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Kann man Hundefutter in der Küche stehen lassen?

Den lieben langen Tag steht das Hundefutter in der Küche herum. Wie lange kann es draußen stehen bleiben, bis es schlecht wird?

Welpen stehen vor Näpfen mit Hundefutter
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Morgens sind wir oft im Stress und haben wenig Zeit. Schnell noch den Hund füttern und dann auf zur Arbeit. Muss ich jetzt noch warten, bis der Vierbeiner in Ruhe aufgefuttert hat oder kann man das Hundefutter stehen lassen, bis man abends wieder nach Hause kommt? Eine bequeme, aber gefährliche Lösung – und das nicht nur im Sommer.

Hundefutter stehen lassen oder lieber sofort wegräumen?

In der Regel füttern wir unseren Fellnasen morgens und abends eine Portion Feuchtfutter, während der Napf mit dem Trockenfutter meist gut gefüllt daneben steht. Oft lassen wir morgens nach der Fütterung den Napf über den Tag stehen. Auch abends wird der Napf nicht weggeräumt, sondern bleibt über Nacht in der Küche stehen. Das ist für uns bequem und bietet dem Hund mehr Freiheit. Doch es wirklich gut, wenn er jederzeit Zugang zu seiner Nahrung hat?

Hund frisst nicht bei Hitze und liegt erschöpft neben seinem Napf.
Gerade bei Hitze kann Hundefutter schnell verderben. Lasse es daher nicht zu lange stehen. Foto: nuzza11 – stock.adobe.com

1. Wie lange kann ich Trockenfutter stehen lassen?

Beim Trockenfutter können wir schon mal ein Auge zudrücken. Steht es mehrere Stunden oder auch mal Tage in der Küche, ist das nicht schlimm. Die Haltbarkeit ist deutlich länger als die des Nassfutters, trotzdem solltest du darauf achten, dass es schattig und kühl steht.

Hat dein Liebling jedoch viel Appetit und verputzt in deiner Abwesenheit den ganzen Napf, empfiehlt die Hundebibel, auch das Trockenfutter nicht stehen zu lassen, sondern es nach ca. 2 Stunden wegzuräumen. So lernt dein Vierbeiner, auch ohne Nahrung auszukommen und das Futter wieder wertzuschätzen.

2. Wie lange kann ich Nassfutter stehen lassen?

Das Hundefutter solltest du nicht zu lange stehen lassen, wenn es sich um Feuchtfutter handelt. Besonders bei hohen Temperaturen im Sommer kann es schnell verderben, Fliegen anlocken und einen unangenehmen Geruch verbreiten. Daher ist es am besten, es direkt zu entsorgen, nachdem dein Hund gefressen hat – spätestens jedoch nach 30 Minuten.

Auch wenn es anfangs schwer fällt: Nimm das Futter weg, egal, wie viel dein Hund davon gefressen hat. Dadurch erreichst du, dass er sich daran gewöhnt, das Futter direkt aufzufressen. So musst du das Hundefutter nicht stehen lassen und es kann nicht schlecht werden.

Hund mit Fressnapf im Maul
Damit der Hund nicht jederzeit die Möglichkeit hat, zu fressen, solltest du das Hundefutter wegräumen. Foto: chalabalaphotos via canva

Futterrationen richtig kalkulieren

Damit erst gar keine Reste im Napf verbleiben, solltest du deinem Hund nicht zu viel Futter geben. Anhand seiner Größe, seines Gewichts und seiner Aktivität kannst du ausrechnen, wie viel Futter er am Tag benötigt. Beachte: Auch Leckerlis und Snacks zwischendurch zählen mit dazu. Spreche mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin, wenn du dir unsicher bei der Fütterung bist.

Besonders mäkelige Tiere lassen Futterreste im Napf, wenn es ihnen nicht richtig schmeckt. Eine Futterumstellung könnte helfen, den Geschmack deines Lieblings zu treffen und seine Bedürfnisse zu erfüllen. Ziehe auch hier tierärztliche Unterstützung zu Rate.

Hundefutter nicht stehen lassen – 5 Tipps zur Hundefütterung

Wenn wir das Hundefutter stehen lassen, riskieren wir nicht nur, dass es schlecht wird, sondern auch, dass die wichtigen Nährstoffe verfallen. Ist es draußen heiß, fördert das außerdem das Bakterienwachstum. Sollte man das Hundefutter bei Hitze im Kühlschrank lagern? Hier sind ein paar einfache Tipps:

  • Füttere deinen Hund bestmöglich immer zur selben Uhrzeit.
  • Füttere deinen Hund ein- bis zweimal täglich.
  • Füttere deinem Hund hochwertiges Hundefutter.
  • Füttere sowohl Nass- als auch Trockenfutter.
  • Wähle angemessene Portionen aus.

Nun weißt du, dass es nicht ratsam ist, das Hundefutter stehen zu lassen und was du bei der Hundefütterung beachten musst. Wir wünschen deinem Fellliebling einen guten Appetit!