Am 14. Februar ist Valentinstag. Zeit also, dein Wissen rund um den Tag der Liebe aufzufrischen! Wir haben fünf Mythen rund um die Bedeutung des Valentinstags gesammelt und verraten dir, welche davon wahr und welche absoluter Humbug sind. Ob du bereits alle Fakten kennst?

Die wahre Bedeutung des Valentinstags

Geht es um Liebe, um Geschenke oder doch um etwas ganz anderes? Unsere fünf Mythen rund um die Bedeutung des Valentinstags geben dir spannende Einblicke zur Geschichte eines Tages, der zahlreiche Bedeutungswandel hinter sich hat…

Paar Blumen
Der Verdacht, der Valentinstag wäre von Blumen- und Pralinenhersteller:innen erfunden, läuft ins Leere. Den Tag gibt es nämlich bereits seit dem 300 Jahrhundert.(Photo: Getty Images/ Thomas Barwick)

Mythos 1: Blumenhändler:innen haben den Valentinstag erfunden

Es stimmt schon, dass die Geschäfte der Blumenhändler:innen rund um den Valentinstag boomen. Immerhin setzten sie allein an diesem Tag rund 120-130 Millionen Euro um, was dem doppelten Umsatz im Vergleich zu normalen Tagen entspricht. Weltweit werden dabei etwa 50 Millionen Rosen verschenkt, wobei 73 % von Männern gekauft werden.

Nur weil Blumenhändler:innen den Valentinstag clever für sich zu nutzen wissen, heißt das jedoch nicht, dass sie den Tag erfunden haben. Der geht nämlich auf die Figur des Heiligen Valentinus zurück, der bereits im Jahr 300 nach Christus lebte

Mythos 2: Der Heilige Valentin von Rom ist Namensgeber des Valentinstags

Auf der Suche nach der Bedeutung des Valentinstags stößt man immer wieder auf den Namen des Heiligen Valentin. Der Legende nach soll der Tag der Liebenden seinetwegen eingeführt worden sein. Doch wer war der Heilige Valentin überhaupt? 

In dieser Heiligengestalt laufen gleich mehrere Valentins zusammen, die in etwa zur gleichen Zeit lebten. Es wird jedoch angenommen, dass es sich beim Namensgeber des Valentinstags um den Heiligen Valentin von Rom bzw. Valentin von Terni handeln muss. 

Der Heilige Valentin von Rom
Die Gebeine des Schutzpatrons der Liebenden liegt in der Basilika von Santa Maria in Rom.(Photo: Getty Images/ powerofforever)

Er gilt allgemein als Schutzpatron der Liebenden, weil er Liebespaare nach christlichem Ritus traute –trotz der Christenverfolgung im Römischen Reich. Vor allem Soldaten soll er zu dieser Zeit getraut haben, denen es verboten war zu heiraten. Diese Ehen sollen der Überlieferung nach besonders gesegnet gewesen sein.

Kaiser Claudius II. verurteilte Valentin dafür am 14. Februar 269 zum Tod unter dem Schafott. Erst im Jahr 469 führte Papst Gelasius I. den Gedenktag für den heiligen Valentin ein. Zum Tag der Liebe wurde der Valentinstag erst 1950 durch in Deutschland stationierte US-Soldaten, die den Brauch aus ihrer Heimat mitbrachten und den ersten Valentinsball in Nürnberg steigen ließen. 

Mythos 3: Der 14. Februar war immer schon ein Tag der Liebe

Da wir nun bereits wissen, dass am 14. Februar der Schutzpatron der Liebenden geköpft wurde und der Valentinstag ursprünglich sein Gedenktag war, vergeht uns ohnehin die Liebesstimmung. Doch auch darüber hinaus wurde der 14. Februar nicht nur als Tag der Liebe gefeiert. Vielmehr wurde er im Mittelalter sogar als Unglückstag gefürchtet.

Denn an diesem Datum soll Judas Ischarot, der Verräter Jesu geboren worden sein. Jeder, der an diesem Tag zur Welt kam, vom Menschen bis zum Kalb, sollte ein von Unglück verfolgtes Leben haben. Tiere mit diesem Geburtstag wurden daher beispielsweise nicht zur Zucht eingesetzt

Donnerte es am 14. Februar, sollten dem Aberglauben nach viele Menschen sterben, vor allem in der betuchten Bevölkerung. Somit wurde der 14. Februar zu einem weiteren Freitag, der 13.

Paar, Treppe, Blumen
Blumen zu schenken, hat lange Tradition am Valentinstag. Der Legende nach soll Valentin von Rom seinen Traupaaren auch Blumen überreicht haben.(Photo: Luis Alvarez/ Gettyimages)

Gleichzeitig wird aber auch überliefert, dass der Valentinstag im Mittelalter bereits auch mit Liebe und Heirat in Verbindung gebracht wurde. Es hieß, dass eine junge Frau den Mann heiraten würde, den sie am Valentinstag als Erstes sieht. Viele Männer machten den Frauen daher den Hof und brachten bereits in den frühen Morgenstunden Blumen.

Mythos 4: Der Valentinstag wird überall auf der Welt gleich gefeiert

Die Bedeutung des Valentinstags mag heute überall auf der Welt die Gleiche sein. Dennoch wird er überall etwas anders gefeiert!

Deutschland: Blumen, Süßigkeiten, Pralinen, Schmuck, Parfüm und Valentinskarten. Hierzulande wird der Valentinstag zu einer der wichtigsten Einnahmequellen für den Handel. Laut dem Institut für Handelsforschung planen so rund 16,8 % der Verbraucher:innen, gezielt für diesen Tag einzukaufen. 

Italien: Ein beliebter Brauch in Italien zum Valentinstag ist, Liebesschlösser an Brücken anzubringen und den Schlüssel ins Wasser zu werfen, um sich die ewige Liebe zu versprechen.

Japan: Hier gehen die Frauen leer aus, da sie allein ihren männlichen Partnern, Freunden und Kollegen dunkle Schokolade schenken. Der Wermutstropfen? Einen Monat später bekommen sie weiße Schokolade geschenkt.

Schweden: Im Norden schenkt man sich besonders gerne roten Weingummi in Herzform, denn hier wird der Tag übersetzt Tag aller Herzen genannt.

Mythos 5: Der Valentinstag wird weltweit geschätzt

Was könnte man schon an einem Tag auszusetzen haben, der die Liebe feiert? Tatsächlich gibt es aber Länder, in denen der Valentinstag verboten ist. So steht der Tag in Saudi-Arabien beispielsweise nach islamischem Recht auf der Verbotsliste und rote Rosen werden Tage vor dem Valentinstag nicht verkauft.

Auch in Thailand ist der Tag verboten. Hier sind Zärtlichkeiten strafbar, was viele Jugendliche dennoch nicht davon abhält, die Liebe zu feiern. So gibt es zum Beispiel in Bangkok am 14. Februar eine Ausgangssperre ab 22 Uhr für Minderjährige.

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Du möchtest wissen wie wir zum Thema Valentinstag stehen? Im Podcast sprechen Mona & Lisa über ihre bisherigen Valentinstage.

Die Bedeutung des Valentinstags hat sich gewandelt

Und? Kanntest du bereits alle Fakten rund um die Bedeutung des Valentinstags? So fest es heute auch in unserem Denken verankert ist, dass dieser Tag der Liebe und dem Kommerz frönen soll, war das nicht immer der Fall – und so gibt es bis heute Unterschiede auf der Welt, ob und wie der Tag zelebriert wird. 

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