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3 komische Snacks aus der DDR, die an Silvester gegessen werden

In der DDR gab es einige Snacks und Getränke, von denen wir heute nicht mehr wissen, dass sie dort erfunden wurden. Heute essen wir sie noch immer.

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Grenzöffnung der DDR; Bürger begrüßen die Freiheit. Foto: IMAGO IMAGES / Camera4

Auch wenn wir in Deutschland nicht sonderlich viele Traditionen mehr haben, sind Weihnachten und Silvester für uns Deutsche Feste, die mit vielen Traditionen bestückt sind und ganz besondere Speisen fordern. Heute lieben wir es, an Silvester Raclette, einen Schokobrunnen oder Fondue zu essen. Doch wie war eigentlich in der Zeit der Mauer und der DDR? Auch hier hatten die Bewohnenden einige Traditionen, die sie einhalten wollten. Wir zeigen, was damals gegessen wurde und wie Silvester gefeiert wurde.

Wurde in der DDR Silvester gefeiert?

Natürlich wurde auch in der Zeit des geteilten Deutschlands das neue Jahr eingeläutet. Im Großen und Ganzen wurde das Fest sehr ähnlich zum heutigen Silvesterfest gefeiert. Im Forum DDR Grenze erzählen ehemalige Einwohnende der Deutschen Demokratischen Republik, wie das Fest bei ihnen gefeiert wurde. So erzählt einer der Nutzer, dass Feuerwerke in der DDR eine wichtige Tradition waren. Die meisten Bewohnenden waren um 12 Uhr auf der Straße und haben Raketen und Co. steigen lassen.

Durch die Versorgungsknappheit in der DDR war es allerdings nicht so einfach wie heute an Feuerwerk heranzukommen. Die Nutzer im DDR-Forum berichten, dass sie um spätestens 5 Uhr morgens aufstehen mussten, um im Laden noch ein paar Raketen kaufen zu können.

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In der DDR trank man immer Rotkäppchen – So auch bei der Grenzöffnung. Foto: IMAGO IMAGES / Sven Simon

Was gab es in der DDR zu Silvester zu essen und zu trinken?

Die Nutzer des DDR-Forums erklären, dass es von damals zu heute keine großen Unterschiede gab. Auch wenn nicht alle Speisen und Getränke in großer Masse vorhanden waren, gönnte man sich an Silvester gutes Essen und gute Getränke.

Rotkäppchen Sekt

Am beliebtesten war die DDR-Sektmarke „Rotkäppchen.“ Dieser wurde gerne zusammen mit Erdnussflips auf Partys vertilgt. Der Rotkäppchen-Sekt hat seinen Namen „verloren“. In einem Rechtsstreit im Jahr 1984 entschied sich, dass der eigentlich angestrebte Name „Monopol“ nicht verwendet werden dürfe. Stattdessen entschieden sich die Erfinder für den Namen „Rotkäppchen“ und setzen ihrer Sektflasche fortan eine rote Kappe auf.

Erdnussflips

Erdnussflips sind heute noch unheimlich beliebte Partysnacks. Dass diese in der DDR erfunden wurden, wissen aber heute wohl nur die Wenigsten. Damals waren Erdnussflips eine günstige Alternative zu Kartoffelchips und anderen Partysnacks.

Eierlikör

Eierlikör war eines der liebsten Wintergetränke in der DDR. Man machte ihn gerne selbst, da er im Laden recht teuer verkauft wurde. Alles, was du DDRler brauchten, war Eigelb, Zucker, Kondensmilch und Rum (54%).

Silvester in der DDR vs. heute?

Das neue Jahr einzuläuten, war in der DDR nicht anders als heute. Auch wenn es diejenigen, die nach dem Mauerfall geboren wurde, nur schwer vorstellen können: Die DDR war ein Land voller Tradition, Spaß und Feiern. Der Staat wurde nach einem sozialistischen Vorbild erbaut und hier stand das Eigentum des Einzelnen weit hinter dem Staat. Ich selbst bin nicht in der DDR aufgewachsen und kenne so die Traditionen und Bräuche nur aus zweiter Hand. Über die DDR zu lesen, ist meist ein bunter Blumenstrauß an spannenden Eindrücken und tollen Traditionen. Teilweise sind diese bis heute erhalten.