Jede Woche essen 2,2 Millionen Deutsche ein oder mehrere Stücke Lakritz. Auch bei Kindern ist diese Süßigkeit sehr beliebt. Doch gerade diese sollten aufpassen, dass die beliebte Leckerei nicht zu einer regelrechten Gefahr wird. Einige Sorten wurden nämlich nun auf die Liste der „gefährlichen“ Süßigkeiten geschrieben. So muss Lakritz nun speziell gekennzeichnet werden.

Warnhinweis bei Lakritz: Diese Sorte birgt Gefahr

In bestimmten Sorten von Lakritze befindet sich ein hoher Salmiak-Gehalt. Diese Arten werden in Zukunft mit einem Hinweis zum Schutz vor Gesundheitsrisiken gekennzeichnet. Diese neue Regelung legt eine Verordnung der Bundesregierung fest. Ab einem Gehalt vom mehr als 20 Gramm pro Kilogramm an Salmiak (Ammoniumchlorid) wird der Warnhinweis Pflicht.

Lakritz
Eine Süßigkeit wird es in Zukunft nur noch mit Warnhinweis geben. Welche das ist, erfährst du hier. Credit: IMAGO / Addictive Stock

Laut t-online soll der Hinweis wie folgt lauten: „Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz“. Sollte der Gehalt an Salmiak noch größer sein, soll die Warnung noch stärker werden: „Extra stark, Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz“ und „Übermäßiger Verzehr kann insbesondere bei Personen mit Nierenerkrankungen die Gesundheit beeinträchtigen“.

Lakritz kann zur Blutübersäuerung führen

Diese Warnhinweise sind deshalb so wichtig, da das Ammoniumchlorid nach der Meinung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in hohen Dosen zu einer Übersäuerung des Blutes, auch metabolische Azidose genannt, führen kann. Außerdem kann es zur „Beeinträchtigungen des normalen Ionenhaushalts mit Übelkeit, Erbrechen und neurologischen Störungen“ kommen.

Der Übeltäter im Lakritz ist die Süßholzwurzel. In ihr ist Glycyrrhizin (auch Glycyrrhizinsäure) zu finden, die für teilweise sehr schwerwiegende Nebenwirkungen sorgt. RTL berichtete bereits davon, dass ein Mann an einem Herzinfarkt starb, weil er am Abend zuvor zu viel Lakritz gegessen hatte. Studien zeigen generell, dass Glycyrrhizin in zu großen Mengen Bluthochdruck, Kaliummangel, metabolische Alkalose, tödliche Arrhythmien und Nierenversagen hervorrufen kann

Bisher noch nicht gekennzeichnete Lakritz-Ware darf noch abverkauft werden. Doch in Zukunft solltest du beim Kauf deiner Lieblingslakritz etwas wachsamer und vorsichtiger sein, um dich und deine Gesundheit nicht zu gefährden.

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