Fußpilz ist weit verbreitet, laut einer Studie leiden ca. 30-50 % der deutschen Erwachsenen darunter. Und er ist nicht harmlos, wie manche Werbung gern suggeriert, sondern Fußpilz muss konsequent und vor allen Dingen ausreichend lange behandelt werden. Erfahre hier, welche Schuhe eine Fußpilzinfektion fördern und welche vorbeugend wirken.

Die Behandlung von Fußpilz

Doch Fußpilz ist nicht nur eine kosmetische Frage, sondern bedarf der entsprechenden Therapie. Eigentlich ist der Fußpilz für den Menschen ungefährlich. Unbehandelt kann er aber die natürliche Abwehr der Haut so weit schwächen, dass es laut der pharmazeutischen Zeitung zu einer Streptokokken-Infektion kommt, die sich durch eine Wundrose bemerkbar macht.

Hierbei handelt es sich um eine schwere Hautinfektion, die von hohem Fieber begleitet werden kann und einer stationären Behandlung bedarf. Dazu begünstigt der Fußpilz die Infektion mit einem Nagelpilz, wenn sich zum Zeitpunkt der Krankheit am Fuß, Risse oder offene Stellen an den Zehennägeln befinden.

Gut belüftete und trockene Füße bieten wenig Nährboden für Fußpilz. Das bedeutet, dass nach jedem Bad oder Dusche die Füße sorgfältig, insbesondere zwischen den Zehen, getrocknet werden müssen. Ideal ist es, nach dem Duschen die Füße mit kalter Luft trocken zu föhnen. Als Socken empfehlen sich Baumwollstrümpfe und -socken statt Strümpfen aus Kunstfaser, sollten erst angezogen werden, wenn die Füße komplett trocken sind.

Badeschuhe verhindern fußilz
Im Freibad können dich Badelatschen vor der ein oder anderen Krankheit bewahren. Foto: shutterstock (Serhii Ivashchuk)

Schuhe gegen Fußpilz

Fußpilz lauert überall dort, wo es schön warm und feucht ist und wo viele Menschen barfuß herumlaufen. Da sich die Haut stetig erneuert, verliert jeder Mensch permanent winzige Hautteilchen. Ansteckungsgefahr für Fußpilz lauert vorzugsweise an öffentlichen, feuchten und warmen Orten, wie etwa im Schwimmbad, in der Sauna oder in öffentlichen Duschen, z.B. von Sportvereinen.

Besteht einmal eine Fußpilzerkrankung, ist dies eine langwierige und hartnäckige Erscheinung, bei der keine Spontanheilung erzielt werden kann. Meist zeigt sich der Fußpilz mit Rötungen, Juckreiz und Schälen der Haut zwischen den Zehen.

Badelatschen

Die beste Vorbeugung ist es daher, Badeschuhe in öffentlichen Schwimmbädern zu tragen. Auch solltest du nach dem Besuch dort die Füße gründlichst abtrocknen. Achtung: Die Badeschuhe können jedoch auch ein Übertragungsherd sein, wenn sich dort auf der Sohle Wasser hält.

Wichtig ist es, dass man im Schwimmbad die Füße immer wieder gut abtrocknet. Eine weitere Vorbeugung ist es, wenn man viel barfuß läuft (im Garten, im Haus etc.), weil dann die Füße so gut wie nicht mehr anfällig gegen die Pilze sind.

Lederschuhe

Ein weiterer Schritt, die Gefahr des Fußpilzes zu bannen, ist das Tragen von hochwertigen Lederschuhen, statt Schuhe aus Kunstmaterialien. Sie geben dem Fuß die nötige Atmung, verhindern dadurch die Bildung von Fußschweiß und unterstützen die Fußgesundheit durch ihre Passform.

Die Socken, wie die Handtücher, mit denen die Füße abgetrocknet werden, sollten täglich gewechselt und gewaschen werden, da sich auf Textilien können die Pilzsporen nicht halten können, wenn die Wäsche mit 60 Grad Celsius behandelt wurde. Außerdem wird das Wechseln der Schuhe empfohlen, damit sie austrocknen können.

Zara
Luftundurchlässige Sneaker, oder noch schlimmer, zu enge Schuhe, sind ein guter Nährboden für Fußpilz Foto: Godisable Jacob Pexels via canva.com

Schuhe, die Fußpilz fördern: Turnschuhe und zu enge Modelle

Turnschuhe hingegen sind weniger geeignet, da das feuchte Klima in diesen Schuhen das Pilzwachstum fördert. Besser sind offene oder zumindest luftdurchlässige Schuhe. Zu enge Schuhe können die Infektionsgefahr dagegen erhöhen, da sie zu Wunden an den Füßen führen – der Eintrittspforte für die Fadenpilze.

Bei Pilzbefall bietet es sich an, die Schuhe mit pilztötenden Mitteln zu desinfizieren. Und nicht zu vergessen: in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Schwimmbad, Sauna, öffentlicher Dusche, sollten immer Badeschuhe getragen werden. Wichtig ist zudem, die Hände nach dem Kontakt mit den Füßen zu waschen.

Frau barfuß am Strand
Barfuß laufen, ist auf dem richtigen Untergrund das ideale Training für dein Immunsystem Foto: IMAGO / Westend61

Fazit: barfuß laufen, aber nur auf dem richtigen Untergrund

Der direkte Bodenkontakt führt dazu, dass sich die Durchblutung unserer Füße verbessert. Herz und Kreislaufsystem werden gestärkt. Auch die Lymphgefäße aktivieren sich durch das Barfußlaufen. Insgesamt profitiert das Immunsystem stark vom Laufen ohne Schuhe. Nur bei Schwimmbädern solltest du vorsichtig sein!

Nice to Know: Dass beim Barfußlaufen die Hornhaut zunimmt, ist laut einer Studie nicht richtig. Hornhaut entsteht durch Reibung und Feuchtigkeit, was beim Barfußlaufen nicht gegeben ist.