Fast Fashion Brands wie Bohoo, Shein oder auch H&M wachsen durch ihren günstigen Preise stetig in ihrer Beliebtheit. Jedoch shoppen immer mehr Menschen Second Hand Mode, besonders die Generation Z. Besteht die Möglichkeit, dass die Gen Z so endgültig Fast Fashion verbannt? Das erfährst du hier.

So schlecht ist Fast Fashion für die Umwelt

Es gibt viele Gründe, weswegen man auf Fast Fashion mehr und mehr verzichten sollte, wenn man es kann. Der konstant günstige Preis der Mode beutet Menschen aus, die sie herstellen oder generell in dem System arbeiten. Zudem gehört die Branche zu einem der größten Umweltverschmutzern.

Die enorme Menge an Textilien verursacht große Schäden für das Klima. Das liegt an drei Gründen: Die Co2-Emissionen sind bei der Herstellung der Textilien sehr hoch, die Verwendung von Chemikalien verschmutzen die Umwelt und es werden für die Herstellung große Mengen an Wasser verbraucht. Man schätzt sogar, dass acht bis zehn Prozent der weltweiten Treibhausgase durch die Textilindustrie verursacht werden. Das ist mehr als die Schifffahrt- und Flugindustrie zusammen.

Viele Emissionen entstehen dadurch, dass die Kleidung hauptsächlich in ferneren Ländern wie Indien oder China hergestellt wird anstatt in Europa. Würde sie in Europa hergestellt werden, würden sich die Treibhausgase um 40 Prozent verringern.

Darum wächst der Second Hand Markt

Second Hand Stores so wie Flohmärkte sind online und offline bei der Generation Z sehr beliebt. Der Second Hand Markt hat sich in der Gen Z so schnell wie bei keiner anderen Generation etabliert, weswegen sie nun 40 Prozent der globalen Second Hand Konsument:innen ausmachen. Das zeigt auch die Beliebtheit von Second Hand Fashion Portalen wie Depop. Das Portal sieht zwar aus wie eine Social Media Plattform, jedoch kann man auf ihr alte Kleidung verkaufen. 90 Prozent der User:innen sind unter 26 Jahre alt. Die Plattform wurde vor kurzem für 1,6 Milliarden US Dollar an das Portal Etsy verkauft.

So wichtig ist Nachhaltigkeit für die Generation Z

Der Grund: Werte wie Nachhaltigkeit und die Sicherheit des Konsumenten und Angestellten sind der Generation wichtig. Besonders Nachhaltigkeit steht hier im Fokus, das hat eine Studie des Portals First Insight herausgefunden. Im Durchschnitt ist die Generation bereit, 10 Prozent mehr für nachhaltige Produkte auszugeben. Millennials lassen sich weniger von der Nachhaltigkeit beeinflussen, genauso wie die Generation X.

Wird die Gen Z den Fast Fashion Markt aussterben lassen?

Zwar gibt es immer mehr Unternehmen, die nachhaltige Mode verkaufen oder herstellen, jedoch wächst die Fast Fashion Branche immer noch. Das beweist der schnelle Aufstieg der Marke Shein, die schnell zu einer der größten Fast Fashion Plattformen im Internet wurde. Durch ihre Social Media Strategie haben sie nun auf den Plattformen insgesamt mehr als 250 Millionen Follower:innen und sind besonders bei der jungen Zielgruppe beliebt.

Eine Vogue Business Umfrage aus dem Jahr 2020 zeigt ebenfalls, dass trotz der Bemühungen immer noch vorwiegend Fast Fashion im Kleiderschrank der Generation Z liegt. Über die Hälfte der 105 Teilnehmer:innen besitzen Kleidung von Marken wie Bohoo, Asos und Co. und kaufen weiterhin in den entsprechenden Shops ein.

Es ist also wahrscheinlich, dass auch die Generation Z die Fast Fashion Industrie nicht aussterben lassen wird, obwohl der Wille nach nachhaltigeren Optionen größer als bei allen anderen Generationen ist. Der Wachstum von Second Hand lässt jedoch darauf hoffen, dass sich etwas in der Modewelt verändert.

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