Hast du jemanden mit deinem Verhalten schon mal unbewusst verärgert? Dass nicht jeder mit allem was du sagst und tust, einverstanden sein kann, ist klar. Allerdings gibt es ein paar Eigenschaften, die dir an dir selbst nicht sofort selbst auffallen, dich bei anderen allerdings unbeliebt machen können. TikTok und ein Psychologe klären uns auf!

Woran du merkst, dass du dich bei anderen unbeliebt machst 

Kennst du das: Manchmal machen sich andere bei uns mit kleinen Verhaltensweisen etwas unbeliebt. Sei es der schmatzende Sitznachbar im Bus oder die immerzu hustende Arbeitskollegin. Doch laut einem Mental Healt– TikToker und dem Psychologen Dr. Rolf Merkle, gibt es subtile Verhaltensweisen, mit denen du dich bei deinem Umfeld unbeliebt machen kannst, ohne es vielleicht sofort zu merken. 

1. Jemanden überbieten 

“Mir geht es viel schlechter als dir,” hört niemand gerne. Das sagst du vielleicht so genau nicht zu anderen, doch in subtiler Weise wollen wir andere manchmal einfach überbieten. Vielleicht erzählt dir deine Kollegin, sie sei gestern sieben Kilometer joggen gewesen. Wenn du darauf damit antwortest, dass du aber gestern 10 Kilometer laufen warst, wird sich deine Kollegin nicht unbedingt mit dir darüber freuen. 

Empfinden Sie vieles als Wettbewerb, aus dem Sie als Sieger hervorgehen wollen? Dann machen Sie sich bei anderen unbeliebt und sich selbst machen Sie sich das Leben schwer.

Dr. Rolf Merkle, Psychologe

2. Lügen oder jemand sein wollen der du nicht bist 

Oft versuchen wir uns in Gesprächen etwas besser darzustellen, als wir es eigentlich sind. Doch sobald wir offensichtlich lügen, um uns vor anderen zu profilieren, kann dies zum Problem werden. Versuche lieber authentisch zu sein und zu deinen kleinen Macken zu stehen. 

Zwei Frauen gestikulieren
Auch im Arbeitskontext solltest du auf den Umgang mit anderen achten. Foto: Pexels / SHVETS production

3. Dein Handy während eines Gesprächs nutzen 

Eine kleine Bildschirm-Sucht haben wir wahrscheinlich alle über die Jahre digitaler Zeit entwickelt. Doch trotzdem sollten wir unsere Zeit, die wir im echten Leben verbringen, wertschätzen. Wenn du während eines Gesprächs konstant auf dein Handy starrst, kann dein Gegenüber das Gefühl haben, dass du ihn oder sie nicht wertschätzt. 

4. Jemanden auf seine Unsicherheiten aufmerksam machen 

Wenn du jemanden absichtlich auf etwas aufmerksam machst, worüber die Person sich unsicher ist, kann das sehr unangenehm für die Person sein. Überlege dir also vorher gut, wie du den Menschen am besten helfen kannst, mit deinen Aussagen, statt sie zu verunsichern. 

5. Sich über jemanden lustig machen, aber selbst Kritik ablehnen 

“Das war ja nur ein Witz.” Menschen, die sich oft über andere lustig machen, aber selbst keine Kritik oder Witze über sich selbst annehmen können, machen sich schnell unbeliebt. Über sich selbst lachen zu können, ist eine Eigenschaft, die von vielen als positiv wahrgenommen wird. 

6. Leute schlechter zu behandeln, weil du denkst, sie sind dir untergeordnet 

Nur weil wir jemandem im beruflichen Kontext vielleicht voraus sind, heißt das nicht, dass wir auch in jeder Lebenslage besser sind als die andere Person. Deshalb solltest du Menschen nie schlecht behandeln, nur weil du beruflich eine höhere Position hast. Sonst machst du dich auf der Arbeit schnell unbeliebt. 

Zwei Frauen geben sich ein High Five
Wenn wir aufeinander achten, funktioniert die Kommunikation. Foto: Pexels / Zen Chung

7. Zu viele Fragen stellen 

Interesse bekunden kommt immer sehr gut an, wenn du allerdings Leute die ganze Zeit unterbrichst, während sie dir eine Geschichte erzählen und sie mit Fragen löcherst, kommt das nicht immer gut. Manchmal ist es sinnvoll, sich seine Fragen für später aufzubewahren. 

Passend zum Stichwort: Natürlich machst du dich damit unbeliebt, wenn du Menschen ständig unterbrichst. Achte demnach darauf, deinem Gegenüber auch genug Raum zu geben in der Konversation. 

8. Alles besser wissen

Laut Dr. Merkle machen sich Menschen, die denken, sie wüssten konstant alles besser, schnell unbeliebt bei anderen – und das ganz ohne es selbst zu merken. Deshalb sollte man in Gesprächen laut ihm nicht mit Halbwissen angeben, sondern sich ab und zu zurücknehmen und darauf achten bewusster zu sprechen.

Fazit: Bei den einen unbeliebt, bei den anderen beliebt 

Klar ist: Nicht jeder kann jeden mögen. Allerdings solltest du stets darauf achten, deine Mitmenschen höflich zu behandeln. Denn manchmal können wir uns unbeliebt machen, ohne es selbst zu merken. Denn wenn du anderen zuhörst und in Gesprächen nicht nur auf dich selbst achtest, sind die Gespräche die du führst auch für dich viel mehr bereichernd.

Weiterlesen:
Was ärgert einen Narzissten am meisten? 5 Dinge die ihn wütend machen 
Selbstsabotage: 7 Zeichen, dass du zu gut für diese Welt bist
Diese 10 Dinge können People Pleaser gar nicht – Daran erkennst du sie
Introvertiert & extrovertiert: Diese Merkmale zeigen, dass du beides bist