Der Sommer ist die Jahreszeit, auf die wir uns alle immer am meisten freuen. Monate voller Sonne, lange Tage, warme Nächte und gute Laune. Im Sommer gibt es allerdings nicht nur Positives, denn sobald die Tage wärmer werden, kommen die lästigen Mücken. Aber sind die Mücken, die wir in Deutschland haben, eigentlich ähnlich der in tropischen Ländern? Müssen wir uns fürchten, eine gefährliche Krankheit zu bekommen, wenn wir von einem Moskito gestochen werden?

Warum haben wir tropische Mücken in Deutschland?

Wir leben in Deutschland in dem Glauben, dass Stechmücken keine Gefahr für uns darstellen. Jedoch haben wir schon einige Arten von gefährlichen Stechmücken in Deutschland.

Laut einer Forschung des Londoner Imperial College, haben Wissenschaftler:innen herausgefunden, weswegen krankheitsübertragende Mücken bei uns in Europa normal geworden sind. Die Wissenschaftler:innen begründen dies durch die steigenden Temperaturen und Niederschlagsmuster. Diese Faktoren erhöhen die Zahl der Gebiete, in denen Aedes aegypti-Mücken leben.

Was sind Aedes aegypti?
Aedes aegypti ist übrigens der Fachbegriff für Gelbfiebermücken, die unter anderen Dengue-Fieber, Chikungunya, Zika-Fieber, Mayaro- und Gelbfieberviren übertragen können.

Welche Mücken sind in Deutschland?

Laut einer Pressemitteilung der ZAVA Online-Arztpraxis zählen zu den exotischen Mücken invasive Arten wie die Asiatischen Tiger- und Buschmücken. Jedoch kann auch die normale Stechmücke tropische Krankheiten übertragen. Dr. med. Ulrike Thieme von der Online-Arztpraxis ZAVA bestätigt, dass im Moment noch kein Grund zur Panik bestehen muss. „Obwohl das Risiko, von tropischen Mücken gestochen zu werden, in Deutschland zunimmt, ist die Gefahr bisher vergleichsweise gering“, sagt die Ärztin.

Diese tropischen Stechmücken gibt es bereits in Deutschland 

Folgende tropischen Stechmücken breiten sich bereits bei uns aus.

  • Asiatische Tigermücke
  • Asiatische Buschmücke
  • Koreanische Buschmücke

Laut der Pressemitteilung wurde die Asiatische Tigermücke bereits 2007 bei Bad Bellingen in Baden-Württemberg entdeckt. Mittlerweile konnten sie auch in München, Frankfurt am Main, Jena und Fürth nachgewiesen werden. In Norddeutschland kommt sie noch nicht vor.

Seit 2008 ist auch die Asiatische Buschmücke auch bei uns zu finden. Besonders im Oberrhein-Gebiet. Mittlerweile wurde diese Art bereits in fast allen Bundesländern nachgewiesen.

Die Koreanische Buschmücke wurde erstmals 2015 in Augsburg, Bayern nachgewiesen. Mittlerweile gibt es eine Population auch in Wiesbaden, Hessen.

Schau dir hier die Grafik der ZAVA Online-Arztpraxis an, in der die Orte, in denen die Mücken vertreten sind, verdeutlicht wurde.

Grafik: ZAVA Online-Arztpraxis

Welche Krankheiten werden von diesen Mücken übertragen?

Bekanntlicher weise schleppen gebietsfremde Mücken eine Reihe von Erkrankungen ein, die bei uns bisher noch nicht verbreitet sind. Wir haben uns diese Krankheiten und Symptome mal genauer angeschaut.

Die Moskitos können bekanntlich folgende Krankheiten auslösen: Den West-Nil-Virus, die japanische Enzephalitis, das Chikungunya-Fieber, das Zika-Virus, Dengue-Fieber, Malaria und Gelbfieber. Sobald sich die Symptome zu auch nur einer dieser Krankheit bekannt machen, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Wie ist also die Lage der Mücken in Deutschland?

Die Stechmücken Situation in Deutschland ist noch nicht so gefährlich, also müssen wir noch keine Angst haben.

Im Allgemeinen müssen laut Dr. med. Ulrike Thieme Mückenstiche auch generell nicht immer von einem Arzt oder einer Ärztin behandelt werden müssen, da die typischen Symptome nach einigen Tagen meist von selbst verschwinden. Wichtig ist es, sich dennoch nicht zu kratzen, damit sich die Einstichstelle nicht entzündet. Um den Juckreiz zu lindern, können diese zum Beispiel mit einem Eiswürfel gekühlt werden.

„Bei weiteren Symptomen, wie plötzlich auftretendes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gelenk-, Muskel- und Gliederschmerzen, Durchfall oder Schüttelfrost, muss der Arzt aufgesucht werden“, erklärt die Ärztin. Zusätzlich fügt die Dr. Thieme hinzu, dass man auf jeden Fall zu einem Arzt soll, wenn man in einem tropischen Gebiet war.

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