Weihnachten steht vor der Tür und damit auch jede Menge Hektik, Musik, Lichterketten und Gäste, die durch die Wohnung oder das Haus trampeln. Da liegt die Vermutung nahe, dass sich Katzen an Weihnachten schnell noch gestresster als ihre Besitzer:innen fühlen. Wir geben dir Tipps, damit es deinem Schützling nicht zu viel wird.

Katze & Weihnachten: Eine explosive Mischung

Wenige Tage vor Weihnachten herrscht in vielen Haushalten die pure Hektik. Geschenke müssen verpackt, das Essen vorbereitet und der Baum geschmückt werden. Katzen nehmen wahr, wenn ihre Menschen gestresst sind. Gerade sensible Tiere lassen sich davon gern anstecken und verhalten sich unruhig bis ängstlich.

Aber auch für stressresistente Katzen kann Weihnachten zur Gefahrenquelle werden. Herumliegende Geschenkbänder, verführerische Lichterketten und jede Menge Kerzen können schon mal zu kleinen bis großen Unglücken führen. Vom Weihnachtsbaum, dem Albtraum eines jeden Katzenbesitzers, ganz zu schweigen. Besser, man ist vorbereitet auf diese durchaus explosive Mischung aus Katze und Weihnachten.

Wusstest du, dass Tannennadeln ätherische Öle enthalten, die für Katzen giftig sind? Credit: Getty Images/oxygen

So bereitest du Weihnachten mit Katze(n) vor

Einige simple, aber wertvolle Tipps helfen dir, deine Katze an Weihnachten weder zu viel Stress noch großen Gefahren auszusetzen.

Sichere Verstecke schaffen

Wenn der Trubel zu groß wird und die Weihnachtsgäste zu viele, braucht deine Katze einen Rückzugsort. Freiläufer können sich nach draußen verziehen, aber Wohnungskatzen sollten einen Ort angeboten bekommen, an dem sie vor den ungewohnten Geräuschen, Gerüchen und anderen Reizen geschützt sind. Bereite einen gemütlichen Schlafplatz in einem Zimmer vor, das während der Feier nicht genutzt wird – zum Beispiel das Schlafzimmer. Der Schlafplatz sollte eine richtige Höhle sein, nicht nur eine Decke auf dem Boden. Hat dein Kratzbaum eine solche Höhle, kannst du ihn in das Zimmer stellen.

Auch Futter und Katzenklo können für den Abend in die Nähe gestellt werden. Das bietet sich gerade bei sehr ängstlichen Katzen an Weihnachten an. Für die eignen sich auch spezielle Duftzerstäuber für die Steckdose. Einige Tage vor dem Fest installiert, entfalten die synthetisch nachempfundene Pheromone ihre beruhigende Wirkung pünktlich zum großen Trubel.

Der ruhigste Raum der Wohnung sollte am Festtag der Rückzugsort für deine Katze sein. Credit: Pexels/ Sasha Kim

Besondere Vorsicht bei Kerzen

Kerzen sind mit ihrem Flackern natürlich sehr spannend für Katzen aber auch gefährlich. Kerzen sollten wegen der Verbrennungs- und Brandgefahr immer außer Reichweite von Katzen aufgestellt werden. Den Adventskranz kannst du zum Beispiel an der Decke befestigt über dem Esstisch aufhängen, statt ihn darauf zu stellen. Außer du hast deine Katze so gut erzogen, dass sie sowieso nicht auf Tische springt (in diesem Fall schreibe mir bitte, wie du das geschafft hast!)

Weihnachtsbaum und -schmuck katzensicher machen

Ein umgefallener Weihnachtsbaum gehört bei Katzenbesitzer:innen fast so sicher zum Heiligen Fest wie das Amen in der Kirche. Denn an diesem den Deutschen liebsten Weihnachtsaccessoire finden sich unzählige Faszinosa für Katzen: Lichterkette, Lametta, kleine Kügelchen… Außerdem enthalten die Nadeln ätherische Öle, die für Katzen giftig sind. Unbeaufsichtigt sollten Katze und Baum daher sowieso nie sein. Sicherheitshalber sollte er aber in einem Ständer mit Kindersicherung aufgestellt und zusätzlich mit einer Schnur an der Wand gesichert werden.

