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Hygge ist 2023 out: Darum setzen wir jetzt auf Pyt

Weißt du, was hinter dem Wort „Pyt“ steckt? Wir erzählen dir, was es damit auf sich hat und warum dieser Begriff nun das Lebensmotto „Hygge“ ablöst.

Frau in der Sonne lebt Pyt
Weißt du, was Pyt bedeutet? Wir alle sollten dieses Wort mehr in unserem Alltag integrieren. Wir verraten dir, was dahinter steckt. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Die skandinavische Kultur hat uns schon so einiges gelehrt, denn sie ist in vielen Belangen unserer eigenen weit voraus. Auch wenn es um das Thema Gemütlichkeit geht, welches hier mit dem Wort „Hygge“ beschrieben wird und dir sicherlich ein Begriff ist, können wir viel von Schweden, Norwegen, Dänemark und Co. lernen. 2023 setzen wir aber auf ein neues Lebensmotto namens „Pyt„. Wir erklären dir, was dahinter steckt.

Pyt: Laissez-faire auf Dänisch

Es gibt keine konkrete Übersetzung für das kurze, dänische Wort Pyt. Sinngemäß übersetzt bedeutet es so viel wie „Egal“ oder „Was soll’s“. 2018 wurde Pyt zum Wort des Jahres gewählt und auch heute können wir alle noch viel von diesem Lebensmotto lernen. Konkret findet das Wort Anwendung, wenn etwas Ärgerliches passiert, dass einem normalerweise die Hutschnur platzen lassen würde. Solche Ereignisse erzeugen Stress und Unwohlsein. Wenn du dir hingegen einfach „Pyt“ sagst und die Dinge so nimmst wie sie sind, wird das deiner mentalen Gesundheit sehr guttun.

Keine Frage: Solch ein Mindset bekommt man nicht einfach so, aber du kannst es trainieren. Wenn du das nächste Mal etwas zuhause vergisst oder dir Kaffee über die Hose kippst, sage dir einfach Pyt – was solls. Du kannst es sowieso nicht ändern und sich darüber aufzuregen, macht die Sache nicht besser. Wenn du das eine Weile übst, wird dir diese Haltung immer leichter fallen.

Pyt hilft dir auch in der Verbesserung deiner mentalen Gesundheit. Wenn du jetzt zum Jahresbeginn etwas überfordert mit der gesamten Situation bist, lebe einfach nach dem Pyt-Motto. Denn das wird dir dabei helfen, die Frustrationen im Alltag zu reduzieren. So lernst du, dass du die Dinge im Endeffekt nicht anders nehmen kannst, als sie auf dich zukommen. Wenn du dich schneller mit dem Ist-Zustand abfindest, sinkt auch dein tägliches Stresslevel.

Pyt für den Kopf, Hygge für die Umgebung

Wenn du schon wieder vergessen hast, was Hygge ist, hier ein kleiner Reminder: Wörtlich übersetzt heißt Hygge so viel wie Gemütlichkeit. Gerade im Herbst und Winter machen sich die Menschen in Skandinavien ihre Häuser besonders kuschelig. Es werden Kerzen angezündet, Kuscheldecken und Kissen verteilt, Tee oder heiße Schokolade getrunken und Soul-Food gegessen. Außerdem ist Hygge etwas für eine Gemeinschaft, Freunde und Familien.

Pyt hingegen hat nichts mit deiner Umgebung zu tun, sondern viel mehr mit deiner mentalen Gesundheit. Gerade im Herbst und Winter verfallen viele Menschen in eine Art Lethargie und wissen nicht so recht, wie sie die dunkle Jahreszeit überstehen sollen. Wenn deine Wohnung gemütlich ist und du die Dinge nicht so schwer nimmst, wirst du die Zeit allerdings besser überstehen.

Pyt während Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg

Wir leben in schwierigen Zeiten. An jeder Ecke wartet eine neue Krise, eine neue Tragödie und ein neues Problem. In solchen Zeiten kann man durchaus den Mut verlieren und in einer Hoffnungslosigkeit versinken. Aber auch dagegen soll Pyt helfen. Wenn du nämlich trainierst – ja, es erfordert wirklich Training – Dinge auch mal vorbeischwimmen zu lassen, wird es dir bald schon besser gehen. Nimm die Dinge an, wie sie sind, schau nicht alle Nachrichten und Beiträge und versuche immer auch das Positive in Geschehnissen zu sehen. Das ist schwer, keine Frage, aber es wird deiner Seele guttun.