Der Fakt, dass sich Katzen und Hunde nicht vertragen, ist schon längst nicht mehr aktuell, wie uns auch Tausende Videos auf Social Media zeigen, wo große Hunde ihre kleinen Katzengeschwister beschützen. Immer wieder zeigen Menschen, dass es durchaus funktioniert, Katze und Hund zusammenzuhalten. Doch wie bei so vielem müssen auch hier bestimmte Dinge beachtet werden, vor allem in der Eingewöhnungszeit. Wir geben dir vier Tipps an die Hand, wie das Thema Katze und Hund zusammen halten von Harmonie durchzogen sein wird.

Anika ist selbst Hundemama. Foto: Anika Jany

Unsere Autorin Anika ist mit ihrem Hund Sherlock das Dream-Team schlechthin. Alle Tipps und Tricks, die Anika in ihren Artikeln gibt, sind deshalb Hunde-approved und vorher gemeinsam mit Sherlock ausprobiert worden.

Die Eingewöhnung: 4 Tipps, wie der Start mit beiden Haustieren klappt

Es ist nicht immer einfach, zwei Tiere in einem Haushalt zusammenzuführen. Egal, ob die Katze oder der Hund neu dazu kommen oder ob beide Neulinge sind – es gibt bestimmte Regeln und Dinge, die du beachten solltest, damit das Zusammenleben zwischen Mieze und WauWau funktioniert.

1. Gehe es langsam an

Du solltest die beiden Tiere nicht von Anfang an direkt bei dir zu Hause hinsetzen und erwarten, dass alles wie am Schnürchen laufen wird. Wenn beide Tiere neu sind, lass gut einen Monat Abstand zwischen der Anschaffung des ersten und zweiten Tieres. Hund und Katze müssen sich erst einmal in ihrem neuen Zuhause orientieren. Am einfachsten ist es natürlich, wenn beide zusammen aufwachsen. Ist dies aber nicht der Fall, ist Geduld die oberste Devise.

Die Zusammenführung beider Tiere sollte am besten auf einem möglichst neutralen Boden stattfinden. Ebenfalls eignen tut sich der heimische Garten, wo beide Tiere eine Zufluchtsmöglichkeit haben und sich zurückziehen können. Das Tier, welches zuerst da war, wird instinktiv sein Zuhause verteidigen wollen. Steck also nicht gleich den Kopf in den Sand, wenn sich Hund und Katze zuerst anzicken.

Frau mit Hund und Katze
Katze und Hund zusammen halten: Das geht – mit ein paar kleinen Tricks und Tipps! Foto: Victor Dyomin / getty images

2. Belohnung, Belohnung, Belohnung

Wenn es um die Eingewöhnung geht, solltest du immer Leckerlis parat haben, um deine Tiere zu loben, wenn sich diese vorbildlich verhalten. Feiere jeden kleinen Schritt. Dazu gehört auch das einfache Herauskommen aus dem eigenen Versteck, um den anderen tierischen Mitbewohner aus einer geringeren Entfernung zu beobachten.

3. Tausche die Schlafdecken der Tiere untereinander aus

Durch das gegenseitige Austauschen der Schlafdecken können sich deine Haustiere an den Geruch des jeweils anderen gewöhnen. Dadurch werden sie sich schon bald nicht mehr so territorial verhalten und können sich im wahrsten Sinne des Wortes besser riechen.

4. Versuche nichts zu erzwingen

Dein Hund und auch deine Katze brauchen Zeit, um sich an die Eigenschaften und Bedürfnisse des anderen zu gewöhnen. Hunde sind meistens voller Energie, während Katzen eher zu der ruhigen Sorte gehören. Wenn du allerdings merkst, dass es gar nicht zwischen den beiden funktioniert, solltest du nichts erzwingen – nicht immer klappt eine Freundschaft zwischen Hund und Katze.

Hund und Katze kriegen Leckerlis
Katze und Hund zusammenzuhalten ist immer ein Abenteuer. Foto: chendongshan / getty images via canva

So bleibt die Harmonie auch nach der Eingewöhnungszeit

Dein Hund hat sich an deine Katze gewöhnt und andersherum? Wunderbar! Damit hast du die Eingewöhnungszeit, auch bekannt als die schwierigste Phase, überwunden und kannst dich nun auf ein Leben mit deinen beiden Haustieren freuen. Damit es auch weiterhin harmonisch bleibt, haben wir hier noch ein paar Tipps für dich:

  • Beachte die Bedürfnisse beider Tiere. Dein Hund ist extrem wild? Dann laste ihn mit einem langen Spaziergang aus, sodass er mit deiner Katze entspannter ist.
  • Vermeide Stresssituationen, vor allem bei der Fütterung. Gibst du deinem Hund ein Leckerli, sollte deine Katze Abstand halten. Im Gegensatz sollte dein Hund aber auch deine Katze in Ruhe lassen, wenn du mit ihr spielst.
  • Biete jedem Tier seinen eigenen Rückzugsort, wo das andere Tier nicht hin kann.
  • Schenke beiden Haustieren die gleiche Aufmerksamkeit, damit sie sich nicht als Konkurrenten ansehen.

Wenn du diese Dinge beachtest, kann das Zusammenleben mit Hund und Katze harmonisch starten!

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