Katzengras ist in vielen Haushalten mit Stubentigern ein regelrechter Renner. Immerhin sieht es nicht nur hübsch und dekorativ aus, sondern kann deiner Katze und ihrer Gesundheit auch noch in vielerlei Hinsicht helfen. Wir wissen, welche Wirkung Katzengras auf deine Samtpfoten hat und warum jede:r Katzenbesitzer:in es zu Hause haben sollte.

Was genau ist Katzengras?

Wenn du schon einmal bei Katzenbesitzer:innen zu Hause warst, wirst du vielleicht eine kleine „Wiese“ im Wohnzimmer oder Schlafzimmer entdeckt haben. Dabei handelt es sich meistens aber nicht um hübsche Deko, sondern Katzengras! Für gewöhnlich dreht es sich dabei um Sprösslinge von Getreidesorten wie Weizen, Gerste und Hafer. Die weniger scharfkantigen Gräser des Katzengrases sind deshalb auch für Freigängerkatzen besser als normale Wiesengräser.

Katzengras
Katzengras tut deiner Katze richtig gut. Foto: insonnia / getty images via canva

Die Wirkung von Katzengras: So kann es die Gesundheit deines Stubentigers unterstützen

Freigängerkatzen erwischt man immer wieder dabei, wie sie genüsslich an Grashalmen knabbern. Auch Stubentiger machen sich im Garten oder auch in der Wohnung öfters über Pflanzen her. Während die Wiesengräser aber ungefährlich für deine Katze sind, können Zimmerpflanzen mitunter regelrecht tödlich für deine Samtpfote sein!

Aufgrund dessen sollten alle Katzenbesitzer:innen ihren Katzen immer Zugang zu frischem Katzengras gewähren. Denn dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, dass deine Samtpfote an anderen Pflanzen knabbert, viel geringer. Doch was bewirkt das Katzengras denn nun eigentlich?

Die Hauptfunktion des Katzengrases besteht darin, den Würgereflex deiner Katze auszulösen. Dadurch werden verschluckte Haare in Form von Haarbällen, welche sich durch die Fellpflege deiner Katze in ihrem Magen angesammelt haben, hochgewürgt, die deiner Katze sonst im wahrsten Sinne des Wortes schwer im Magen liegen. Magenschmerzen, ein möglicher Darmverschluss oder Magen-Darm-Probleme werden also durch den Verzehr von Katzengras viel unwahrscheinlicher!

Katze sieht Katzengras an
Die Hauptwirkung von Katzengras ist das Auslösen des Würgereflexes. Foto: zannaz / shutterstock

Außerdem enthält Katzengras Folsäure, welches die Blutbildung deiner Samtpfote unterstützt. Wenn dieses wichtige Vitamin fehlt, kann deine Katze eine Blutarmut erleiden. Dein Vierbeiner weiß aber meistens selbst, wenn es ihm an diesem Vitamin fehlt und beginnt von allein an dem Katzengras zu knabbern. In diesem Fall knabbert deine Katze nur an dem Gras herum und verschluckt es nicht, wie es beim Auslösen des Würgereflexes der Fall wäre.

Nebenwirkungen von Katzengras: Auf diese Sideffects solltest du achten

Auch wenn sich das Katzengras wie ein wahr gewordener Traum anhört, birgt es einige Risiken, die es zu beachten gilt. Die größte Gefahr geht in diesem Zusammenhang von Rückständen von Pflanzenschutzmittel auf den Halmen aus. Zwar ist die Reaktion auf die Chemikalien, das Erbrechen, zumeist dieselbe wie beim natürlichem Katzengras, allerdings wird es durch Toxine ausgelöst und hat damit negative Auswirkungen auf die Gesundheit deiner Katze – bis hin zur Vergiftung.

Außerdem solltest du darauf achten, dass das Katzengras nicht besonders scharfkantig oder steif ist. Daran kann sich deine Samtpfote im schlimmsten Fall die Mäulchen-Ränder blutig knabbern oder sich Verletzungen im Rachenraum zuziehen. Zudem könnten Halme in diesem Fall im Hals stecken bleiben und zu einem Ersticken führen. Gib deiner Katze also lieber weichere Sorten wie Keimlinge aus Getreidesprösslingen.

Katze frisst Gras
Einige Grashalme können deiner Katze wehtun. Sei also vorsichtig! Foto: Khamidulin Sergey / shutterstock

Wenn du dich also genug darüber informierst, welche Katzengras-Sorte du deinem Liebling gibst, kann es deiner Katze und ihrer Gesundheit ungemein helfen! Und: Im Gegensatz zu herumliegenden Spielzeugen hat das Katzengras sogar noch eine dekorative Funktion in deinem Heim.

Noch mehr zum Thema Katzen findest du hier: