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Tod im Flugzeug: Das passiert mit der Leiche

Was eine Horrorvorstellung: Du befindest dich im Flugzeug auf dem Weg zum Urlaub und plötzlich stirbt ein:e Passagier:in an Bord. Welche Regeln bei diesem Szenario gelten.

Tod Flugzeug
Über den Wolken zu sterben ist auch für die Flugbesatzung keine alltägliche Situation. Foto: Getty Images/ RUNSTUDIO

In ein Flugzeug steigen meist Menschen, die sich auf einen Urlaub freuen. So möchte man hoch in den Lüften eher an das wunderschöne Hotel denken, als an schlimme Dingen, wie zum Beispiel einem Unfall. Doch was würde eigentlich passieren, wenn während dem Flug eine mitreisende Person stirbt? Was der Tod im Flugzeug bedeutet und warum das nicht unbedingt ein Grund für eine Notlandung ist, liest du hier.

Tod im Flugzeug: Keiner wird dich für tot erklären

Da man Menschen immer nur vor den Kopf schauen kann, ist es schier unmöglich zu wissen, ob ein Passagier oder eine Passagierin zu krank ist, um eine Flugreise anzutreten. Außerdem gibt es auch immer noch die Varianten, dass ein Mensch gerade wegen der Krankheit eine Flugreise auf sich nehmen muss oder erst gar nicht weiß, dass er oder sie krank ist. Jedoch sind alle Crew-Mitglieder auf diesen Ernstfall geschult und somit gut vorbereitet, falls ein Fluggast im Flieger sterben sollte.

Flugzeug Code Flugbegleiterin
Flugbegleiter:innen sind auch für einen Tod im Flugzeug geschult. Foto: Getty Images/ James Lauritz

Technisch gesehen kann man jedoch nicht wirklich im Flugzeug sterben, da weder das Bordpersonal noch die Pilot:innen den oder die Passagier:in für Tod erklären darf, da dies lediglich einem Arzt oder einer Ärzt:in vorbehalten ist. Falls in dem Flieger kein:e Mediziner:innen anwesend sein sollten, haben sich die Crew-Mitglieder an eine bestimmte Abfolge zu halten. So müssen diese so lange eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen, bis das Flugzeug gelandet ist und die verstorbene Person an geschulte Rettungskräfte übergeben werden kann.

Beim Tod im Flugzeug wird nicht sofort eine Notlandung eingeleitet

Wie lange die Flugbegleiter:innen den Passagier oder die Passagierin reanimieren müssen liegt an den Pilot:innen im Cockpit, da diese über eine vorzeitige Landung entscheiden. Gerade wenn man sich über dem Atlantik befindet, ist das aber nicht immer möglich. Für die Crew-Mitglieder kann das allerdings auch bedeuten, dass sie den Fluggast über Stunden wiederbeleben müssen, bis der oder die Pilot:in zwischenlanden kann.

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Doch die Flugbesatzung ist nicht völlig allein und erhält über Funk die nötige Unterstützung von medizinischen Expert:innen. So arbeiten in der Bodenstelle Medlink Ärzt:innen die hilfreiche Handlungsanweisungen geben und die Crew-Mitglieder durch diese nicht alltägliche Situation begleiten.

Arzt an Bord? Dann geht die Reise mit totem Fluggast weiter 

Wenn ein:e Ärzt:in im Flugzeug sitzt, während ein Fluggast stirbt, sieht die Situation meist schon ganz anders aus. So fliegt die Maschine ohne Zwischenlandung direkt zum Zielflughafen. Um die verstorbene Person vor neugierigen Blicken zu schützen, wird diese in die letzte Reihe gesetzt und mit einer Decke verhüllt.

Viele Airlines haben für diesen besonderen Fall aber auch Leichensäcke an Bord. Am Zielflughafen angekommen, wird der oder die verstorbene Passagier:in dann vom medizinischen Personal empfangen.