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Gehe ich bei einem Hundekampf dazwischen? 5 Experten-Tipps

Die schlimmste Situation für jeden Hundehalter. Dein Haustier wird von einem fremden Tier angegriffen. Wie reagierst du in so einer Situation?

Hundekampf beenden: 6 Experten-Tipps
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Hunde-Studie: Das verrät die Wahl der Hunderasse über deinen Charakter

Du bist mit deinem Hund spazieren – auf einmal kommt, wie aus dem Nichts, ein fremder Hund auf deinen zugerannt und greift ihn an. Was tust du? Gehst du bei einem Hundekampf direkt dazwischen? Wie du dich und dein Tier in so einem Extremfall schützen kannst, erfährst du hier.

So trennst du zwei kämpfende Hunde

Eine Veterinär-Klinik aus den USA zeigt auf seinen Social-Media-Kanälen, wie man in so einer Situation richtig reagiert. Das sind die Tipps der Tierärzte, wie man einen Hundekampf stoppt und in der Situation richtig reagiert:

  1. Mache laute Geräusche, um die Aufmerksamkeit der Hunde zu erregen
    Ein lautes Geräusch wie der einer Trillerpfeife kann helfen, die Hunde zu unterbrechen und ihre Aufmerksamkeit von dem Kampf abzulenken. Dadurch kann eine Pause im Kampfgeschehen entstehen. Beachte aber dabei, dass hysterischen Schreien den Hund nur noch nervöser macht.
  2. Decke über die Hunde werfen, um ihre Sicht einzuschränken
    Wirf eine dicke Decke über die Hunde, um ihre Sicht einzuschränken und äußere Reize abzuschirmen. Dies kann die Erregung verringern und dich vor körperlichen Eingriffen schützen, falls notwendig.
  3. Verwende einen festen Gegenstand, um die Hunde zu trennen
    Benutze einen Gegenstand wie eine Sperrholzplatte oder eine Plastikkiste, um zwischen die Hunde zu kommen und sie voneinander zu trennen. Achte darauf, dich selbst dabei zu schützen und den Gegenstand sicher zu verwenden. Schlage die Hunde in der Situation aber nicht, nutze die Gegenstände nur, um sie räumlich zu trennen. Schmerzen führen nur zur weiteren Eskalation der Situation.
  4. Den Hunden Wasser ins Gesicht sprühen
    Sprühe Wasser in die Nase der Hunde. Sie müssen aufhören zu kämpfen, um nach Luft zu schnappen. Du kannst einen Eimer Wasser, eine Sprühflasche oder einen Gartenschlauch verwenden. Citronella-Spray kann ebenfalls verwendet werden. Es ist nicht schädlich, aber die Hunde mögen in der Regel den Geruch nicht.
  5. Die Schubkarren-Methode anwenden
    Dies ist dein allerletzter Ausweg, da die Methode sehr riskant ist und die Aufmerksamkeit auf dich zieht! Jeder Hundehalter muss sein Tier von hinten an den Hinterbeinen greifen und sich mit ihm rückwärts bewegen. Fortlaufendes Rückwärtslaufen verhindert, dass der Hund dich dabei beißen kann. Wirf den Hund dann an einen weiter entfernten Ort ab.

Denke daran, deine eigene Sicherheit immer an erste Stelle zu setzen. Die Vorgehensweise in den fünf Fällen führen die Tierärzte hier im Video vor.

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Zusätzliche Tipps in der Situation

  • Vermeide es, die Hunde am Halsband oder Nackenfell zu greifen. Dadurch erhöhst du das Risiko, von dem Hund, den du greifst, oder von dem anderen Hund gebissen zu werden.
  • Nimm dir Zeit, um die Situation zu analysieren und mögliche Ursachen für den Hundekampf zu identifizieren.

Hund beim Tierarzt
Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Was du nach dem Hundekampf tun solltest

Der erste Schock ist überstanden, die Hunde haben aufgehört, sich anzugreifen. Was machst du jetzt?

  1. Überprüfe die Verletzungen deines Tieres
    Untersuche sowohl deinen Hund als auch den anderen Hund auf Verletzungen. Sei vorsichtig, wenn die Hunde immer noch gereizt sind, du könntest dich sonst selbst gefährden. Hast du dich vielleicht bei dem Kampf verletzt? Du solltest dich ebenfalls kurz durch-checken.
  2. Beruhige deinen Hund
    Sorge dafür, dass die Hunde nach dem Kampf zur Ruhe kommen. Halte sie voneinander getrennt und reduziere jegliche Reize, die sie erregen könnten. Beruhige sie mit ruhiger Stimme und vermeide laute Geräusche oder hektisches Verhalten.
  3. Dokumentiere den Vorfall mit Fotos
    Mache eine schriftliche und fotografische Dokumentation des Vorfalls. Notiere wichtige Details wie Ort, Zeitpunkt und Beteiligte. Diese Informationen können hilfreich sein, falls rechtliche oder versicherungstechnische Fragen im Zusammenhang mit dem Hundekampf auftreten.
  4. Mach einen Termin beim Tierarzt
    Auch wenn die Verletzungen auf den ersten Blick gering erscheinen, ist es wichtig, einen Tierarzt aufzusuchen. Nur ein Tierarzt kann mögliche Verletzungen erkennen und gründlich untersuchen und so ein eventuelles Infektionsrisiko minimieren. Der Tierarzt kann auch Empfehlungen zur weiteren Behandlung oder Verhaltensanpassungen geben und dir Kontaktdaten von Hundetrainern geben.

Ob es einen Zusammenhang zwischen dem Charakter der Hunderasse und dem Charakter des Besitzers gibt, verrät dir unser Video oben im Artikel.

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