Damit nichts Schlimmes passiert, sollte der Baum tatsächlich umfallen, ist von echten Kerzen am Baum in jedem Fall abzusehen. Auch Christbaumschmuck, der zerbrechen kann, stellt eine Gefahr für Vier- und Zweibeiner im Haushalt dar. Besser greifst du auf natürlichen Baumschmuck aus Holz oder Stroh zurück – ist eh umweltfreundlicher.

Kalkuliere immer ein, dass deine Katze Lichterketten als Beute versteht. Credit: Pexels/ Helena Lopes

Wenn du eine Lichterkette im Baum hast, achte darauf, dass diese im oberen Teil des Baumes und eng anliegend an den Zweigen angebracht ist. Herunterhängende Kabel sind wie ein Geschenk für deine Katze zu Weihnachten; achte also darauf, das alles fest und sicher sitzt.

Die nächste Deko-Gefahr ist nicht nur längst aus der Mode, sondern potenziell tödlich für deine Katze: Lametta. Die meisten Katzen lieben Flitterkram und werden kaum von einem Lametta-geschmückten Baum Abstand nehmen. Neben der Strangulationsgefahr ist das darauf Herumkauen ein echtes Problem. Denn das Verschlucken von Lametta kann zu einem Darmverschluss führen und der wiederum zum Tod. Also verzichte in jedem Fall auf Lametta.

Süßes & Weihnachtsessen

Hast du eine kleine Naschkatze zuhause, im wahrsten Sinne des Wortes? Dann ist zur Weihnachtszeit besondere Vorsicht geboten. Schokolade ist hochgiftig für Katzen, auch in kleinen Mengen. Deshalb gehört sie in den Schrank oder in deinen Mund.

Auch Alkohol ist sehr giftig für Katzen. Am Festabend wird gern mal das ein oder andere Glas aus versehen umgestoßen. Verschütteten Alkohol solltest du immer sofort und gründlich wegwischen. Auch unbeaufsichtigte Gläser eignen sich nicht bei neugierigen Katzen an Weihnachten.

Weniger giftig, aber nur schwer verdaulich sind Milchprodukte. Ebenso mariniertes Fleisch und allerlei Soßen. Außerdem solltest du deine Katze an Weihnachten von Weintrauben, Zwiebeln, Knoblauch und Rosinen fernhalten, denn auch diese sind giftig für Katzen. Nicht nur der Katze zuliebe, sondern auch deinen Gästen, solltest du das Festtagsessen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Lass deine Katze Weihnachten nicht allein, sondern kümmere dich darum, dass sie versorgt wird. Credit: Getty Images/ Marko Klaric / EyeEm

Katze an Weihnachten allein daheim?

Vielleicht hast du gar nicht vor, Weihnachten bei dir zuhause zu feiern. Verbringst du nur Heilig Abend woanders, reicht es, die Wohnung lichterketten- und lamettafrei zu hinterlassen und zur Feier des Tages eine extra Portion vom Lieblingsfutter bereitzustellen.

Fährst du allerdings mehrere Tage weg, sorge bitte dafür, dass sich jemand um deine Katze an Weihnachten kümmert. Wenn sie gut mit Veränderungen klar kommt, gebe sie zu Freunden, zu Kattensittern, die die Betreuung bei sich zuhause anbieten oder in eine Katzenpension. Ist das nicht möglich, engagiere einen Catsitter, der mindestens zwei Mal am Tag zu dir kommt und sich etwas Zeit zum Spielen und Schmusen nimmt. Schließlich sollst nicht nur du eine schöne Zeit haben, sondern auch dein Schützling.

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