Anlässlich des Weltglückstages am 20. März startet bei wmn die Glückswoche. Eine Woche, in der wir uns fragen, wie wir glücklich werden und von welchen Faktoren das Glücklichsein wirklich abhängt. In diesem Artikel widmen wir uns der Frage, welchen Einfluss das Gehalt hat, warum Reiche glücklicher sind und was wir von ihnen lernen können.

Glücklichsein & was das Gehalt damit zu tun hat

Teure Autos, dekadentes Essen und große Häuser: Viele von uns haben ein bestimmtes Bild von Reichen im Kopf. Und häufig werden in unserer Gesellschaft Geld und Glück eng miteinander verknüpft. Doch Verhaltensökonomen, wie etwa Dominik Enste, gehen davon aus, dass Geld allein nicht glücklich macht, aber kein Geld zu haben unzufrieden macht. Denn wer sich keine Sorgen über Miete, Rechnungen und Essen machen muss, lebt entspannter. Aber: Das Geld, das über diesen Punkt hinaus verdient wird, macht nicht glücklicher. Experten gehen davon aus, dass die Gehaltsgrenze bei circa 60.000 € pro Jahr liegt, je nachdem in welchem Land die Person lebt.

Doch wenn wir wissen, dass das Glücklichsein nicht allein vom Geld abhängt, stellt sich natürlich die Frage, welche weiteren Faktoren noch beeinflussen, wie glücklich wir sind. 

glücklich sein
Geld spielt auch eine Rolle, wenn es ums Glücklich sein geht.(Photo: undrey istock)

Ein Tipp, um glücklich zu sein

Forscher der Harvard Business School, der Universität Niederlande und Universität Maastricht haben sich das Leben von Millionären einmal genauer angeschaut und sich die Frage gestellt, was dazu beiträgt, glücklich zu sein.

Für eine Studie wurden 863 niederländische Millionäre mit einem durchschnittlichen Vermögen von fast 2,5 Millionen € und 1.232 Normalverdiener mit einem durchschnittlichen Vermögen von 31.750 € befragt. Die Teilnehmenden sollten angeben, wie zufrieden sie sind und wie sie ihre Freizeit verbringen.

Dabei unterschieden die Forscher zwei Arten. Nämlich die aktive Freizeit, in der wir Hobbys nachgehen, Freunde treffen, Sport machen oder ehrenamtlich helfen. Und zum anderen die passive Freizeit, die vor allem durch Schlafen, Gammeln und Fernsehen geprägt ist. 

Millionäre arbeiten mehr als Normalverdiener

Das Ergebnis: Reiche Menschen haben nicht mehr Zeit als wir. Denn sie verbrachten ihren Tag ähnlich wie die Normalverdiener. Sie arbeiteten im Schnitt sogar 5 % länger. Zudem verbrachten die Millionäre genauso viel Zeit mit Einkaufen und Kochen wie wir. Nur für die Kinderbetreuung und das Putzen ging nicht so viel Zeit drauf.

Aber es gab dennoch einen entscheidenden Unterschied zwischen Millionären und den Normalverdienern. Denn letztere verbrachten ihre Freizeit eher mit Chillen, Fernsehgucken oder Social Media. Die Millionäre hingegen waren in ihrer Freizeit aktiver und bewegten sich mehr, machten Sport oder arbeiteten ehrenamtlich. Auf einen Tag gerechnet waren die Millionäre 29 Minuten aktiver als alle anderen.

Doch hat sich das auch irgendwie auf die Zufriedenheit ausgewirkt? Ja! Denn die Reichen waren wesentlich glücklicher als die anderen. Außerdem stellten die Forscher einen spannenden Zusammenhang fest: Je aktiver jemand in seiner Freizeit war, desto glücklicher war er auch. Laut der Forscher liegt in der Freizeitgestaltung deshalb der Schlüssel zum Glück.

Glücklich
Natürlich kann es auch mal gut tun, sich zu entspannen. Aber: Laut Studie macht vor allem eine aktive Freizeit glücklich(Photo: elwynn1130/ istock)

Das Geld hat also keine entscheidende Rolle für das Glücklichsein gespielt. Aber es hat laut der Forscher auch nicht geschadet. Es könnte zudem laut Studienautor Paul Smeets so sein, dass Geld allein zwar nicht glücklich macht, aber dass es die Millionäre in der Hinsicht beeinflusst, wie sie über ihre Zeit nachdenken.

Glücklichsein: Das können wir aus den Studien lernen

Studien können uns spannende Hinweise darauf geben, welche Faktoren uns glücklich machen. Aber gleichzeitig sind diese Untersuchungen auch nicht für bare Münze zu nehmen, weil Glück schwierig zu messen ist und jeder Mensch unter Zufriedenheit etwas anderes versteht.

Nichtsdestotrotz können wir aus solchen Studien mitnehmen, dass Geld allein wahrscheinlich nicht glücklich macht, aber ständige Sorgen und Grübeleien, wenn nicht genug da ist, unzufrieden machen können. Darüber hinaus haben aber auch Dinge, wie die eigene Freizeitgestaltung einen enormen Einfluss auf unsere Zufriedenheit und das Glücklichsein.

Apropos Glücklichsein, wusstest du, dass sich dein Essverhalten & deine Psyche sich gegenseitig beeinflussen?

Wusstest du, dass es eine sogenannte Farbwirkung gibt? Denn die Farbe deiner Kleider sagt etwas über deine Stimmung aus.

Verstimmt und mies drauf? Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Yoga bei Depressionen helfen kann.