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Ist es ungesund, bei Minusgraden draußen Sport zu machen?

Die Temperaturen liegen aktuell weit unter dem Gefrierpunkt. Wie ungesund ist es, bei dieser Kälte draußen Sport zu treiben?

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Kälte-Rekord in Deutschland: Aktuell sinken die Temperaturen auf bis zu minus 15 Grad. Und doch sieht man einige tapfere Sportler:innen, die ihre Runden um den zugefrorenen See joggen oder auf dem Sportplatz den Fußball kicken. Doch ist Sport bei Kälte wirklich ungefährlich? Oder schaden wir unserem Körper, wenn wir auch bei Minusgraden draußen trainieren?

Ist Sport bei Kälte ungesund?

Ist es gesundheitsschädlich, bei Minusgraden Sport zu treiben? Es kommt darauf an! Generell kann Sport im Freien auch bei schlechtem Wetter und niedrigen Temperaturen gesund sein. Wie Studien zeigen, kann körperliche Aktivität auch in einer kalten Umgebung die Herzgesundheit verbessern, die Ausdauer erhöhen und sogar das Immunsystem stärken.

Allerdings birgt Sport bei Kälte auch gewisse Gesundheitsrisiken. Dazu gehören Unterkühlung, Frostbeulen und das Raynaud-Syndrom, ein Zustand, bei dem bestimmte Körperbereiche, wie Finger und Zehen, mit Blässe auf Kälte reagieren. Menschen mit Vorerkrankungen, wie Asthma oder Herzproblemen, sollten besonders vorsichtig sein und vor dem Sport bei Kälte ärztlichen Rat einholen.

Darauf musst du achten, wenn du bei Kälte draußen Sport machen möchtest

Damit dir bei Minusgraden nicht kalt wird, solltest du die folgenden Empfehlungen beherzigen:

1. Kleidung in Schichten tragen

Die richtige Kleidung ist entscheidend, wenn du bei Kälte Sport machen willst. Wende dafür das „Zwiebelprinzip“ an: Die erste Kleidungsschicht sollte Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren, die zweite Schicht sollte isolieren und Wärme speichern, und die dritte Schicht Kleidung sollte vor Wind und Nässe schützen. Vermeide Baumwolle, da diese Feuchtigkeit speichert und dich kalt und nass werden lässt.

2. Aufwärmen

Ein gründliches Aufwärmen ist bei kaltem Wetter noch wichtiger, um Verletzungen zu vermeiden. Der Körper benötigt mehr Zeit, um bei niedrigen Temperaturen „in Schwung“ zu kommen.

3. Wasser trinken

Man schwitzt auch bei Kälte, deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken, auch wenn man weniger Durst verspürt.

4. Gesicht eincremen

Bei sehr niedrigen Temperaturen leidet auch unsere Haut. Deshalb kann es sinnvoll sein, dir vor dem Sport das Gesicht mit einer dicken Schicht einzucremen. So schützt du deine Haut vor dem Austrocknen durch kalte Luft und vor Hautunreinheiten durch Schweiß.

5. Mund und Nase bedecken

Wenn es besonders kalt ist, solltest du deinen Mund und deine Nase leicht bedecken. So schützt du deine Atemwege vor allzu kalter Luft und kannst Halsschmerzen vorbeugen.

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6. Auf die Wetterbedingungen achten

Vermeide es, bei extremen Wetterbedingungen wie starkem Schneefall, Eisglätte oder sehr niedrigen Temperaturen (unter minus 10 Grad) Sport zu treiben. Die Gefahr, dich zu verletzen, und das Gesundheitsrisiko ist einfach zu hoch.

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7. Höre auf deinen Körper

Wenn dir trotz Bewegung kalt ist, du dich unwohl fühlst oder Schmerzen hast, solltest du das Training abbrechen. Achte außerdem auf Anzeichen von Unterkühlung und Frostbeulen und höre auf deinen Körper.

Fazit: Sport bei Kälte ist nicht gefährlich, aber …

… bei niedrigen Temperaturen solltest du dennoch überlegen, dein Workout nach drinnen zu verlegen. Denn Sport bei Kälte ist eine zusätzliche Belastung für deinen Körper. Zudem ist die Gefahr hoch, nach dem Training auszukühlen. Lies hier nach, wie du das Auskühlen nach dem Sport vermeiden kannst. Außerdem wirst du nach dem Training leichter krank. Mehr über diesen sogenannten Open-Window-Effekt erfährst du hier.