Die Adventszeit ist gespickt von Weihnachtsbräuchen und absurden Traditionen, die wir irgendwie trotzdem als wichtig erachten. Hast du beispielsweise eine Ahnung, warum wir einen Adventskranz oder einen Adventskalender zuhause haben? Und die Bedeutung von Lametta, Weihnachtsbäumen und Weihnachtsmärkten ist den meisten bei uns nicht einmal bewusst.

Doch es gibt eine Tradition, die so bizarr ist, dass sie eher nach einem Witz klingt. Doch das ist sie nicht: Das walisische Mari Lwyd ist ein Fest, bei dem es um tote Pferde und einige ungeklärte Rätsel geht.

Absurder Weihnachtsbrauch mit hohem Gruselfaktor

Der Tag des Mari Lwyd fällt meist in die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. An diesem Tag gibt es einen Umzug durch die Stadt. Eine Person zieht sich ein Pferdekostüm über – ein totes Pferd, um genau zu sein. So verkleidet geht der Umzug von Haus zu Haus und von Tür zu Tür. Ein Weihnachtsbrauch oder eine Halloween-Tradition?

Die Grey Mare ist der bizarrste Weihnachtsbrauch überhaupt?

So sieht das Mari Lwyd aus

Das Mari Lwyd ist ein Schimmel, ein hellgraues oder weißes Pferd. Um dieses Pferd nachzustellen, haben sich die Menschen in Wales eine verrückte Verkleidung ausgedacht: Sie hämngen sich ein weißes Bettlaken um und setzen den knochigen Kopf eines toten Pferdes auf eine Stange. Die Mähne und der Schweif des Pferdes bestehen aus Luftschlangen, Efeu und Stechpalme.

Auch Hartgesottene würden sagen, dass dieses Ding ziemlich gruselig aussieht, wenn man ihm auf der dunklen Dorfstraße über den Weg läuft.

Die gruselige Bedeutung von Mari Lwyd

Mari Lwyd wird direkt übersetzt mit „Grey Mary“ oder auch „Graue Maria“. Zurückzuführen ist die Tradition des Pferdes auf die keltische und britische Mythologie. Ihnen wird nachgesagt, dass sie in die Unterwelt übertreten können.

Es gibt aber auch die Legenden, die die Graue Maria mit der Weihnachtsgeschichte zusammenbringen. Der Legende nach soll eine hellgraue Stute aus dem Stall verbannt worden sein, in dem Jesus geboren wurde. Mit Maria, Josef und dem Baby war einfach nicht genug Platz für das schwangere Pferd. Die Stute zog also einige Tage durch das Land, um schließlich ihr Fohlen zu gebären. Ob und wann Mari Lwyd gestorben sein soll, ist nicht genau überliefert. Allerdings schwingt bei der Geschichte des toten Pferdes immer ein gewisser Gruselfaktor mit.

Heute wird Mari Lwyd noch immer in traditionellen Dörfern von Wales zwischen den Weihnachtstagen und den heiligen drei Königen aufgeführt. Es gibt aber auch zalhreiche Theaterspiele, die sich mit diesem Brauch beschäftigen.

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