Mandel-, Hafer- und Sojamilch kann Jede:r – aber Pistazienmilch ist der neuste Trend aus den USA. Was diese Milch-Alternative so viel besser und nachhaltiger machen soll, erfährst du jetzt!

Was macht Pistazienmilch so gesund?

Pistazien sind unglaublich gesund. Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und können dadurch einem erhöhten Cholesterinspiegel und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Im Gegensatz zu vielen anderen Nüssen sind sie außerdem voller pflanzlichem Eiweiß und wichtigen Mineralstoffen wie Kalium und Kalzium. Diese Stoffe sind besonders gut für gesunde Knochen und Zähne.

Milch-Alternativen wie Mandelmilch haben ähnliche Benefits. Jedoch ist die Pistazienmilch durch ihren besonders hohen Fettgehalt von gut 50 % besonders cremig.

Darum ist Pistazienmilch so gut für die Umwelt

Die meisten Menschen greifen auf pflanzliche Milch-Alternativen zurück, um der Umwelt einen Gefallen zu tun. Im globalen Durchschnitt hat ein Liter Kuhmilch eine CO2-Bilanz von 2,4 Kilogramm. Im Gegensatz dazu ist jede Milch-Alternative besser. Unterschiede gibt es dennoch:

Sojamilch

Soja im Allgemeinen ist nicht besonders gut für die Umwelt, da große Flächen des Regenwaldes abgeholzt werden, um Felder für den Soja-Anbau anzulegen. Für die Soja-Milch sieht das aber anders aus, denn das Soja, welches in der Milch-Alternative verbraucht wird, kommt überwiegend aus Europa und Kanada. Europäische Anbaugebiete sind zum Beispiel Frankreich, die Niederlande, Belgien, Italien und Österreich.

2009 hat eine schwedische Studie Kuhmilch und Sojamilch direkt miteinander verglichen. Dabei kam raus, dass die Herstellung von Sojamilch deutlich weniger Rohstoffe beansprucht. Die Produktion erfordert etwa 60 % weniger Land und verursacht nur ein Viertel der Treibhausgase.

Almonds and almond milk
Mandelmilch kannst du ganz easy selbst machen. Credit: istock/ Soekaphoto /

Mandelmilch

Zwar hat Mandelmilch einen besseren CO2-Abdruck als Kuhmilch, jedoch ist der Wasserverbrauch beim Anbau von Mandeln 17-mal höher. 80 % der weltweit verarbeiteten Mandeln stammen aus Kalifornien. Das ist insofern problematisch, dass die Mandeln in Monokulturen angebaut werden.

Daher sollte man darauf achten, Mandelmilch mit Mandeln aus Europa zu kaufen. Der Wasserverbrauch ist zwar immer noch hoch, jedoch geringer als bei den Mandeln aus Kalifornien.

Übrigens: Wie du Mandelmilch ganz einfach selber machen kannst, haben wir dir bereits gezeigt!

Hafermilch

Hafermilch ist die nachhaltigste Milch-Alternative, zumindest wenn sie in Deutschland produziert wurde. Denn Hafer kann auf deutschen Feldern angebaut werden und ist gegen Unkraut resistent. Deshalb müssen keine Pestizide eingesetzt werden und das sorgt dafür, dass fast jede Hafermilch Bio-Qualität aufweist.

Außerdem braucht Hafer nicht so viel Wasser wie Mandelmilch und es müssen keine Regenwälder gerodet werden, wie bei der Herstellung von Sojamilch.

Übrigens: Noch mehr Facts & Figures zum Thema „Wie nachhaltig ist der Haferdrink wirklich“ findest du hier.

Pistazienmilch

Und wie sieht es jetzt mit der gehypten Pistazienmilch aus? Pistazienbäume brauchen nur etwa 75 % von dem Wasser, welches man für den Anbau von Mandeln benötigt. Es werden also eine Menge Ressourcen gespart. Auch Wälder müssen für den Anbau von Pistazienbäumen nicht abgeholzt werden – im Gegenteil. Pistazienbäume gelten als Erosionsschutz und tragen zur Landschaftspflege in vielen Gebieten bei.

So machst du Pistazienmilch selbst

Pistazienmilch ist ein ganz neuer Trend aus New York und dementsprechend gibt es die Milch bisher auch fast ausschließlich in den USA für einen stolzen Preis von 6,50€ zu kaufen. Aber das ist kein Problem! Ganz nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ kannst du deine Pistazienmilch auch einfach selbst machen. Wir zeigen dir wie es geht!

Du brauchst:

  • 100g geröstete & geschälte Pistazienkerne
  • einen halben Liter Wasser
  • Ahornsirup oder Datteln nach Geschmack

So einfach geht’s:

Zuerst solltest du die Pistazienkerne für mindestens zwei Stunden in kaltem Wasser einweichen lassen. Danach geht alles ganz einfach: Wasser der Pistazienkerne abgießen, den halben Liter Wasser zusammen mit den Pistazien und dem Süßungsmittel in einen Mixer und alles durchmixen, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Anschließend brauchst du ein feinmaschiges Sieb, wo du die Pistazienmilch durchstreichen kannst. Das macht sie extra cremig und fein. Wenn du die Milch im Kühlschrank aufbewahrst, hält sie etwa zwei bis drei Tage!

Unser Tipp: Für die Faulen gibt es noch eine andere Alternative. Nimm einfach einen Esslöffel Pistazienmuss und mixe es mit deiner liebsten Milchalternative. Schmeckt fast genauso gut und ist super easy!

Milch Nüsse Kokosnuss
Vegane Milchalternativen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Credit: istock.comcarlosgaw / istock.com/carlosgaw

Fazit: Immer wieder etwas Neues!

Für viele mag Pistazienmilch jetzt nicht der allergrößte Hit sein, wo es doch viele günstigere Alternativen auch in Deutschland gibt. Der Punkt ist doch aber, dass sich etwas wandelt. Kuh-Milch ist nicht mehr die Go-to-Variante und das ist auch gut so. Denn nur wenn wir uns stetig weiterentwickeln und immer wieder etwas Neues ausprobieren und erfinden, können wir nachhaltiger leben und der Umwelt einen Gefallen tun!

Du stehst auf alternative Lebensmittel? Im Video findest du gesunde Kaffee-Alternativen. Viel Spaß!