Du möchtest demnächst heiraten und fragst dich, welche Kosten dabei auf dich zukommen? Günstig ist eine Hochzeit leider nicht und neben der großen Hochzeitsfeier kommen auch noch die Kosten für das Standesamt dazu, die ihr als Brautpaar natürlich auch noch tragen müsst. Wir haben für dich recherchiert und dir ausgerechnet, wie viel Geld ihr für eure standesamtliche Trauung einkalkulieren müsst.

Mit diesen Kosten beim Standesamt müsst ihr rechnen 

Wenn ihr ganz offiziell vor dem Gesetz und dem Staat als Eheleute gelten wollt, kommt ihr um eine standesamtliche Trauung nicht herum. Zwar ist es seit 2009 nicht mehr zwingend notwendig, sich vor dem Standesamt trauen zu lassen, jedoch verzichtet man so auch auf die Vorteile der Eheschließung von staatlicher Seite. Für euch kommt sowieso nur eine standesamtliche Trauung infrage? Dann müsst ihr höchstwahrscheinlich mit diesen Kosten rechnen: 

Anmeldung der Eheschließung 

An sich ist eine standesamtliche Trauung nicht allzu teuer und erst recht nicht mit einer großen Hochzeitsfeier vergleichbar. So liegen die Kosten für die Anmeldung der Eheschließung je nach Bundesland und Standesamt bei 40 bis 60 Euro. Teurer kann es allerdings werden, wenn ihr nicht beide die deutsche Staatsbürgerschaft habt. 

Eheurkunde 

Die Ehe- bzw. Heiratsurkunde ist ein offizielles Dokument aus dem hervorgeht, dass ihr wirklich verheiratet seid. Auch hier können die Kosten je nach Bundesland variieren. Kalkuliert also ein, dass ihr für die Urkunde zwischen 10 und 20 Euro bezahlen müsst. Für eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister kommen noch einmal 12 Euro zusätzlich dazu. 

Brautpaar hält Händchen
Die Eheurkunde beweist das ihr offiziell verheiratet seid. Foto: Trung Ngyuen/ Pexels via canva

Geburtsurkunde 

Damit die Anmeldung der Eheschließung durchgehen kann, benötigt das Standesamt eure Geburtsurkunden in beglaubigter Form. Diese erhaltet ihr beim Standesamt eures jeweiligen Geburtsortes. Die Kosten dafür liegen bei 10 bis 15 Euro. 

Stammbuch 

Das Stammbuch ist nicht zwingend notwendig, jedoch ist es eine empfehlenswerte Investition, da hier eure wichtigsten Dokumente und Urkunden aufbewahrt werden können. Je nach Stammbuch können hier auch noch einmal Kosten von bis zu 30 Euro auf euch zukommen. 

Übrigens: Darauf solltest du beim Verlobungs- und Ehering besonders achten.

Zusätzliche Kosten für das Standesamt 

Neben den Pflichtgebühren können auch noch zusätzliche Kosten für das Standesamt anfallen, die man vielleicht nicht unbedingt auf dem Schirm hat. Dazu gehören: 

Anderes Standesamt 

Ihr möchtet in einer anderen Stadt oder anderen Region heiraten, obwohl ihr dort nicht gemeldet seid? Dann fallen meist noch mindestens 20 Euro Extra-Kosten für euch an. 

Hochzeit Eheversprechen
Ihr möchtet euch in einer anderen Stadt das Ja-Wort geben? Auch hierfür fallen zusätzliche Kosten an. Foto: IMAGO/ Westend61

Außerhalb der Öffnungszeiten 

Nicht immer sind die Öffnungszeiten der Standesämter mit den Hochzeitswünschen der Brautpaare kompatibel. Jedoch ist es auch möglich, gegen eine Gebühr von ca. 70 Euro sich außerhalb der Öffnungszeiten das Ja-Wort zu geben. Das kann zum Beispiel eine spätere Uhrzeit sein oder die Verschiebung der standesamtlichen Trauung auf das Wochenende. 

Kosten für das Standesamt: Nicht ganz so günstig 

Auch wenn die Kosten für das Standesamt auf den ersten Blick recht günstig erscheinen, muss man sich mit den zusätzlichen Kosten schon auf eine höhere dreistellige Zahl einstellen. Wenn ihr jedoch nur die Pflichtgebühren bezahlt, könnt ihr euch auch mit wenig Geld standesamtlich trauen lassen. 

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