Ein kleiner Flirt unter Kollegen und Kolleginnen kann nicht nur die Laune, sondern auch den Arbeitsalltag verbessern. Doch gerade im Job ist es wichtig, sich an gewisse Regeln zu halten. Sonst kann der Flirt mit dem Kollegen oder der Kollegin ganz schnell nach hinten losgehen. Wir erklären, mit welchen Tipps der Flirt am Arbeitsplatz erfolgreich wird und wie du unangenehme Situationen aus dem Weg gehen kannst.

Der Flirt unter Kollegen und Kolleginnen: Schon lange kein Tabu mehr

Über das Flirten am Arbeitsplatz gibt es geteilte Meinungen. Die einen finden es unangenehm und unprofessionell und die anderen hätten kein Problem, sich auf einen Flirt mit dem Kollegen oder der Kollegin einzulassen.

Eine Studie des Unternehmens Viking im Jahr 2018 mit 1.000 deutschen Arbeitnehmer:innen zum Thema „Liebe am Arbeitsplatz” fand heraus, dass ein Flirt oder eine Beziehung am Arbeitsplatz für viele kein Tabu mehr ist. So entwickelte sich der Flirt mit dem Kollegen oder der Kollegin bei einigen so weit, dass rund 42 Prozent der Teilnehmer:innen miteinander ausgingen.

Das am Arbeitsplatz hier und da mal die Funken sprühen, ist nicht wirklich verwunderlich. Schließlich verbringt man den Großteil seiner Zeit auf der Arbeit. Für Dating-Apps oder Barbesuche bleibt da nicht besonders viel Zeit. Wenn dann auch noch der neue Kollege oder die neue Kollegin genau ins Beuteschema passt, werden gerne mal die Flirt-Skills ausgepackt.

Am Arbeitsplatz können hier und da mal die Funken sprühen. Photo: Getty Images/nortonrsx via canva

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4 Do’s beim Flirten mit Kollegen und Kolleginnen

1. Weniger ist mehr

Gerade am Arbeitsplatz ist es wichtig, das richtige Maß zu finden, wenn es ums Flirten geht. Hier und da ein kleines Kompliment ist nicht verkehrt, aber behalte immer im Hinterkopf, dass du dich auf der Arbeit befindest.

2. Die versteckte Botschaft durch Blickkontakt

Der Blickkontakt spielt beim Flirten eine wichtige Rolle. Schaue deinen Kollegen oder deine Kollegin während eines Gesprächs intensiv in die Augen und warte die Reaktion ab. Versuche so für dich selbst herauszufinden, ob deinem Gegenüber die Art von nonverbaler Kommunikation gefällt oder nicht. Doch aufgepasst, verwechsele einen fesselnden Blickkontakt nicht mit penetrantem anstarren, sonst wirkst du womöglich eher abschreckend als sexy.

3. Unauffällig zum Erfolg

Diskretion wird bei diesem Punkt großgeschrieben. Sende unauffällige Signale aus, die lediglich für den Kollegen oder die Kollegin deiner Wahl bestimmt sind. Die Gerüchteküche kannst du übrigens umgehen, indem du während deiner Flirtoffensive darauf achtest, keine neugierigen Zuschauer:innen dabei zu haben. Dafür eignet sich zum Beispiel der Pausenraum oder ein Lunch-Date außer Haus.

4. Ungestört beim Lunch-Date

Ein Lunch-Date ist die perfekte Gelegenheit, um deinen Gegenüber auch außerhalb des Arbeitsplatzes näher kennenzulernen und da Lunch-Dates nichts Ungewöhnliches sind, werden auch die anderen Kollegen und Kolleginnen keinen Verdacht schöpfen. Beim Mittagessen kannst du ganz diskret herausfinden, ob die Sympathie auch auf seiner Seite da ist.

Dont’s beim Flirten mit Kollegen und Kolleginnen

1. Keine Flirts mit vergebenen

Bei Kollegen oder Kolleginnen die bereits in festen Händen sind, musst du mit Flirt-Versuchen besonders vorsichtig sein. Gegen ein kleines Kompliment ist nichts einzuwenden, achte aber darauf, die Grenze nicht zu überschreiten, da die Situation sonst für alle Beteiligten schnell unangenehm werden kann.

2. Sei nicht aufdringlich

Zu einem Flirt gehören immer zwei Menschen und auch wenn du deine Wahl schon getroffen hast, muss es deinem Kollegen oder deine Kollegin nicht zwingend genauso gehen. Achte deshalb immer auf die Körpersprache deines Gegenübers. Apropos: Ordinäre Bemerkungen, Pfiffe oder unerlaubtes Anfassen sind nicht nur am Arbeitsplatz tabu!

Anzügliche Bemerkungen haben auch im Büro nichts zu suchen. Photo: PeopleImages, SouthAgency/ Getty Images  [M] Credit: Photo: PeopleImages, SouthAgency/ Getty Images [M]

Übrigens: Was Catcalling ist & warum Victim Blaming nicht zieht, liest du hier.

3. Finger weg vom Mail-Account

Verzichte auf anzügliche Nachrichten oder Fotos über deine beruflichen Konten dazu zählt auch das Diensthandy. So läufst du nicht Gefahr, dass diese versehentlich an die falsche Email gesendet werden oder dein:e Vorgesetzte:r vielleicht doch mitliest.

Fazit: Flirten mit Kollegen und Kolleginnen verlockend, aber auch nicht immer ratsam

Flirten am Arbeitsplatz ist schon lange kein Tabuthema mehr und der ein oder andere Tag im Büro wird durch einen kleinen Flirt am Kaffeeautomaten, gleich ein wenig aufregender. Doch gerade im Job kann ein Flirt mit dem Kollegen oder der Kollegin auch ganz schnell in die Hose gehen und anders als im privaten Leben kann man der Person dann nicht einfach mal aus dem Weg gehen.