Die Zeit rund um den ersten Januar bringt nicht nur Neujahrsvorsätze, sondern auch neue Regelungen. Von diesen sind auch Hunde und ihre Halter:innen nicht ausgeschlossen. Welches neue Hundegesetz es 2022 gibt und worauf du jetzt achten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Neues Gassi-Gesetz stellt sicher, dass alle Hunde genügend Auslauf bekommen

Viele Menschen räumen ihrem Vierbeiner absolute Priorität ein und würden alles für ihren besten Freund tun. Doch in manchen Haushalten kommen Hunde leider zu kurz und werden regelrecht vernachlässigt. Damit diese Vernachlässigung etwas eingedämmt wird, hat die Bundesregierung die Tierschutz-Hundeverordnung angepasst.

Diese Regelung betrifft nicht nur Hundehalter:innen, sondern auch Züchter:innen. Das neue Hundegesetz bezieht sich vor allem auf den Auslauf, den ein jeder Hund braucht. So besagt der Paragraf zwei namens „Allgemeine Anforderung an das Halten“, dass jeder Hund in Deutschland ausreichend Auslauf im Freien „außerhalb eines Zwingers“ haben muss und dass sich Hundehalter:innen täglich aktiv mit ihrem Tier beschäftigen müssen.

Hund beim Spielen
Laut dem neuen Hundegesetz musst du deinem Hund genug Auslaufzeit einräumen. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Das besagt das neue Hundegesetz bezüglich des Auslaufs der Tiere

Wörtlich heißt es in dem Gesetzesentwurf: „Einem Hund ist nach Maßgabe des Satzes 3 [1] ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren, [2] mehrmals täglich in ausreichender Dauer Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren“.

Eine genaue Zeitangabe für die Länge der Spaziergänge ist hierbei nicht angegeben. Jedoch solltest du deinem Hund die Möglichkeit geben, sich zu entleeren und auch Kontakt zu anderen Artgenossen aufzunehmen – denn auch dazu gibt es einen neuen Absatz im Hundegesetz.

Hierzu heißt es im gleichen Paragraf wie folgt: „Einem Hund ist nach Maßgabe des Satzes 3 […] regelmäßig der Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen, es sei denn, dies ist im Einzelfall aus gesundheitlichen Gründen oder aus Gründen der Unverträglichkeit zum Schutz des Hundes oder seiner Artgenossen nicht möglich.“

Die neuen Regelungen gehen auf die ehemalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zurück, die im August gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte, dass Haustiere keine Kuscheltiere sind und ihre Bedürfnisse definitiv berücksichtigt werden müssen.

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