Heutzutage gibt es immer mehr Arbeitgeber:innen und Arbeitsplätze, die es erlauben, dass man seinen Hund mit ins Büro nehmen darf. Das ist für viele Hunderhalter:innen Luxus pur, denn der kleine Schatz muss nicht den ganzen Tag zu Hause bleiben und kann auch noch der Arbeitsumgebung guttun. Allerdings musst du einige Dinge trainieren, bevor dein Hund im Büro sein darf. Wir zeigen dir, wie du aus deinem Vierbeiner einen Büro-Hund zaubern kannst!

So kann ein Hund im Büro die Arbeitsatmosphäre beeinflussen

Bevor wir dir erklären, was dein Hund alles können und mitbringen muss, um sich im Büro beliebt zu machen, wollen wir dir nicht die guten Argumente vorenthalten, die ein Bürohund mit sich bringt. Denn nicht nur dich kann die Anwesenheit deines Vierbeiners glücklich machen, sondern auch deine Kolleg:innen!

  • Die Anwesenheit eines Hundes wirkt beruhigend und kann nachweislich für Entspannung und weniger Stress im Arbeitsalltag sorgen.
  • Der Vierbeiner trägt nachweislich zu einem guten Betriebsklima bei, sorgt für Harmonie, gute Laune und gemeinsamen Gesprächsstoff.
  • Das Streicheln des Hundes setzt Oxytocin, auch bekannt als Glückshormone, frei. Das hilft den Mitarbeitenden beim Entspannen und anschließendem produktivem und konzentriertem Weiterarbeiten.
Hund im Büro
Ein Hund im Büro kann für ein besseres Arbeitsklima sorgen. Foto: mediaphotos / getty images via canva

Eine Studie der Universität Buffalo fand außerdem heraus, dass das Risiko und die damit verbundenen Kosten für berufs- oder stressbedingte Erkrankungen durch einen Bürohund reduziert werden. Ein Win-Win für alle also!

Welcher Hund ist für das Büro geeignet?

An sich kannst du jede Rasse zu einem Bürohund machen. Das Tier muss allerdings gesund, geimpft und versichert sein. Außerdem ist eine weitere Voraussetzung, dass dein Vierbeiner gut mit Menschen und auch anderen Hunden umgehen kann und in diesem Zusammenhang ein freundliches Wesen hat. Zusätzlich gilt es, dass dein Hund dir aufs Wort gehorcht.

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Welche Voraussetzungen sollte der Arbeitsplatz erfüllen?

Nicht nur dein Hund muss sich auf die neue Umgebung einstellen, auch dein Arbeitsplatz muss für deinen Vierbeiner vorbereitet sein. Es sollte im Büro also genügend Platz für deinen Hund geben, der auch einen Rückzugsort beinhaltet. Das kann eine Decke oder ein Körbchen bei deinem Schreibtisch sein oder auch eine Hundebox, in der sich dein Vierbeiner zurückziehen kann.

Falls dein Hund auf der Arbeit Futter bekommen soll, wäre es ideal, einen Ort zu wählen, der nicht immer wieder wechselt, sodass dein Fellfreund einen festen Platz zum Einnehmen seiner Mahlzeiten hat. Das Büro sollte außerdem gut zu lüften sein, sodass es im Sommer nicht zu heiß wird.

Hund liegt im Büro
Feste Rückzugsorte sind wichtig für deinen Hund im Büro. Foto: Barbara Brady-Smith / getty images

Was muss mein Hund im Büro können?

Nachdem die ‚äußeren‘ Einflüsse und Voraussetzungen nun geklärt sind, ist es an der Zeit, deinen Hund für seinen neuen Büroalltag zu ‚trainieren‘. Dein Vierbeiner sollte im besten Fall nicht mehr ein Welpe oder Junghund sein. Dadurch sollte er schon den Grundgehorsam beherrschen und vor allem gut sozialisiert sein.

Er muss Menschen uneingeschränkt freundlich begegnen und sollte kein territoriales Verhalten zeigen. Außerdem muss dein Hund akzeptieren können, dass er eine Zeit lang mal nicht im Mittelpunkt steht. Schließlich musst du arbeiten oder der Hund auch mal bei einem Kundenmeeting allein im Büro bleiben.

Hilfreich wäre es daher, dass dein Hund noch eine weitere Bezugsperson im Büro bekommt, sodass sich jemand anderes bei deiner Abwesenheit problemlos um deinen Vierbeiner kümmern kann.

Was ist, wenn mein Hund im Büro Langweile bekommt?

Klar: Irgendwann bekommt auch mal der gehorsamste Hund Langeweile, wenn er den ganzen Tag nur in seinem Körbchen sitzen soll. Gib ihm also ab und zu kleine Aufgaben. Du kannst ein Intelligenzspielzeug für ihn mitnehmen oder ihm auftragen, die alten Dokumente in Form von Papierkugeln in den Mülleimer zu räumen. Auch Botengänge zu Kolleg:innen lassen das Herz deines Hundes höherschlagen.

Frau mit Hund
Schicke deinen Hund gerne für Kuscheleinheiten zu anderen Kolleg:innen! Foto: AleksandarNakic / getty images

Wie gewöhne ich meinen Hund an den Büroalltag?

Wenn du mit deinem Hund kleine Tricks für den Büroalltag geübt hast und sein Verhalten einwandfrei ist, solltest du dir etwas Zeit nehmen, um deinen Hund an den Büroalltag zu gewöhnen. Schließlich ist all das neu und aufregend für ihn!

Gebe deinem Hund und auch deinen Kolleg:innen deshalb Zeit, sich langsam aneinander zu gewöhnen und bringe ihn zu Beginn nur ein paar Stunden mit ins Büro. Nach und nach kannst du dann die Stundenzahl erhöhen. Achte nur darauf, dass du nicht den Auslauf und das Gassi gehen mit deinem Hund vernachlässigst! So kannst du ihn sicherlich schon bald den ganzen Tag mit dir ins Büro bringen.

Der Hund im Büro: Eine Bereicherung für alle Parteien

Ein Bürohund ist in vielen Aspekten eine Bereicherung. Du hast deinen Liebling immer an deiner Seite, dein Vierbeiner ist nicht den ganzen Tag alleine und die meisten Kolleg:innen freuen sich auch über den tierischen Besuch. Versuche den Mitarbeiter:innen deshalb auch immer das Gefühl zu geben, dass ihr alle für das Wohlergehen deines Hundes zuständig seid. Das schafft gegenseitiges Vertrauen!

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