Kribbeln, stechen oder brennen deine Füße? Dann hast du vielleicht das Burning-Feet-Syndrom! Brennende Füße können bei einem Mangel von Pantothensäure, auch als Vitamin B5 bekannt, auftreten. Pantothensäure ist an der Cholesterinproduktion beteiligt, sowie am Auf- und Abbau von Kohlenhydraten und Fetten.

So erkennst du das Burning-Feet-Syndrom

Bad News: Das Burning-Feet-Syndrom tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, meistens bei 20- bis 40-jährigen. Die klassischen Symptome sind ein Kribbeln, Stechen und Brennen in den Füßen. Besonders unangenehm ist, dass die Füße vor allem nachts brennen. Wenn du nachts die ganze Zeit wach liegst, wirst du tagsüber ständig müde sein.

Außerdem können Juckreize, Taubheitsgefühle, Muskelverspannungen und eine Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen auftreten. Auch trockene Haut und Schuppen können ein Hinweis auf Pantothensäuremangel sein. 

Frau mit Zigarette und Wein
Alkohol und Zigaretten können Krankheiten zusätzlich verschlimmern.(Photo: pexels.com/Anderson Martins)

Was sind die Ursachen?

Vorneweg natürlich der Vitaminmangel. Außerdem wird untersucht, ob geschädigte Nerven, die den Fuß versorgen, Auslöser für das Burning-Feet-Syndrom sein können. Durch erhöhten Druck oder eine Verletzung könnten Nerven eingeklemmt werden, sodass der Fuß nicht mehr richtig versorgt werden kann. Das kann schnell zu brennenden Füßen führen. Sich täglich in ein zu enges Outfit zu quetschen, sieht also nicht nur komisch aus, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben.

Dass Zigaretten und Alkohol als ständige Begleiter extrem ungesund sind, sollte klar sein. Rauchen führt auch zu einer schlechteren Durchblutung, Alkohol zu stoffwechselbedingten Funktionsstörungen. Beide können das Burning-Feet-Syndrom zusätzlich verstärken. Finger weg!

beschriftete Nüsse verschiedene Sorten
Gesunde Fette, viel Eiweiß, viele Ballaststoffe. Nüsse sind die Allrounder gesunder Ernährung.(Photo: Achim Sass via www.imago-images.de)

Was hilft?

Wenn deine Füße brennen, solltest du sie zuerst kühlen. Kühl-Packs, Eiswürfel und kalte Fußbäder sollten den Schmerz erst einmal lindern. Langfristig musst du allerdings die Ursache beseitigen. In den meisten Fällen ist das ein Vitamin B5-Mangel. Deinen Pantothensäurewert kann jeder Arzt mit einem Bluttest bestimmen. 

Durch Vitamintabletten oder über die Nahrung lässt sich dein täglicher Bedarf von sechs Milligramm locker decken. Diese Lebensmittel enthalten besonders viel Pantothensäure:

  • Nüsse
  • Avocado
  • Vollkornprodukte
  • Eier
  • Milch
  • Obst
  • Gemüse

Übrigens: Auch Akupunktur kann Krämpfe lösen und das angespannte Gewebe lockern.

Risikogruppen

Das Burning-Feet-Syndrom kam ursprünglich in Krisenzeiten vor. Heutzutage ist die Vitaminversorgung in den Industrieländern gesichert. Nur bei ungesunder Ernährung, wie bei Alkoholikern, oder bei Menschen mit starker Diabetes treten brennende Füße häufiger auf. 

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann bereits viele Krankheiten vorbeugen. Oft ist es gar nicht so einfach zu erkennen, wie sehr dir eine ungesunde Ernährung schadet. Besonders dein Vitaminbedarf sollte gedeckt sein. Zum Beispiel sorgt das Vitamin C für eine schöne Haut. Du hast schlechte Laune? Dann hilft dir vielleicht etwas mehr Vitamin D. Mit dem Sonnenvitamin geht die Lustlosigkeit schnell wieder vorüber.

Ebenso eine Belastung: Das Restless-Leg-Syndrom. Was es mit den unruhigen Beinen auf sich hat, erfährst du hier.