Die meisten Katzen essen gerne Fleisch und Fisch. Schließlich liegt das in der Natur der kleinen Samtpfötchen. Es gibt aber auch andere Lebensmittel, die Katzen essen können. Was essen Katzen also nun und wie sieht eine ausgewogene Diät für sie aus? Das erfährst du hier.

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

Diese Lebensmittel sind gesund für Katzen

Zuerst zum Offensichtlichen: Auch die faulste Hauskatze ist eigentlich immer noch ein Raubtier, weswegen Fleisch und Fisch ein essenzieller Bestandteil ihrer Ernährung ist. Tierische Eiweiße sind sogar überlebenswichtig für die Samtpfoten.

In der freien Wildbahn essen Katzen hauptsächlich Vögel, Fisch, kleine Säugetiere, Amphibien und auch kleine Reptilien. Pflanzliche Bestandteile sind zwar auch dabei, jedoch nur über den Mageninhalt ihrer Beute. All diese Lebensmittel sollten auch in der Ernährung deiner Hauskatze enthalten sein.

Das können Katzen zwar essen, jedoch nicht zu häufig

Es gibt eine Menge Lebensmittel, die Katzen abseits von Fleisch und Fisch essen können, jedoch sollten sie nicht ständig in der Nahrung der Katzen vorkommen. Wenn sich deine Katze also mal was von dem „Menschenessen“ schnappt, ist das nicht weiter schlimm. Die Lebensmittel sollten aber nicht in dem Napf deiner Katze landen.

  • Getreide in jeder Form (z.B. Brot), da es zu kohlenhydrathaltig ist.
  • Zucker in jeder Form (z.B. Kuchen oder Süßigkeiten), da er genauso wie für uns für die kleinen Samtpfötchen ungesund sind.
  • Gewürztes oder mariniertes Fleisch, da die Kleinen die Gewürze nicht gut vertragen, Salz kann Katzen sogar austrocknen.
  • Hülsenfrüchte und Kohl, da es zu schmerzhaften Blähungen kommen kann.
  • Rollmops ist zwar ein tierisches Lebensmittel, jedoch ist es für Katzen viel zu salzig.
  • Rohes Schweinefleisch kann Tiere mit dem Aujeszky-Virus infizieren. Hieraus kann eine Hirn- und Rückenmarksentzündung entstehen.
  • Katzen sind generell Laktoseintolerant, weswegen sie keine Milchprodukte essen sollten.
  • Nachtschattengewächse wie Tomaten oder rohe Kartoffeln können Krämpfe, Herzrhythmusstörungen oder Atemstörungen auslösen.

Einige Gemüsesorten wie Zucchini, Kürbis oder Möhre können gut für deine Samtpfote sein, wenn sie gedünstet und ohne Gewürze zubereitet werden. Sie können dem Fleisch untergemischt werden.

Katzen essen
Eine ausgewogene Ernährung ist für Katzen sehr wichtig. Foto: ramustagram / Getty Images via Canva

Diese Lebensmittel sind für Katzen giftig

Ein paar Lebensmittel sind für uns Menschen zwar beliebte Genussmittel, jedoch sollten unsere Katzen auf keinen Fall davon etwas zu sich nehmen. Wenn du diese Lebensmittel im Haushalt hast, musst du besonders aufpassen.

  • Schon die kleinste Menge an von deinem Kaffee oder deinem Schwarztee kann deine Katze vergiften. Bei Koffein kommt es zum Beispiel zu Herzrasen oder Herzmuskelschäden.
  • Kakao bzw. Schokolade sind für viele Tiere giftig, auch für Katzen. Der enthaltene Stoff Theobromin kann Herzrhythmusstörungen, Krämpfe und Muskelzittern auslösen.
  • Alkohol ist zwar ein beliebtes Rauschmittel für Menschen, aber nicht für Katzen. Schon in den kleinsten Mengen ist Alkohol giftig für Katzen.
  • Avocados sind ebenfalls für viele Tiere giftig, so auch für Katzen. Sie enthalten den Stoff Persin, der zu Herzmuskelschäden führen kann.
  • Zwiebeln, Lauchgewächse und Knoblauch sind zwar für uns gesund, jedoch nicht für unsere Haustiere. Bei den Lebensmitteln kann es zu Vergiftungserscheinungen und Magen Darm Beschwerden kommen.
  • Weintrauben und Rosinen sollten ebenfalls niemals auf dem Speiseplan von Katzen stehen. Die enthaltene Oxalsäure sorgt für Nierenversagen.

So sieht eine ausgewogene Ernährung für Katzen aus

Du solltest deine Katze am besten so wie die Tiere in freier Wildbahn ernähren. Also sollte hauptsächlich Fleisch und Fisch auf dem Speiseplan stehen, mit allen Bestandteilen, die Katzen auch in freier Wildbahn essen.

Das ist auch mit vorgefertigten Katzenfutter möglich, jedoch solltest du auf ein paar Dinge achten. Das Futter muss zum Beispiel getreide- und zuckerfrei sein. Zudem sollte es mindestens aus 60 Prozent Fleisch oder Fisch bestehen. Auch sollte es ein Alleinfuttermittel sein, so der Tierschutzbund auf ihrer Webseite. Eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung ist somit nicht artgerecht und ungesund für deine Katze.

Natürlich kannst du das Futter deiner Katze auch selbst zubereiten, achte hierbei auf die Nährstoffe.

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