Rosarote Brille, Schmetterlinge im Bauch und ein Strahlen im Gesicht: Das Gefühl frisch verliebt zu sein, lässt uns schweben, wie auf Wolke 7. Verantwortlich dafür, dass wir von unserem Partner oder unserer Partnerin nicht genug bekommen, sind die Hormone in unserem Gehirn. Diese bringen uns dazu anders zu handeln, zu denken und teilweise auch anders zu sprechen. Wie sehr sich das Gehirn eines Mannes verändert, wenn er sich verliebt, hat jetzt eine Studie herausgefunden. 

Er ist verliebt: Das passiert, wenn ein Mann Schmetterlinge im Bauch hat 

Die Hormone Oxytocin, Vasopressin sowie Dopamin und Serotonin werden in der Wissenschaft auch als Liebesdrogen bezeichnet. So ist ein Zusammenspiel von diesen vier Komponenten dafür verantwortlich, dass wir wie auf Wolken durch die Welt gehen und gar nicht genug von unserem/unserer Auserwählten kriegen.

Andreas Bartels, Leiter am University College London, geht sogar noch weiter und ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. „Wenn man die Daten interpretiert, kann man die Liebe durchaus mit einer Sucht vergleichen.“ Doch die Forschung geht noch einen Schritt weiter und hat sich die Gehirnaktivität heterosexueller Männer genauer angeschaut, um herauszufinden, inwiefern sich das Gehirn bei Verliebtheit verändert.

1. Sie fühlen sich wie auf Drogen 

Ein Mann, der frisch verliebt ist, produziert laut Dr. Jake Porter eine „hohe Konzentration eines chemischen Mittels namens Phenylethylamin“. Aus diesem Grund fühlt sich die Verliebtheit oft an wie eine Droge. „Dieses natürlich produzierte Amphetamin sorgt dafür, dass sich Männer fühlen, als hätten sie gerade einen Joint geraucht“, so der medizinische Berater zum Online-Magazin Bustle. Die Folge, man nimmt Gefühle wie Freude, erhöhte Energie und eine permanente Aufregung stärker war.

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Viele Männer fühlen sich, wenn sie verliebt sind, wie auf Droge. Foto: Getty Images/ Westend61

Außerdem hat die Psychologin Dr. Holly Schiff in verschiedenen Gehirnscans entdeckt, dass die Bereiche im Gehirn, die für die Drogensucht verantwortlich sind, mit der der Liebe überlappen. Eine Erklärung dafür wurde auch relativ schnell gefunden. Demnach wird das Belohnungssystem im Gehirn überschwemmt, wenn man eine neue Beziehung mit einem Menschen eingeht, von dem man sich sehr angezogen fühlt. 

2. Das Urteilsvermögen ist beeinträchtigt 

Gerade in den Anfängen einer Liebesbeziehung erscheint alles perfekt und man findet kein Haar in der Suppe. Auch für diesen Zustand ist die Substanz Phenylethylamin verantwortlich. Laut Dr. Porter empfinden wir dadurch nur positive Gefühle. Im Gehirn des Mannes zeugt dieses chemische Mittel dafür, dass sie langfristig bei dieser Partnerin bleiben wollen und, wenn gewollt sogar eine Familie gründen.

Übrigens: Auch die Körpersprache beim Mann verrät, ob er verliebt ist.

„Der hohe Anteil von Phenylethylamin beeinträchtigt das Urteilsvermögen und führt dazu, dass Charaktereigenschaften oder Makel an der anderen Person nicht wahrgenommen werden. Bei manchen hält dieser Wert so lange an, dass sie am Ende in einer Langzeitbeziehung leben. Wenn der Phenylethylamin-Wert dann wieder abschwächt, sind diese störenden Makel nicht mehr Grund genug, um die Beziehung zu beenden“, so Porter. 

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Eine Substanz sorgt dafür, dass wir uns auf eine Langzeitbeziehung einlassen. Foto: IMAGO / Addictive Stock

3. Er ist verliebt: Euphorie 

Verliebte Männer neigen dazu, sich besonders glücklich zu fühlen. Diesem Zustand verdanken sie ihrem Gehirn. So wird bei Verliebtheit der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet, vielen auch bekannt als das Glückshormon.

Viele Männer fühlen sich durch die Chemikalie nicht nur erfüllt und befriedigt, sondern verspüren auch Euphorie. Aber auch körperliche Anzeichen werden sichtbar, wie Psychotherapeutin Kimberly Hershenson weiß: „Dopamin kann nicht nur starkes Herzrasen erzeugen, sondern auch zu physischen Symptomen wie beispielsweise schwitzige Hände.“

Psst: Du weißt nicht ob es eine Seelenverwandtschaft ist oder ob du nur verliebt bist?

4. Die Sucht loswerden 

Im Rahmen einer Studie fand der Neurowissenschaftler Dr. Jarred Younger heraus, dass die Liebe dabei helfen kann, Männer dazu zubringen, mit dem Rauchen aufzuhören. So verändert die Verliebtheit die Gehirnchemie eines Mannes so sehr, dass es ihm leichter fällt, mit dem Konsum von Suchtmitteln aufzuhören.

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