Dieses Jahr wird es zu Silvester zwar nicht so viel Feuerwerk geben, wie es in den letzten Jahren so üblich war, dennoch gibt es noch so einige andere Silvester-Bräuche, mit denen wir das Jahresende zelebrieren können. Warum diese Rituale echte Silvester-Glücksbringer sind und woher sie ursprünglich stammen, erfährst du in diesem Artikel.

Diese 4 Rituale sind Glücksbringer zu Silvester

Andere Länder, andere Sitten: In jedem Land gibt es viele unterschiedliche Traditionen zu Silvester. Während in Italien das Tragen von roter Unterwäsche in der Silvesternacht Glück bringen soll, setzt man in Brasilien auf ganz weiße Kleidung. In Portugal hält man um Mitternacht eine Münze in der Hand und in Dänemark wird altes Geschirr in der Silvesternacht zertrümmert.

All diese Rituale sollen Glück für das kommende Jahr bringen. Doch wie ist das eigentlich hier in Deutschland? Auch hierzulande gibt das ein oder andere Silvester-Ritual, das als Glücksbringer für das bevorstehende Jahr fungieren soll. Wir haben vier dieser Traditionen mal etwas genauer unter die Lupe genommen und zeigen dir, woher sie stammen und warum sie Glück bringen:

Silvester
Feuerwerk ist zwar in diesem Jahr verboten, jedoch dürfen wir Wunderkerzen nach wie vor anzünden. Foto: FreshSplash/ Getty Images via Canva.com

1. Feuerwerk & Wunderkerzen

Heutzutage kann man sich ein Silvester ohne Feuerwerk wohl nur noch schwer vorstellen. Auch wenn dieses Jahr kein Feuerwerk verkauft wird, so gibt es wenigstens Wunderkerzen, mit denen wir etwas Licht in die dunkle Jahreszeit bringen können. Doch woher kommt diese Tradition überhaupt?

Die Tradition kommt ursprünglich aus dem Mittelalter. Hier hat man zum Beispiel mit Trommeln, Töpfen, Trompeten oder Rasseln laute Geräusche erzeugt, um damit böse Geister und Dämonen zu vertreiben und somit auch kein Pech mit ins neue Jahr zu nehmen. Das erste Feuerwerk soll jedoch aus China stammen. Hier wurde das Feuerwerk zu Beginn des 12. Jahrhunderts zu einem Brauch, der bis heute anhält.

2. Glückwünsche um Mitternacht

„Guten Rutsch“ wünscht man sich hierzulande in den Tagen und Stunden vor dem Jahreswechsel. Doch warum wünscht man sich eigentlich einen guten Rutsch ins neue Jahr? Bei dem Ausdruck „Guten Rutsch“ bezieht man sich auf das hebräische Wort „rosch“. Das bedeutet übersetzt etwa so viel wie „Anfang“. Wünscht dir jemand also einen „Guten Rutsch“ meint die Person damit eben nicht nur einen gelungenen Übergang in das neue Jahr, sondern auch einen schönen Start für das neue Jahr.

Außerdem taucht dieser Spruch oft in Kombination mit einem weiteren Neujahrswunsch und Anstoßspruch auf: „Prosit Neujahr!“ Das Wort „prosit“ wurde dabei aus dem Lateinischen übernommen und bedeutet soviel wie „Lass es dir gelingen“. So wünscht man sich auch mit diesem Ausdruck ein gelungenes neues Jahr voller Glück und Erfolg.

Schornsteinfeger
Der Schornsteinfeger zählt als der ultimative Glücksbringer für Silvester und das neue Jahr. Foto: imago/Lars Reimann

3. Kleine Glücksbringer

Jedes Jahr gibt es zu Silvester aber auch einige kleine Glücksbringer. Traditionell soll dabei vor allem der Schornsteinfeger viel Glück für das neue Jahr bringen. Die Tradition kommt aus Zeiten, in denen ein Kamin für die meisten Menschen überlebenswichtig war.

Heutzutage gibt es aber auch kleine Schweinchen, Hufeisen, Marienkäfer, Glückspilze und auch vierblättrige Kleeblätter, die an Silvester ebenfalls als Glücksbringer zählen. All diese Glücksbringer sind in zahlreichen Ausführungen erhältlich. Am häufigsten sind dabei kleine Anhänger, Magnete, „Stelldichhins“ oder auch Glücksbringer in Form von Schokolade.

4. Blei- & Wachsgießen

Ursprünglich stammt die Tradition des Bleigießens aus der Zeit der Germanen und Römer. Seit 2018 dürfen Produkte, die mehr als 0,3 Prozent Blei enthalten, in der EU nicht mehr verkauft werden. Bleigießen ist seitdem also auch verboten. Stattdessen gibt es jetzt Wachsgießen.

Das funktioniert genauso wie die Alternative mit Blei: Man erhitzt das Wachs mit einem Teelöffel über einer Kerze und gießt es anschließend in einen Behälter mit kaltem Wasser. Dort kühlt das Wachs ab und ergibt eine bestimmte Form. Je nachdem, welcher Form das Wachsgebilde jetzt ähnlichsieht, hat man entweder Glück, Erfolg. Liebe oder nichts von alledem im neuen Jahr.

Fazit: Glücksbringer an Silvester sind eine lang bewährte Tradition

Viele der Glücksbringer-Rituale zu Silvester haben ihren Ursprung in der weit entfernten Vergangenheit. Dennoch haben sich viele davon bis heute bewährt und sich somit in echte Bräuche verwandelt. Ob diese Bräuche wirklich Glück bringen, muss jedoch jede:r für sich selbst herausfinden.

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