Zwischen Home-Office und Lockdown haben sich viele von uns dazu entschieden, sich neue Mitbewohner ins Haus zu holen. Jetzt hat man ja genug Zeit für die Erziehung. Allerdings hatten viele der neuen Hunde- oder Katzenbesitzer:innen zuvor noch nie Haustiere. Laut verschiedener Experten und Expertinnen machen Anfänger:innen diese drei Erziehungsfehler bei Hunden oder Katzen besonders häufig.

Fehler 1: Die Vermenschlichung der Vierbeiner

Natürlich gibt es nicht bei jedem Haustier und auch nicht bei jedem/r Halter:in die gleichen Fehler, wenn es um die Erziehung der Vierbeiner gibt. Expert:innen gehen aber davon aus, dass es drei Fehler gibt, die irgendwann jede:r schon einmal gemacht hat. Einer davon ist die Vermenschlichung deines Haustieres.

Denn das geht bei all den neuen Emotionen relativ schnell. Schließlich ist dein Hund oder deine Katze dein bester Freund. Doch du solltest dein Haustier nicht zu sehr vermenschlichen, da du sonst das Verhalten deines Tieres schnell missinterpretierst und ihm Lektionen wie lernen, allein zu sein, erschwerst.

Menschliche Emotionen auf das Tier zu übertragen, ist ein gängiger Erziehungsfehler, der zu falschen Verhaltensinterpretationen führen kann. Wenn dein Haustier dich vermeintlich schuldbewusst beim Schimpfen anschaut, zeigt es damit meistens nicht, dass es ihm leidtut, sondern dass es ‚Angst‘ und Respekt vor dir hat.

Hund und Katze
Es kann sehr schnell gehen, dass du deinen Hund oder deine Katze vermenschlichst. Allerdings ist das nicht immer gut. Foto: IMAGO Images / Westend61

Fehler 2: Ausnahmen gefährden die Erziehung

Dein Haustier hat Geburtstag und bekommt deshalb eine extra Portion Essen, die es sonst im Alltag so nicht gibt? Sicherlich ist diese Geste von dir gut gemeint, es könnte aber im schlimmsten Fall dazu führen, dass jahrelanges Training durch eine Aktion wie diese kaputtgemacht wird.

Es ist schwer genug, sich gegen den Appetit eines Hundes oder einer Katze durchzusetzen. Dein Haustier wird keine Verbindung zwischen „Geburtstag“ und „mehr Essen“ herstellen. Deshalb könnte es in den darauffolgenden Tagen passieren, dass dein Vierbeiner nach dieser zusätzlichen Mahlzeit bettelt, obwohl ihm dieses Verhalten schon längst abgewöhnt wurde.

Fehler 3: Zu wenig Beschäftigung des Tieres

Natürlich bringt die Haltung eines Haustieres viel Verantwortung und auch Zeit mit sich. Schließlich müssen Hunde mehrmals am Tag Gassi und auch Katzen möchte gerne richtig ernährt werden und beschäftigt werden. Bleibt diese Fürsorge aus, kann das zu aggressiven bis apathischen Verhalten deines Tieres führen. Bei Katzen bietet sich in der Regel ein gleichaltriger Spielgefährte oder die Möglichkeit zum Freigang an, um dem Tier ein glückliches Leben zu ermöglichen.

Dein Haustier braucht deshalb genügend körperliche und auch geistige Auslastung. Davon profitierst aber auch du selbst. Eine Studie der Uppsala Universität fand sogar heraus, dass Hundebesitzer:innen eine höhere Lebenserwartung haben als Menschen ohne Haustier, da sich diese mehr bewegen.

Frau mit Hund
Menschen, die regelmäßig mit ihrem Hund Gassi gehen, leben sogar länger, als andere Menschen. Foto: IMAGO Images / Westend61

Die richtige Balance zu finden ist das A & O in der Erziehung von Haustieren

Jede:r hat seine eigenen Kniffe und Tricks, wenn es um die Erziehung von Hunden und Katzen geht. Trotzdem sollte man gewisse Dinge beachten, die in der Allgemeinheit oft falsch gemacht werden – manchmal auch total unbewusst. Deshalb ist es wichtig, eine richtige Balance in der Erziehung zu finden, die das Beste aus deinem Haustier und dir herausholen kann.

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