Am Wochenende steht Grillen mit den Freunden an? Mit unseren 7 einfachen Grill-Tipps wird das Ganze auch noch nachhaltig.

Grillen ist das liebste Hobby der Deutschen im Sommer. Erfahrene Griller:innen kennen es wahrscheinlich: Nach dem Grillen wirft man sein Plastikgeschirr in irgendwelche Mülleimer am Wegesrand, die Ketchup- und Mayotuben sind nicht mehr voll, aber noch nicht leer und landen dennoch im Müll. Und eure Reste will auch keiner mehr essen. Das geht gar nicht.

Damit du es auch mit deinem grünen Gewissen vereinbaren kannst, haben wir sieben nachhaltige Grill-Tipps für dich. Du wirst sehen, dass die meisten ganz einfach umsetzbar sind.

7 nachhaltige Grill-Tipps

Grillen ist per se schon einmal nicht unbedingt die nachhaltigste Sache der Welt, denn Grillkohle wird verheizt, Gerätschaften nur fürs Grillen angeschafft und dann kommt auch noch eine ganze Menge Fleisch auf das Rost. 

Aber es macht nun einmal unheimlich viel Spaß und ist nach der langen Isolation das perfekte Happening, um Freunde mit genügend Abstand zu treffen. Also, was kann man besser machen?

1. Keine Einweggrills & Geschirr 

Grillen fängt beim Grill an und da ist der erste Grill-Tipp eigentlich ganz logisch: keine Einweggrills. Es gibt inzwischen viele handliche mobile Grills, die du problemlos mit an den Baggersee nehmen kannst. Tu dich mit deinen Freunden zusammen und holt euch einen passenden Grill ganz einfach als Gruppeninvestition. 

Kleine Standgrills oder Kugelgrills gibt es schon ab 30 €. Ein Einweggrill kostet 4 – 6 €. Nach einem Sommer hat sich der Kauf also schon gelohnt. Für Geschirr gilt preislich dasselbe. Wenn jeder einen Teller, Becher und Besteck mitbringt, dann muss sich auch keiner abschleppen und es hat viel mehr Stil.

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Grillen mit Freunden macht am meisten Spaß.(Photo: istock/alvarez)

2. Nachhaltige Grillkohle

Grillkohle ist Grillkohle? Denkste. Die billigste Kohle im Supermarkt stammt oft aus abgeholzten Regenwäldern. Stiftung Warentest hat 2019 17 Grillkohlen getestet. Fünf davon bestanden aus Tropenholz. Aber auch Holz aus Europa ist nicht sicher, denn das stammt oft aus der Ukraine oder Polen und hier ist illegaler Holzeinschlag an der Tagesordnung.

Unser Tipp? Dann achte auf das FSC-Siegel und das DIN-Zeichen. Beides garantiert eine nachhaltige Landwirtschaft und keine Schadstoffe, die beim Verbrennen der Kohle freigesetzt werden. Das ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für deine Gesundheit. So wird nachhaltiges Grillen ganz einfach.

3. Papier & Kiefernzapfen statt Grillanzünder

Grill und Kohle haben wir, dann geht’s weiter mit dem Anzünden: Hier sind traditionelle Methoden natürlich am besten. Nimm Kiefernzapfen Holzwolle oder kleine Späne. Wenn das gerade nicht vorhanden ist, dann ist Kaminanzünder aus Holz die beste Option. Geheimtipp: Auch unbehandeltes Papier ist immer eine gute Lösung.

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Vegan Grillen ist richtig vielfältig und gesund.(Photo: shutterstock/Rimma Bondarenko)

4. Mehr Veggie & Bio auf den Grill

Beim Essen ist ganz klar: Weniger und besseres Fleisch ist der King. Keiner sagt, dass man ganz darauf verzichten muss. Ganz im Gegenteil: Eine Studie fand sogar, dass eine bewusste, fleischreduzierte Ernährung am umweltschonendsten ist. Wichtig ist natürlich, die Haltung und auch der Transport. Bio Fleisch aus der Region ist also optimal.

Redaktionstipp: Generell sollte ein Steak pro Person auch einfach ausreichen. Den Rest kann man dann mit Gemüsespießen, Salaten und leckeren Beilagen noch verfeinern. Ideen und Tipps für vegane Grillrezepte gibt es hier.

5. Selbermachen!

Das Nachhaltigste beim Grillen: Am meisten Plastik spart man beim Kauf der Lebensmittel, wenn man einige Dinge einfach selber macht. Zum Beispiel die Grillsauce, den Salat oder auch die Marinade.

Redaktionstipp: Wusstest du, dass Rotwein eine grandiose Grillmarinade gibt. Was du sonst alles noch mit Rotwein anstellen kannst, erfährst du hier.

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Grillen auf Alu ist zwar einfach, aber weder für dich noch für die Umwelt gut.(Photo: isotck/GMVozd)

6. Alu verbannen

Das Feuer lodert, das Bio-Steak ist fertig mariniert, aber wohin damit? Einfach auf das Rost, ist schlecht, weil dann das Brutzelöl ins Feuer tropft und schädliche Dämpfe produziert. Aluschalen sind natürlich auch keine Option, denn als Einmalprodukt verursachen sie unheimlich viel Müll und lassen sich schlecht recyceln. 

Eine Option ist Aluschalen wiederzuverwenden. Aber auch das ist kein optimaler Tipp, denn dadurch kann Aluminium in unser Essen gelangen. Besser sind Grillplatten aus Schiefer, Stein oder Metall.

7. Auf den Brandschutz achten

Wenn du nicht bei dir im Garten feierst, dann ist der Brandschutz das A und O. Grille niemals während ausgerufener Brandschutzgefahr und nur an offiziellen Grillplätzen. Achte immer darauf, dass jemand am Feuer ist und lösche es am Ende ordentlich.

Redaktionstipp: Eine der wichtigsten Dinge beim Nachhaltigen Grillen: Danach solltest du immer alles aufräumen und den Platz so hinterlassen, wie du ihn vorfinden möchtest.

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Fazit: Keiner muss aufs Grillen verzichten, um nachhaltig zu sein

Klar, Zero Waste, wenig Fleisch, kein Plastik wäre natürlich besser. Aber für viele ist es einfach nicht umsetzbar. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist schon einmal ein Schritt für den Wandel. Jeder sollte das tun, was er kann und damit auch zufrieden sein. Wir hoffen, unsere nachhaltigen Grill-Tipps konnten dir ein wenig helfen.

Wir du ein paar einfach Zero Waste Tipps in deinen Alltag integrieren kannst und warum du immer deinen Müll trennen solltest, erfährst du hier.