Auch wenn die Türkei ein wunderschönes Land mit vielen tollen Reisezielen ist, gibt es leider auch viele negative Seiten, die vor allem Tourist:innen oft zu spüren bekommen. Wir zeigen dir, welche vier Scams du bei deinem Urlaub in Istanbul ganz leicht erkennst und so nicht auf sie reinfällst.

Urlaub in Istanbul: Diese Maschen sind perfide

Für viele Menschen ist Istanbul ein Traumziel. Die Stadt, die als einzige weltweit auf zwei Kontinenten liegt, hat unglaublich viel zu bieten und lässt dich in eine andere Welt eintauchen. Allerdings sind auch in dieser Stadt viele Betrüger:innen unterwegs, die es auf dein Geld abgesehen haben.

Der Scam beginnt schon bei der Buchung

Du möchtest dir dieses Jahr mal richtig etwas gönnen und ein 5-Sterne-Hotel mit allem Drum und Dran buchen? Good for you, aber aufgepasst! Betrüger:innen kopieren nämlich immer wieder Seiten von Luxus-Hotels, sodass du schnell auf der falschen Website buchst und dein Geld auf nimmer wiedersehen verschwindet. Oftmals bemerken das die Tourist:innen erst, wenn sie zu vermeintlichen Hotel reisen und kein Zimmer auf ihren Namen reserviert ist.

Informiere dich also ausführlich vor deiner Buchung, lies dir Rezensionen durch oder buche im besten Fall über einen externen Anbieter oder ein Reisebüro. So ist die Chance am höchsten, dass du nicht auf einen Scam reinfällst.

Online Shopping Betrug
Du solltest bereits bei der Buchung besonders wachsam sein. Foto: valentinrussanov / Getty Images via Canva

Das Auswärtige Amt warnt: So skrupellos sind Betrüger:innen in der Türkei

Das Auswärtige Amt warnt auf ihrer Website vor wirklich skrupellosen Betrugsfällen, die aus der Türkei gemeldet wurden. So kam es zum Beispiel vermehrt vor, dass deutsche Tourist:innen nach ihrer Rückkehr nach Deutschland telefonisch kontaktiert wurden und ihnen erzählt wurde, sie hätten während ihres Aufenthaltes im Lotto gewonnen. Um den Gewinn zu erhalten, sollten sie allerdings erst einen Betrag auf ein Western Union Konto überweisen. Eine andere fiese Masche richtet sich an Menschen, die Teppiche oder Schmuck gekauft haben. Diese werden von vermeintlichen Zoll-Beamten kontaktiert, die ihn weiß machen wollen, es würden noch zusätzliche Steuern erhoben werden müssen.

Beide Szenarien sind natürlich vollkommen Quatsch und du solltest NIEMALS Geld an eine fremde Person und ein dir unbekanntes Konto überweisen!

Urlaub in Istanbul: Betrug auf der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi

In Istanbul gibt es eine besonders perfide Strategie, Tourist:innen um ihr Geld zu bringen. Allerdings kannst du diese Masche relativ leicht durchschauen, wenn du dich vorher informierst.

Es beginnt immer gleich: Ein gutaussehender, junger Mann spricht dich an und versucht dich mit einer kleinen Bitte oder einem Kompliment in Small Talk zu verwickeln. Wenn du dich darauf einlässt, kommt man ganz wie von selbst in ein Gespräch, dass immer darauf hinausläuft, dass dich der junge Mann in eine Bar „einlädt“. Was zunächst nach einer netten Geste oder einem Urlaubsflirt aussieht, ist in Wirklichkeit eine fiese Masche.

Denn in der Bar angekommen, gesellen sich plötzlich immer mehr Menschen zu euch, augenscheinlich alles Freund:innen deiner Begleitung. Ihr trinkt zusammen, lacht zusammen und am Ende des Abends wird die Rechnung präsentiert – die DU bezahlen sollst. Tourist:innen, die sich weigern dies zu tun, werden bestimmt darauf hingewiesen, was passiert, wenn das Geld nicht gezahlt wird oder zu einem Geldautomaten eskortiert.

Wenn du erst einmal in der Situation gefangen bist, gibt es kaum einen Ausweg mehr. Entweder du gehst also gar nicht erst mit und lässt dich auf niemanden ein oder schlägst beispielsweise eine andere Bar vor. Wenn du merkst, dass der Mann auf seine Bar beharrt, weißt du woran du bist.

Koerpersprache Date
Überleg zweimal, ob du mit jemand Fremdes in eine Bar mitgehen solltest. Foto: Gettyimages/ South_agency

Heb keine Bürste vom Boden auf…

Ein weiterer fieser Scam wurde von einem/einer User:in auf TikTok festgehalten. Dort ist ein Mann zu sehen, der mit einer kleinen Bank umherläuft. Plötzlich fällt ihm etwas runter, was sich beim genaueren Hinsehen, als eine Schuhputzbürste entpuppt. Diese fällt ihm genau dann herunter, als Tourist:innen vorbeikommen. Wenn diese die Bürste aufgehoben hätten, um sie ihm wiederzugeben, wären sie direkt in die Falle getappt. Denn darauf warten diese Menschen nur. Sobald die Bürste aufgehoben wird, kommen sie ganz schnell zurück und fangen an deine Schuhe zu putzen. Wenn du dies über dich ergehen lässt, wird anschließend dein Geld dafür gefordert.

Mach es also lieber wie die Tourist:innen auf dem Video, ignoriere die Bürste auf dem Boden und warne noch weitere Passant:innen.

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