Zugegeben: Katzen sind die Art von Haustieren, die die einen lieben und die anderen hassen. Katzen zeigen auf verschiedene Arten und Weisen, dass sie dich mögen oder nicht mögen. Aber wie zeigen Katzen eigentlich Zuneigung

Wie zeigen Katzen Zuneigung? 

Hattest du mal das Gefühl, dass die Katze deiner Freundin dich vielleicht einfach nicht leiden kann? Ob eine Katze dich mag, erkennst du schnell daran, ob sie dir Zuneigung zeigt, oder nicht. Verschiedene Katzen haben auch verschiedene Persönlichkeiten. Deshalb kann es sein, dass Katzen unterschiedliche Formen der Zuneigung zeigen. Wir erklären dir die häufigsten Formen.

Frau mit Katze auf dem Arm
Katzen sind eigensinnige Tiere. Foto: Pexels / Sam Lion

1. Geschenke  

Sonderlich begeistert bist du wahrscheinlich nicht, wenn eine Katze dir eine Maus oder einen kleinen Vogel ins Haus schleppt. Dies ist allerdings ein Liebesbeweis deiner Katze, denn: Sie möchte ihre Beute gerne mit dir teilen. 

2. Kuscheln  

Katzen zeigen ihre Zuneigung häufig, indem sie ihren Kopf gegen die Beine, das Gesicht oder weitere Körperteile des Menschen drücken. Denn darüber verteilen sie Pheromone, markieren also ihre Besitzer mit ihrem Duft. Mit diesem Anstupsen begrüßt deine Katze dich also und zeigt gleichzeitig, dass du Teil der Familiengruppe bist. Das Gleiche gilt auch für das Herumstreichen um die Beine. 

3. Anknabbern und abschlecken 

Wenn deine Katze dich anknabbert, bedeutet es, dass sie dich mag. Außerdem zeigen Katzen Zuneigung durchs Abschlecken, denn dadurch putzen sie dich. 

4. Der Milchtritt  

Der Milchtritt ist häufig ein etwas schmerzhafter Liebesbeweis: Die Katze fängt an, ihre Pfoten gegen den Körper des Menschen zu drücken und fährt dabei immer wieder ihre Krallen aus. Diese Geste ist ein Überbleibsel aus ihrer Kindheit. Kätzchen massieren damit die Milchdrüsen ihrer Mutter, um den Milchfluss anzuregen. Deine Katze zeigt dir mit dem Milchtritt also, dass sie sich bei dir wohlfühlt. 

Rote Katze sitzt auf Stuhl
Katzen entscheiden gern selbst, wann sie kuscheln wollen. Foto: Pexels / cottonbro


 
Studie belegt: Deshalb mag dich eine Katze nicht  

Eine Studie unter der Leitung von Krystin Vitale, Wissenschaftlerin für Tierverhalten an der Oregon State University, wurde im Fachblatt „Behavioral Processes“ veröffentlicht. Dabei fanden die Forschenden heraus, dass das missmutige Verhalten, welches Katzen manchmal an den Tag legen, nicht immer von Natur aus kommt. So spiegeln viele Katzen das Verhalten der Menschen wider. 

Für die Studie untersuchten die Forscher, wie Katzen unter bestimmten Voraussetzungen mit Menschen interagieren. Dafür wurden Experimente mit insgesamt 46 Katzen durchgeführt. Je 23 im Tierheim lebende Katzen und 23, die einen Besitzer haben. Die Katzen wurden dabei jeweils in einen Raum gebracht, in dem eine fremde Person auf dem Boden saß. Die Person ignorierte die Katze für zwei Minuten, anschließend stand es ihr frei, die Katze zwei Minuten lang zu streicheln, sie beim Namen zu nennen oder mit ihr zu reden. 

Dabei stellte sich heraus: wenn die Katzen selbst Aufmerksamkeit erfuhren, waren sie ebenfalls viel eher bereit dazu, dem Menschen Aufmerksamkeit zu zeigen. Laut den Wissenschafter:innen stellte sich außerdem heraus, dass Katzen zwar gerne kuscheln, aber auch gern die Kontrolle behalten. Demnach wollen sie mitentscheiden können, wann gekuschelt wird und wann nicht. 

Wie Katzen Zuneigung zeigen, ist von den Menschen abhängig 

Wenn dich eine Katze also nicht mag oder dir keine Zuneigung zeigt, solltest du überlegen, wie du dich der Katze gegenüber verhältst. Bist du sehr schüchtern oder ignorierst die Katze, wird sie es bei dir wahrscheinlich genauso tun. Versuche demnach auf deine Katze zuzugehen, ohne ihr das Gefühl zu geben, dass sie gezwungen wird. 

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