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6 Symptome, die auf eine Unterkühlung hindeuten können

Eine Unterkühlung macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar. Worauf du achten solltest, wenn du bei extremer Kälte unterwegs bist.

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Ständig kalt? Diese Gründe stecken dahinter

Ständiges Frösteln und Frieren trotz normaler, angenehmer Temperaturen hat meist einen Grund. Was kann dahinter stecken?

Aktuell ist es draußen so kalt wie nie. Die Temperaturen fallen teilweise auf bis zu minus 15 Grad. Damit steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme aufgrund der Kälte. Doch an welchen Symptomen erkennt man eine Unterkühlung? Ist starkes Frieren bereits ein erstes Anzeichen für eine Unterkühlung? Und was sollte man tun, wenn man selbst oder eine andere Person unterkühlt ist?

An diesen Symptomen erkennst du eine Unterkühlung

Eine Unterkühlung tritt dann auf, wenn die Körpertemperatur unter 35 Grad fällt. Normalerweise reguliert der Körper seine Temperatur sehr genau, aber unter bestimmten Bedingungen, wie extremer Kälte, mangelnder Bekleidung, Nässe oder Erschöpfung kann die Körpertemperatur sinken. Das kann lebensbedrohliche Gesundheitsprobleme verursachen, da der Körper nicht mehr in der Lage ist, seine lebenswichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten.

Typische Symptome einer Unterkühlung sind:

  • Zittern: Ein frühes Anzeichen von Unterkühlung ist intensives Zittern, da der Körper versucht, durch Muskelbewegungen Wärme zu erzeugen.
  • Verlangsamung der Motorik: Koordinationsprobleme, Ungeschicklichkeit und langsame Bewegungen sind häufige Symptome.
  • Verwirrtheit und Desorientierung: Betroffene können verwirrt sein, Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, und sie können sich nicht an einfache Dinge erinnern.
  • Schwache Atmung und langsamer Herzschlag: Mit fortschreitender Unterkühlung verlangsamen sich Atmung und Herzschlag, was lebensbedrohlich sein kann.
  • Müdigkeit und Lethargie: Ein starkes Gefühl der Müdigkeit oder Schläfrigkeit kann ein Zeichen fortschreitender Unterkühlung sein.
  • Blasse, kalte Haut: Die Haut kann kalt und blass oder sogar bläulich werden, insbesondere an den Fingerspitzen, Zehen und Lippen.

So reagierst du, wenn du Symptome einer Unterkühlung feststellst

Falls du an dir selbst oder einer anderen Person Symptome einer Unterkühlung feststellst, ist schnelles Handeln wichtig. Denn eine Unterkühlung kann langfristige gesundheitliche Schäden nach sich ziehen.

Es können Frostbeulen entstehen, vor allem an den Fingern, Zehen, Ohren und Nase. Doch auch das Herz-Kreislauf-System sowie die inneren Organe, wie die Niere, können ernsthafte Schäden davon tragen. Es kann zu Atemnot und schlimmstenfalls zu einem Atemstillstand kommen. Auch ein kompletter Bewusstseinsverlust oder Koma sind möglich.

Umso wichtiger ist es, schnell zu handeln. So solltest du bei Symptomen einer Unterkühlung reagieren:

  1. Suche sofort medizinische Hilfe: Unterkühlung ist ein medizinischer Notfall. Rufe umgehend den Notdienst oder bringe die Person in ein Krankenhaus.
  2. Bringe die Person in eine warme Umgebung: Wenn möglich, bringe die betroffene Person in eine warme, trockene Umgebung.
  3. Entferne nasse Kleidung: Nasse Kleidung kann den Körper weiter abkühlen. Ziehe der Person trockene Kleidung an.
  4. Wärme den Körper auf: Nutze warme Decken, Heizkissen oder Hautkontakt, um die Körpertemperatur behutsam anzuheben.
  5. Biete warme Getränke an: Falls die Person bei Bewusstsein ist, gib ihr warme, nicht-alkoholische Getränke, um zur Erwärmung beizutragen.
  6. Bewege die Person nicht unnötig: Vermeide unnötige Bewegungen, da dies den Kreislauf belasten und zu Herzproblemen führen kann.

Fazit: Bei Symptomen einer Unterkühlung ist schnelles Handeln gefragt

Unterkühlung ist ein ernstes medizinisches Problem, das sich durch eine Vielzahl von Symptomen bemerkbar machen kann. Vor allem, wenn du mit Kindern oder älteren Personen unterwegs bist, solltest du auf Anzeichen wie starkes Zittern, Koordinationsprobleme, Verwirrung, verlangsamte Atmung, Müdigkeit und kühle, blasse Haut achten. Bei Verdacht auf eine Unterkühlung ist es wichtig, sofort medizinische Hilfe zu suchen und die betroffene Person zu wärmen, um Folgeschäden zu verhindern.