Urlaub an sich ist schon eine aufregende Angelegenheit. Wenn du dann aber noch deinen Hund im Gepäck hast, nimmt die Anspannung und die Vorbereitung gleich ein ganz neues Ausmaß an. Es gibt einige Dinge, die du beachten musst, bevor du deinen Hund mit in den Urlaub nimmst. Wir haben Tipps und Tricks für dich, wie das Verreisen mit Hund zu einem schönen Erlebnis wird.

Vorbereitung ist alles beim Verreisen mit Hund

Du bereitest dich sicherlich auch immer für deinen Urlaub vor: Du nimmst dir frei, schreibst dir eine Checkliste fürs Kofferpacken und organisierst jemanden, der sich um deine Zimmerpflanzen kümmert. Genauso musst du auch deinen vierbeinigen Freund auf das große Abenteuer vorbereiten.

Wenn du in ein neues Land, und dann auch noch mit dem Flugzeug, verreisen möchtest und deinen Hund zum ersten Mal mitnimmst, kommen berechtigt viele Fragen auf. Deshalb ist es umso wichtiger, sich diesen zu stellen und alles vorher schon durchzuorganisieren. Dadurch vermeidest du Stress für dich und vor allem auch für deinen Hund.

Hund mit Rucksack
Mit der richtigen Vorbereitung wird das Verreisen mit Hund zu einem tollen Erlebnis für Mensch und Tier. Credit: IMAGO / agefotostock

Tipps und Tricks zum Verreisen mit Hund

Aber keine Sorge: Wir haben für dich einige Hinweise, die du beachten musst, wenn du mit deinem Hund verreisen möchtest. Und glaub mir, so schlimm, wie du dir die Vorbereitung vorstellst, ist sie im Endeffekt gar nicht!

Tipp No. 1: Stelle sicher, dass die Hunderasse deines Vierbeiners in deinem Urlaubsland erlaubt ist

Einer der größten Komplikationsfaktoren ist es, dass nicht alle Hunderassen in allen Ländern erlaubt sind. Auch wenn es total unfair ist: Manche Länder halten bestimmte Hunderassen für zu gefährlich. Du dürfest das Land also auch nicht mit allen möglichen Papieren und Impfungen betreten, wenn dein Hund in diesem Land nicht erlaubt ist.

Um dies zu vermeiden, solltest du dich also vorher schlau machen, in welchen Ländern dein Hund erlaubt ist und in welchen nicht. Meistens findest du diese Informationen unter dem Punkt der importierten Tiere auf den Landeswebsites oder auf allgemeinen Informationsseiten.

Tipp No. 2: Stelle sicher, dass dein Hund alle Tollwutimpfungen bekommen hat

Das zweite große Problem, welchem du dich stellen musst, steht in Verbindung zur Tollwut. Manche Länder haben den Status eines vollkommen tollwutfreien Landes – und natürlich wollen diese auch tollwutfrei bleiben. Wenn also diese Länder jegliche Hunde einreisen lassen würden, könnten sie ihren Status als tollwutfreies Land verlieren.

Frau mit Hund am Strand. Verreisen mit Hund
Um mit deinem Hund zu verreisen solltest du dir sicher sein, dass er alle Tollwutimpfungen bekommen hat. Credit: IMAGO / Westend61

Deshalb solltest du dir ganz sicher sein, dass dein Hund alle nötigen Tollwutimpfungen bekommen hat und so kein Risiko für dein Urlaubsland ist. Je nach Hersteller ist alle zwei bis drei Jahre eine Auffrischung dieser Impfung notwendig.

Tipp No. 3: Prüfe Quarantäne-Regulationen

Nein, dieses Mal reden wir nicht von der Corona-Quarantäne, in die man sich bei manchen Einreisen begeben muss. Denn egal, ob wir gerade in einer Pandemie leben oder nicht: In bestimmten Ländern gibt es bestimmte Quarantäne-Regulationen für deinen Hund. Manche Ländern möchten sogar, dass dein Hund länger in Quarantäne ist, als dein Trip vielleicht dauert – von einer Woche bis über sechs Monate ist alles dabei.

Die meisten Länder fordern allerdings keine Quarantäne, wenn dein Hund nachweislich tollwutfrei ist. Informiere dich also vorher gut und finde heraus, welche Einreiseregulationen für deinen Hund gelten, bevor du dich mit den folgenden Tipps beschäftigst.

Tipp No. 4: Besuche vorher den Tierarzt

Dieser Tipp erklärt sich von selbst. Egal, ob du einen kleinen Roadtrip an die Ostsee machst oder deinen Vierbeiner mit an die spanische Küste nimmst: Vorher muss ein Tierarztbesuch sein. Dein Hund muss mindestens 30 Tage vor Abreise gegen Tollwut geimpft sein und auch alle anderen nötigen Impfungen haben.

Die meisten Hunde bekommen als Baby schon einen Mikrochip, doch auch für erwachsene Hunde kann dieser Eingriff schnell getätigt werden. Denn Mikrochips sind für deinen Hund auch Pflicht, wenn du ihn mit in den Urlaub nimmst. Wichtig: Die Impfungen können erst durchgeführt werden, nachdem dein Hund den Chip bekommen hat.

Tipp No. 5: Besorge ein Gesundheitszertifikat oder einen Heimtierausweis, wenn nötig

Egal, wohin du gehst: Du brauchst ein Gesundheitszertifikat für deinen Hund, welches innerhalb von zehn Tagen vor der Abreise von deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin abgesegnet worden ist. Hierbei handelt es sich um ein Formular, welches durch die Unterschrift deines Tierarztes oder deiner Tierärztin bestätigt, dass dein Vierbeiner mit allen Impfungen versorgt, nicht in Behandlung wegen einer infektiösen Krankheit und gesund genug ist, um zu reisen.

Wenn du innerhalb der EU reist, dann besorge dir auf jeden Fall einen Heimtierausweis, wenn du diesen nicht schon längst hast. Dieser erlaubt dir und deinem besten Fellfreund, zwischen den Ländern zu reisen, ohne einer Quarantäne-Regulation zu unterliegen.

Dackel im Koffer
In der EU kann der Heimtierausweis das Verreisen mit Hund sehr erleichtern. Credit: IMAGO / blickwinkel, OneyWhyStudio via canva [M]

Tipp No. 6: Prüfe einmal mehr die Regulationen deiner Fluggesellschaft

Jede Fluggesellschaft hat andere Regeln, was das Verreisen mit Hund angeht. Stell also für euch beide sicher, dass deine Airline weiß, mit welcher Rasse du reist, wie groß dein Hund ist und wie genau du mit ihm reisen möchtest.

Aufgrund dessen könnte es nämlich zu zusätzlichen Vorbereitungen zwischen der Fluggesellschaft und euch kommen. Buche also kein Ticket, bevor du dir nicht hundertprozentig sicher bist, wie die Regeln für das Verreisen und Fliegen mit Hund aussehen.

Verreisen mit Hund: Schwierig, aber durchaus möglich

Vor allem, wenn es sich um eine Flugreise in ein anderes Land handelt, kann die Urlaubsplanung für das Verreisen mit Hund schon mal ein wenig schwieriger werden und mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber was gibt es Schöneres, als dann glücklich mit deinem Vierbeiner an der spanischen Küste entlang zu spazieren, während er schwanzwedelnd immer wieder ins Wasser rennt? Dafür lohnt sich die Vorbereitung und der Stress definitiv. Und für mehr Entspannung allgemein haben wir für dich auch noch ein paar Tipps, wie das Leben mit Hund relaxter wird.

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