Die Infektionszahlen gehen wieder nach oben: Derzeit sind wir bei eine 7-Tages-Inzidenz von 154 (02.11.2021). Bisher haben sich 33 % der Menschen noch immer nicht impfen lassen. Gleichzeitig sollen die Impfzentren laut Jens Spahn wieder geöffnet werden, so Jens Spahn. Denn nun sollen auch noch die sogenannten Booster-Impfungen kommen, die wichtig sind, um die vierte Welle zu brechen. Was passiert denn nun in den Supermärkten? Wird es eine 2G oder ein 3G-Regel geben? Beide Optionen haben so ihre Tücken, wie wir dir zeigen werden.

Die Regeln der Supermärkte im Herbst 2021

Das Jahr 2021 droht nicht viel besser zu werden als das Jahr 2020 – coronamäßig jedenfalls. Überall steigen die Zahlen und dennoch sträuben sich viele Menschen noch immer, sich impfen zu lassen. Das führt zu immer lauter werdenden Stimmen, die 2G-Regel oder die 3G-Regel auch in den Supermärkten einzuführen. Sollte es in Deutschland zukünftig Kontrollen an den Eingängen zu den Märkten geben, würde es wahrscheinlich wieder zu langen Schlangen kommen.

Die Corona-Regeln in den Supermärkten schienen lange Zeit nicht mehr zu gelten – Im Sommer konnten wir wieder ohne einen Einkaufskorb oder einen Einkaufswagen einkaufen gehen, doch diese Privilegien werden uns nach und nach mit steigenden Coronazahlen wieder genommen. Wir zeigen, was derzeit möglich ist und wie man den Schlangen vor den Filialen vielleicht noch umgehen kann.

Jetzt kommt es dicke für den Einzelhandel! Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel haben nicht nur beschlossen, den Lockdwon light bis zum 20. Dezember zu verlängern. Sie haben zusätzlich noch härtere Corona-Regeln für Supermärkte, Einkaufszentren, Kaufhäuser und andere zahlreiche Händler verhängt. Das dürfte uns nicht nur viele Nerven kosten, sondern könnte auch auf Kosten der Gesundheit gehen, warnt der Einzelhandelsverband. 

Im Supermarkt könnte es bald wieder zu richtig langen Schlangen kommen.

Lange Schlangen vor den Supermärkten: Das droht uns

2G und 3G – das ist derzeit der Ausweg aus Corona, mit dem sich die Regierung am ehesten anfreunden kann. Getestet, Geimpft oder Genesen bzw. Geimpft oder Genesen: Das sind die beiden Optionen, die in den Supermärkten Deutschlands möglich werden. Dass dieses System riesige Probleme birgen, ist den meisten Menschen klar.

Die Probleme bei 3G:

Sollte die 3G-Regel wirklich in den Supermärkten Deutschlands durchgesetzt werden, müsste es aktive Kontrollen vor den Märkten geben. Das führte zu langen Schlangen, denn niemand kann einfach in den Markt mehr gehen.

Ein weiteres Problem ist nur sehr schwer zu umgehen. Diejenigen, die sich nicht haben impfen lassen, müssen ein negatives Testergebnis vorzeigen, das nicht älter als 24 Stunden ist. Doch die Tests sind seit Beginn dieses Monats nicht mehr kostenlos. Gerade die einkommensschwächeren Menschen in Deutschland hätten demnach ein Problem, sich oft testen zu lassen.

Die Probleme bei 2G:

Eine 2G-Regel birgt noch härtere Probleme. Wie bei 3G müsste es ebenfalls Kontrollen an den Eingängen der Supermärkte geben. Das führt ebenfalls zu langen Schlangen. So sagt es jedenfalls der Handelsverband Deutschland (HDE).

Es kommt aber erschwerend hinzu, dass in diesem Szenario gut 33 % der Deutschen nicht mehr einkaufen gehen dürften. Derzeit sind nämlich dem Impfdashboard von Deutschland zufolge gut 67 % der Deutschen geimpft. Diese Menschen müssten ihre Einkäufe über Bestellungen erledigen, was ein riesiger logistischer Aufwand wäre.

Die guten Seiten von 2G:

2G wurde bereits in vielen Bars und Kneipen Deutschlands ausgerollt. Eine gute Sache fällt jedem Menschen auf, der bereits davon profitiert hat: Die Masken fallen weg. Die allgemeine Maskenpflicht besteht seit dem Jahr 2020 in den Supermärkten, doch so richtig gewöhnt haben sich daran nur die wenigsten. 2G in den Supermärkten einzuführen würde bedeuten, dass die Menschen wahrscheinlich viel mehr Muße bei ihren Einkäufen mitbringen und das Einkaufen wieder mehr genießen.

Netto mit hartem Statement gegen neue Regelungen

Netto ist eine der größten Supermarktketten Deutschlands. Der Discounter ließ kürzlich zu einem Statement verlauten, in dem er sich gegen 2G in den Filialen aussprach. Das Argument: Netto kümmere sich um die Nahversorgung der Bevölkerung und sie warteten mit einem umfassenden Hygienekonzept auf. Das Optionsmodell sei für Netto keine Option, so eine Sprecherin, da „wir allen Menschen den Einkauf in unseren Netto-Filialen ermöglichen wollen“.

Was die Maßnahmen im Einzelhandel auslösen

Schon letztes Jahr haben Expert:innen gewarnt, dass die Corona-Maßnahmen Risiken bergen. Stefan Genth sagte im November 2020: „Mit dieser Regelung werden wir Warteschlangen vor den Supermärkten, Modegeschäften und Kaufhäusern erleben. Das schafft neue Gelegenheiten für Ansteckungen“, so der HDE-Chef weiter.

Und damit nicht genug. Die anstehenden Kunden könnten das Gefühl bei den Verbrauchern auslösen, dass die Waren knapp werden könnten. Die Folge wären erneut verstärkte Hamsterkäufe im Lebensmittelhandel.

So entgehst du den Schlangen vor dem Supermarkt

Eine Google-Analyse verschiedener Supermärkte zeigt, dass vor allem an Freitagen und Samstagen besonders viele Lebensmittel eingekauft werden. Dies belegt auch eine Statista-Studie aus dem Jahr 2017. Demnach kaufen 42 % der Deutschen vor allem am Ende der Woche im Supermarkt ein. Genau zu diesen Stoßzeiten könnte es je nach Ort tatsächlich zu langen Warteschlangen kommen

Um Warteschlangen zu umgehen, verlegst du deinen Einkauf also besser an den Anfang der Woche. Es ist auch möglich, sich mit Nachbar:innen abzustimmen und füreinander im Wechsel einkaufen zu gehen.

Doch: Wie hoch ist das Risiko eigentlich, sich im Supermarkt mit dem Coronavirus anzustecken? Experten klären auf.

2G oder 3G: Welche Regel wird es in den Supermärkten wirklich geben?

crlnmyr