Mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen, alles in Plastik verpacken, die Wohnung auf 30 Grad hochheizen: Es gibt viele Dinge im Alltag, die unserem Klima schaden und die wir mit dem nötigen Bewusstsein ändern können. Eine große Rolle spielt auch unser Essverhalten. Denn es gibt eine Vielzahl an Lebensmitteln, von denen wir wohl nicht vermutet hätten, dass sie unsere Umwelt zerstören. Wir stellen dir 5 klimaschädliche Lebensmittel vor.

Klimaschädliche Lebensmittel: Auf diese Produkte solltest du besser verzichten

Treibhausgase wie Methan, Co2 und Lachgas steigen in die Atmosphäre und beeinflussen unser Klima negativ. Verursacht werden diese Treibhausgase u. a. durch den Verkehr und die industrialisierte Landwirtschaft. Zur Herstellung bestimmter Produkte werden Unmengen Wasser und Energie verbraucht. Lebensmittel reisen quer über den Globus, bis sie beim Verbraucher landen. Und am Ende landet ein Großteil des Essens im Müll.

All das trägt zum Klimawandel und der Umweltzerstörung bei. Doch es gibt klimaschädliche Lebensmittel, die eine besonders schlechte Ökobilanz haben.

1. Rindfleisch

Wenn die Rede von klimaschädlichen Lebensmitteln ist, denken wohl viele sofort an Rindfleisch. Kein Wunder, denn für ein Kilogramm des Fleisches werden 13 Kilogramm Co2 verbraucht. Hinzu kommt, dass Rindfleisch Unmengen an Wasser verbraucht. Ein Lebensmittel, über dessen Konsum man sich besser Gedanken machen sollte.

Klimaschädliche Lebensmittel
Rindfleisch ist eines der klimaschädlichsten Lebensmittel(Photo: Dmitriev Mikhail/ Shutterstock)

2. Butter

Butter gehört für viele Menschen einfach zur Ernährung dazu. Das zeigen auch Statistiken. Demnach verbraucht jeder Deutsche ungefähr 6 Kilogramm Butter pro Jahr. Doch was macht Butter eigentlich zum klimaschädlichen Lebensmittel? 

Tatsächlich ist es die Herstellung, denn für ein Kilogramm Butter werden 18 Liter Kuhmilch benötigt, die aufwendig verarbeitet werden müssen und deshalb viel Energie verbrauchen. Hinzu kommt, dass für die Milch natürlich viele Kühe gehalten werden müssen, die das klimaschädliche Methangas ausstoßen. Hinzu kommen noch weitere Emissionen, etwa durch den Transport und vor allem die notwendige Kühlung. Insgesamt werden laut Öko-Test pro Kilogramm Butter 24 Kilogramm Co2 Äquivalente ausgestoßen.

3. Käse

Auch Käse ist ein klimaschädliches Lebensmittel. Denn ähnlich wie bei der Butter verbraucht die Herstellung auch viel Milch. Pro Kilogramm Käse werden ca. 8 Kilogramm Co2Äquivalente ausgestoßen. Wer seine Klimabilanz verbessern will, sollte zu fettarmen Käsesorten greifen, denn für diese wird weniger Milch gebraucht. Eine andere Alternative ist der Umstieg auf veganen Käse.

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Camembert
Auch Käse gehört leider zu den klimaschädlichen Lebensmitteln. Foto: deeepblue / Getty Images

4. Schokolade

Unsere heiß geliebte Schokolade gehört leider zu den klimaschädlichen Lebensmitteln. Wieso? Weil Kakao extrem viel Wasser verbraucht und in der Schokolade natürlich auch viel Milch steckt. Hinzu kommt aber auch, dass für die Herstellung oftmals Palmöl genutzt wird – und dafür werden Regenwälder abgeholzt. Die Gesamtbilanz von Schokolade: Circa 3,5 Kilogramm Co2Äquivalente pro Kilogramm. 

Nice to know: Der Klimawandel bedroht auch den Kakaoanbau! Denn steigende Temperaturen könnten in den nächsten Jahren zu trockeneren Feldern und damit Ernteausfällen führen. Mit verheerenden Folgen für die Kakaobauern.

dunkle Schokolade
Schokolade ein echter Klimasünder.(Photo: YelenaYemchuk, i stock)

5. Tiefkühl-Pommes

Knusprig, lecker und extrem klimaschädlich! Zwar werden für die Pommes keine Tiere aufgezogen, die klimaschädliche Gase ausstoßen. Dennoch verbraucht die Verarbeitung von Pommes viel Energie. So werden beim Frittieren und Tiefkühlen 5,7 Kilogramm Co2Äquivalente produziert.

Fazit: Auf klimaschädliche Lebensmittel zu verzichten ist nicht schwer

Ob du nun strikt die genannten klimaschädlichen Lebensmittel aus deinem Essensplan streichst, ist selbstverständlich allein dir selbst überlassen. Oft kann es schon hilfreich sein, sich ein Wissen darüber anzueignen, welches Essen der Umwelt zuträglich ist und welches ihr eher Schaden zufügt.

So schaffst du dir ein Bewusstsein für nachhaltige Ernährung, hältst du die Augen offen nach möglichen Alternativen und konsumierst bewusster.

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