broken-Heart-Syndrom, auch stressbedingte Kardiomyopathie oder Takotsubo-Syndrom genannt, einem Herzinfarkt. Die Symptome wirken identisch. Brustschmerzen, Engegefühl im Brustkorb und Kurzatmigkeit gehören dazu. Die Schwächung des Herzmuskels wird allerdings nicht von Blockaden im Blutkreislauf ausgelöst, sondern durch psychische Belastungen.

Frau Depression
Um am Broken-Heart-Syndrom zu erkranken, muss keine Coronainfektion vorliegen. Der psychische Stress reicht, um körperlich krank zu werden.(Photo: istock.com/bunditinay)

Der Corona Stress gefährdet auch Nicht-Infizierte

Was genau so sehr aufs Gemüt schlägt, kann ganz unterschiedlich sein. Jüngere Untersuchungen zeigten sogar, dass auch schöne Erlebnisse als positiver Stress wahrgenommen werden und zu einem Burning-Heart führen können. Dass der Lottogewinn im Krankenhaus endet ist zwar möglich, aber extrem selten. 

In den allermeisten Fällen handelt es sich um negative Belastungen. Naturkatastrophen, Gewaltverbrechen, Trennungen und natürlich der Verlust von Freunden oder Familie, sowie Existenzängste.

Letztere sind vor allem während der Coronakrise treibende Faktoren. Psychischer, sozialer und wirtschaftlicher Stress, dazu Verunsicherung, lassen das Risiko einer psychischen Überbelastung steigen. Zu den Folgen gehört nicht nur das Burning-Feet-Syndrom. Die Anzahl der Todesfälle insgesamt, die nicht direkt mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden, steigen ebenfalls, sagt Dr. Ankur Kalra, führender Kardiologe der neusten Broken-Heart-Studie.

Emotional distancing is not healthy. The economic impact is not healthy. We’ve seen that as an increase in non-coronavirus deaths, and our study says that stress cardiomyopathy has gone up because of the stress that the pandemic has created.

Dr. Ankur Kalra

Die Überprüfung einer direkten Verbindung zu Corona steht noch aus. Zusammenhänge wären allerdings schlüssig. 

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