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6 Dinge, die du tust, obwohl dein Hund sie hasst

Wusstest du, dass es bestimmte Dinge gibt, die dein Hund hasst – und die du trotzdem (vielleicht unbewusst) tust?

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Studie: Auch Hunde weinen vor Glück

Der Hund gilt als des Menschen bester Freund. Wenn Frauchen oder Herrchen nach Hause kommt, wedelt er glücklich mit dem Schwanz. Und auch in den Augen kann man es blitzen sehen.

Hunde sind unser Ein und Alles. Kein Wunder also, dass wir sie manchmal genauso behandeln wie einen Menschen und auch Dinge tun, die sie vielleicht nicht so leiden können – eben weil sie Tiere sind und wir nicht hundertprozentig wissen, was genau sie wollen und was nicht. Wir haben für dich fünf Dinge, die Hunde hassen gesammelt und wissen, warum du diese in Zukunft nicht mehr tun solltest.

Anika ist selbst Hundemama. Foto: Anika Jany

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

6 Dinge, die Hunde hassen und wir Menschen trotzdem tun

Niemand von uns möchte einem Hund Leid zufügen. Stattdessen möchte man natürlich nur das Beste für die Vierbeiner – während man dabei Dinge tut, die er eigentlich nicht ausstehen kann, ohne dies natürlich böse zu meinen. Wir haben uns angeschaut, welche Dinge Hunde hassen und wollen mit Missverständnissen aufräumen, sodass wir Menschen uns ein wenig mit unserem Verhalten bessern.

1. Dem Hund über den Kopf streicheln

Du streichelst einem Hund über den Kopf und er zieht sich zurück oder schließt die Augen? Dann solltest du dieses Tätscheln schleunigst unterlassen. Wenn er sich zurückzieht, versucht er, einen Fluchtweg zu finden und wenn er die Augen schließt, ist er keineswegs entspannt, sondern schließt die Augen aus Reflex, um sich zu schützen.

Hund wird auf dem Kopf gestreichelt
Zu den Dingen, die Hunde hassen, gehört auch das Streicheln auf dem Kopf. Foto: Ana Rocio Garcia Franco / getty images

Wenn ein großer Mensch mit einer großen Hand von oben auf einen vielleicht sogar kleinen Hund kommt, hat dieser Vierbeiner Angst und fühlt sich bedroht, beinahe eingeengt und versucht, zu fliehen oder sich zu schützen. Wenn ein Hund dir hundertprozentig vertraut, kannst du auch vorsichtig versuchen, ihm über den Kopf zu streicheln. An sich solltest du aber lieber eine andere Stelle zum Kraulen suchen und auf die Signale des Vierbeiners achten.

2. Dem Hund in Nasen oder Ohren pusten

Viele Menschen finden es lustig, wenn der Hund ein ulkiges Gesicht macht, sobald man ihm ins Gesicht pustet oder sogar direkt in die Ohren. Doch die Vierbeiner finden das alles andere als lustig. Sie fühlen sich dadurch unwohl und können mit diesem seltsamen Verhalten, welches nur Menschen in dieser Art und Weise an den Tag legen, nichts anfangen. Dementsprechend versuchen sie auszuweichen und von dem Menschen, der sie anpustet, wegzukommen.

3. Den Hund anstarren

Für viele Hunde ist das direkte Anstarren von einem Menschen eine Drohgeste, die sie als Dominanz der Einschüchterung empfinden. Einige Vierbeiner werden das sogar als Angriff sehen und sich vielleicht mit bellen oder beißen verteidigen wollen, um zu zeigen, wer der Bessere oder Größere ist. Damit dies nicht passiert, solltest du an dem Vierbeiner einfach ein wenig vorbeiblicken.

4. Den Hund umarmen

Auch wenn diese Geste lieb gemeint ist, fühlen sich viele Hunde dadurch in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und haben mitunter sogar Angst oder entwickeln ein Fluchtverhalten. Sollte der von dir umarmte Vierbeiner anfangen zu gähnen, die Ohren anlegen oder sich über die Lippen lecken, zeigt er Anzeichen von Stress und du solltest ihn sofort loslassen.

Frau umarmt Hund
Hunde mögen es nicht umarmt zu werden und sehen dementsprechend manchmal panisch aus. Foto: IzaLysonArts / 500px / getty images

5. Immer die gleiche Gassi-Runde

Hunde brauchen Abwechslung in ihrem Alltag. Wenn du immer die gleiche Gassi-Runde mit ihm gehst und nie irgendwelche Variationen mit einbaust, langweilt dein Vierbeiner sich schnell. Lass ihn stattdessen öfters an neuen Stellen schnüffeln, erkunde mit ihm unbekannte Wege oder baue ein kleines Spiel mit in deine Runde ein. So wird das Gassi gehen viel interessanter – für beide Parteien!

6. Unklare Regeln

Dein Hund darf nie etwas vom Tisch bekommen, doch wenn Besuch da ist, wird er fleißig mit Leckereien gefüttert. Normalerweise ist die Couch für den Vierbeiner tabu, doch wenn du krank bist oder einen schlechten Tag hast, darf er doch mal rauf? Warum er das am nächsten Tag nicht mehr darf, wird er nicht verstehen und ihn verwirren. Denn dein Hund weiß nicht, wann du eine Ausnahme machst und wann nicht. Mit klaren Regeln und Grenzen können Hunde besser umgehen.

Dinge, die Hunde nicht mögen: Es kommt auch auf verschiedene Faktoren an

Jeder Hund ist anders. Deswegen müssen nicht alle Dinge, die wir aufgeführt haben, von ihm gehasst werden. Es kommt außerdem auch auf die Hund-Mensch-Beziehung an, wenn es um diese Handlungen geht. Vertraut dein Hund dir blind, kannst du ihn natürlich auch anstarren – er sieht dich in den meisten (und besten) Fällen eh als Rudelführer:in und würde deine Autorität nicht anzweifeln. Manche Hunde lieben es auch, umarmt zu werden!

Achte einfach auf die Zeichen, die der Vierbeiner von sich gibt und versuche diese entsprechend zu deuten. So wird er dir auf seine Art und Weise zeigen, was ihm gefällt und was nicht.