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Unterwäsche solltest du nicht bei 40 Grad waschen

Wir verraten dir, warum du deine Unterwäsche nicht bei 40 Grad waschen solltest. Die Gründe werden dich überraschen.

Frau BHs waschen
BHs richtig zu waschen, ist kein Hexenwerk. Lies hier, wie es richtig geht. Foto: imago images/Westend61

Es ist wichtig, dass Unterwäsche sauber und hygienisch ist, da sie direkt mit intimen Stellen in Kontakt kommt. Obwohl hohe Temperaturen effektiv im Kampf gegen Keime und Bakterien sind, sollte man dennoch vorsichtig sein, wenn es um die Wäsche von Unterwäsche geht. Denn Unterwäsche ist meist sehr empfindlich und sollte deshalb beim Waschen schonend behandelt werden. Es ist deshalb empfehlenswert, Unterwäsche nicht bei Temperaturen von 40 Grad oder gar 60 Grad zu waschen, um die Materialien zu schonen und die Lebensdauer der Wäsche zu verlängern.

Unterwäsche waschen: 40 Grad brauchst du nicht

Wie schon zuvor erwähnt, sollte das Gerücht, dass Unterwäsche mit hohen Temperaturen gewaschen werden sollte, aus der Welt geschafft werden. Denn Unterwäsche wird bereits bei 30 Grad keimfrei sauber und schadet so den empfindlichen Fasern der Unterwäsche nicht. Die meisten Hersteller:innen empfehlen eine Maximaltemperatur von 40 Grad – und diese sollte nicht überschritten und lieber unterschritten werden.

Und deine Unterwäsche wird nicht nur sauber, du sparst auch und schonst gleichzeitig die Umwelt! Wie das Umweltbundesamt berechnete, kann man bei der Nutzung eines 40-Grad-Waschprogramms im Vergleich zu einem 60-Grad-Waschprogramm ganze 40 Prozent der Energie einsparen! Eine Win-Win-Situation also für viele Faktoren.

Frau hält unterhose
Einige Bakterien überleben bei 60 Grad in der Waschmaschine. Foto: Maryna Terletska via Getty

Diese Bakterien überleben bei 60 Grad in der Waschmaschine

Hitzebeständige Bakterien können bei 60 Grad Celsius in der Waschmaschine überleben. Beispielsweise das Thermus aquaticus, Deinococcus radiodurans und verschiedene Arten von Bacillus. Andere Bakterien gedeihen eher bei niedrigeren Temperaturen und sind sogar bei Raumtemperatur zu Wachstum fähig. Dazu gehören Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa.

Solltest du einen besonders kritischen Wäschefall haben, bei dem du alle Bakterien tötenw willst, empfehlen Expert:innen Waschtemperaturen von mindestens 90 Grad. Beachte aber, dass empfindliche Stoffe bei dieser hohen Temperaturen beschädigt werden können.

Unterwäsche auf der Leine
Unterwäsche waschen kann so einfach sein, wenn du einige Dinge beachtest. Foto: unimode / getty images via canva

Besondere Behandlung bei verschiedenen Wäschestücken

Für die unterschiedlichen Unterwäschen solltest du allerdings verschiedene Programme benutzen:

  • Baumwoll-Unterwäsche: normales Waschprogramm / 30-40 Grad
  • Polyester-Unterwäsche: Pflegeleicht-Programm / 30 Grad
  • Seiden-Unterwäsche und Dessous: Feinwaschprogramm / 30 Grad
  • Woll-Unterwäsche: Feinwasch- oder Wollprogramm /30 Grad

Übrigens: Diese Angaben gelten nur für Unterwäsche, die ’normal‘ verschmutzt ist. Sollte sich an deiner Unterwäsche Blut befinden oder von einem erkrankten Familienmitglied getragen worden sein, gehe auf Nummer sicher und wasche diese Wäsche bei 60 Grad mit Vollwaschmittel.

Worauf muss man achten, wenn man seine BHs waschen muss?

Auch unsere BHs gehören mit zur Unterwäsche und die angegebene Temperatur gilt auch für diese. Allerdings haben sie meisten Kleinigkeiten an ihnen, die andere Waschteile beschädigen können. Deshalb solltest du auf die folgenden Tipps achten, wenn es um das Waschen dieser Unterwäsche geht.

  • Schließe den Verschluss des BHs vor dem Waschen.
  • Packe BHs mit Bügel in ein Wäschenetz.
  • Wasche deine BHs je nach Aktivität und Transpiration erst nach jedem dritten oder vierten Mal Tragen.
  • Wasche vorgeformte BHs mit der Hand.

Darf Unterwäsche in den Trockner?

Wenn es um Baumwollunterwäsche geht, musst du keine Bedenken haben, diese in den Trockner zu geben. Bei Seiden- oder Wollunterwäsche solltest du allerdings vorsichtiger sein, denn hier kann beim maschinellen Trocknen die Spannkraft verloren gehen. Polyester und Elasthan laufen ein. Werfe deshalb am besten einen Blick in die Waschempfehlung des Etiketts deiner Unterwäsche. Sollte das Symbol „Kreis im Quadrat“ durchgestrichen sein, gehört deine Unterwäsche nicht in den Trockner.

Darum sollte deine Unterwäsche keimfrei sein

Es mag dir eindeutig vorkommen, dass Unterwäsche nicht dreckig sein sollte, wenn du sie anziehst. Allerdings ist es dir wahrscheinlich nicht bewusst, welche Folgen es haben kann, wenn du deine Unterhosen nicht bakterienfrei wäschst.

Dabei ist die Scheidenflora der wichtigste Bestandteil der vaginalen Gesundheit. Sie besteht aus einer Vielzahl von Bakterienarten, vor allem aus Lactobacillus-Arten, die dafür sorgen, dass die Vagina sauer ist. Das beugt Pilz- und Bakterieninfektionen vor. Wenn man unhygienische Unterwäsche trägt, kann dies die Scheidenflora beeinträchtigen und dazu führen, dass sich unerwünschte Bakterien oder Pilze im vaginalen Bereich ansiedeln.

Hefe-Infektion: Diese Infektion gilt es zu vermeiden

Eine häufige Infektion, die durch unhygienische Unterwäsche verursacht werden kann, ist eine Hefe-Infektion. Hefe-Infektionen entstehen, wenn sich der Pilz Candida albicans in der Vagina stark vermehrt. Dies kann passieren, wenn die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht gerät und die nützlichen Bakterien nicht mehr in ausreichender Menge vorhanden sind, um die Pilzvermehrung zu kontrollieren. Wenn die Unterwäsche feucht oder ungewaschen ist, kann sie eine ideale Umgebung für Pilzwachstum bieten.

Bitte jeden Tag da unten reinigen

Bitte wasche dich untenrum jeden Tag. Es reicht nicht, eine frische Unterhose anzuziehen. Unsere Vagina und der After liegen sehr nahe beieinander und Bakterien können leicht von einer Öffnung in die andere gelangen. Wenn diese Bakterien nicht entfernt werden, kann es zu unangenehmen Gerüchen und möglichen Infektionen kommen. Tägliches Waschen hilft dabei, diese Bakterien zu entfernen und das Risiko von Infektionen zu minimieren. Es ist wichtig, dabei sanfte Reinigungsmittel zu verwenden und die Haut nicht zu stark zu reiben, um die natürliche Schutzbarriere der Haut nicht zu beeinträchtigen.

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