Veröffentlicht inHaustiere

Erziehungsfehler bei Hund und Katze: 5 Dinge, die fast jeder falsch macht

Schaden Erziehungsfehler dem Hund und der Katze? Ob bewusst oder unbewusst – diese 5 Dinge macht fast jeder falsch.

Frau mit Hund und Katze
u00a9 knape / getty images via canva

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Für unseren tierischen Liebling wollen wir nur das Beste, doch trotz aller Bemühen schleichen sich immer wieder Erziehungsfehler bei Hund und Katze ein. Doch wie sagt man so schön: Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht gut! Wir verraten euch gleich fünf häufige Fehler, die fast jede:r frisch gebackene Haustierbesitzer:in falsch macht.

5 häufige Erziehungsfehler bei Hund und Katze

Wer sich dazu entscheidet, einen vierbeinigen Mitbewohner ins Haus zu holen, übernimmt die Verantwortung für das Tier und für sein Verhalten. Gerade, wenn es sich um Kitten oder Welpen handelt, ist die richtige Erziehung das A und O. Natürlich wollen wir dabei alles richtig machen. Trotzdem schleichen sich Erziehungsfehler ein, die laut Expert:innen immer wieder vorkommen und Hund und Katze langfristig schaden können.

Fehler 1: Vermenschlichung der Vierbeiner

Natürlich gibt es nicht bei jedem Haustier und auch nicht bei jedem/r Halter:in die gleichen Fehler, wenn es um die Erziehung der Vierbeiner gibt. Expert:innen gehen aber davon aus, dass es fünf Fehler gibt, die irgendwann jede:r schon einmal gemacht hat. Einer davon ist die Vermenschlichung deines Haustieres.

Denn das geht bei all den neuen Emotionen relativ schnell. Schließlich ist dein Hund oder deine Katze dein bester Freund. Doch du solltest dein Haustier nicht zu sehr vermenschlichen, da du sonst das Verhalten deines Tieres schnell missinterpretierst und ihm Lektionen wie lernen, allein zu sein, erschwerst.

Menschliche Emotionen auf das Tier zu übertragen, ist ein gängiger Erziehungsfehler, der zu falschen Verhaltensinterpretationen führen kann. Wenn dein Haustier dich vermeintlich schuldbewusst beim Schimpfen anschaut, zeigt es damit meistens nicht, dass es ihm leidtut, sondern dass es ‚Angst‘ und Respekt vor dir hat.

Hund und Katze
Es kann sehr schnell gehen, dass du deinen Hund oder deine Katze vermenschlichst. Allerdings ist das nicht immer gut. Foto: IMAGO Images / Westend61

Fehler 2: Ausnahmen gefährden die Erziehung

Dein Haustier hat Geburtstag und bekommt deshalb eine extra Portion Essen, die es sonst im Alltag so nicht gibt? Sicherlich ist diese Geste von dir gut gemeint, es könnte aber im schlimmsten Fall dazu führen, dass jahrelanges Training durch eine Aktion wie diese kaputtgemacht wird.

Es ist schwer genug, sich gegen den Appetit eines Hundes oder einer Katze durchzusetzen. Dein Haustier wird keine Verbindung zwischen „Geburtstag“ und „mehr Essen“ herstellen. Deshalb könnte es in den darauffolgenden Tagen passieren, dass dein Vierbeiner nach dieser zusätzlichen Mahlzeit bettelt, obwohl ihm dieses Verhalten schon längst abgewöhnt wurde.

Fehler 3: Zu wenig Beschäftigung des Tieres

Natürlich bringt die Haltung eines Haustieres viel Verantwortung und auch Zeit mit sich. Schließlich müssen Hunde mehrmals am Tag Gassi und auch Katzen möchte gerne richtig ernährt werden und beschäftigt werden. Bleibt diese Fürsorge aus, kann das zu aggressiven bis apathischen Verhalten deines Tieres führen. Bei Katzen bietet sich in der Regel ein gleichaltriger Spielgefährte oder die Möglichkeit zum Freigang an, um dem Tier ein glückliches Leben zu ermöglichen.

Dein Haustier braucht deshalb genügend körperliche und auch geistige Auslastung. Davon profitierst aber auch du selbst. Eine Studie der Uppsala Universität fand sogar heraus, dass Hundebesitzer:innen eine höhere Lebenserwartung haben als Menschen ohne Haustier, da sich diese mehr bewegen.

Frau mit Hund
Menschen, die regelmäßig mit ihrem Hund Gassi gehen, leben sogar länger, als andere Menschen. Foto: IMAGO Images / Westend61

Fehler 4: Negative vs positive Verstärkung

Das Bestrafen von unerwünschtem Verhalten ohne gleichzeitige positive Verstärkung für erwünschtes Verhalten ist ein häufiger Erziehungsfehler bei Hund und Katze, den wir oft völlig unbewusst machen. Es führt dazu, dass dein Liebling verwirrt und frustriert ist, was womöglich eurem Vertrauensverhältnis schadet. Lege den Fokus daher auf die positive Verstärkung (Belohnungsverstärkungen für gutes Verhalten), denn es ist oft effektiver.

Fehler 5: Keine Geduld

Wenn dein Hund nicht nach dem dritten Mal „Sitz“ lernt oder deine Katze immer wieder auf den Tisch springt, steckst du gleich den Kopf in den Sand? Schluss damit – übe dich in Geduld und gib deinem Vierbeiner die Zeit, die er zum Lernen und Verstehen braucht. Oft dauert es eine Weile, bis die gewünschte Verhaltensänderung eintritt.

Die richtige Balance zu finden ist das A & O in der Erziehung von Haustieren

Jede:r hat seine eigenen Kniffe und Tricks, wenn es um die Erziehung von Hunden und Katzen geht. Trotzdem sollte man gewisse Dinge beachten, die in der Allgemeinheit oft falsch gemacht werden – manchmal auch total unbewusst. Deshalb ist es wichtig, eine richtige Balance in der Erziehung zu finden, die das Beste aus deinem Haustier und dir herausholen kann.