Ein neuer Trend ist aus Japan zu uns übergeschwappt. Slow-Jogging ist die neue Art des Joggens. Langsamer, gelenkschonender, aber genauso anstrengend? Wir klären dich über die neue Trend-Sportart auf!

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Schnelles Joggen staucht oftmals zu sehr die Wirbelsäule und die Gelenke. Das kann zu Schmerzen führen. Credit: istock.com/ Jacob Ammentorp Lund /

Slow-Jogging für mehr Achtsamkeit

Slow-Jogging ist eine Mischung aus Laufen und Gehen. Anders als beim herkömmlichen Laufen wird der Fuß nicht mit der Ferse zuerst aufgesetzt, sondern mit dem Mittelfuß. Das verhindert ein unangenehmes Zusammenstauchen der Gelenke und der Wirbelsäule.

Erfunden wurde der Trend in Japan von dem Sportpsychologen Professor Dr. Hiroaki Tanaka. Er bezeichnet diese Art des Joggens auch als „Genusslaufen“, denn wenn man langsamer unterwegs ist, kann man die Aufmerksamkeit viel besser auf seinen Körper und die Umgebung richten.

Wie funktioniert die neue Art des Joggens?

Für den Fall, dass du diese Art zu Joggen jetzt auch unbedingt mal ausprobieren möchtest, haben wir dir kurz erklärt, auf was du achten musst.

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Beim Slow-Jogging setzt du den Mittelfuß zuerst auf. Credit: Dziggyfoto Getty Images via Canva

Fußarbeit: Wie schon beschrieben, wird beim Slow-Jogging nicht zuerst die Ferse sondern der Mittelfuß aufgesetzt. Das ist zuerst ungewohnt, aber man fuchst sich schnell ein.

Körperhaltung: Rücken und Kopf sind gerade und der Blick nach vorne gerichtet. Kopf, Schultern, Hüfte und Sprunggelenke sollten beim Auftreten eine gerade Linie bilden. Die Arme schwingen wie beim Joggen locker neben dem Körper mit.

Frequenz: Du solltest versuchen, pro Minute mindestens 180 kleine Schritte zu machen. Professor Dr. Hiroaki Tanaka empfiehlt Anfänger:innen zunächst eine Minute zu joggen und dann 30 Sekunden zu gehen. Am Anfang belastet das Slow-Jogging nämlich die Achillessehnen und Waden. So kann sich der Körper dann langsam an den neuen Stil gewöhnen.

Übrigens: Auf Spotify gibt es verschiedene Playlists für Slow-Jogging. Die Songs haben in etwa 180 Beats pro Minute. Eben so oft, wie du deine Füße pro Minute aufsetzen sollst.

Wie gesund & effektiv ist Slow-Jogging?

Studien zufolge ist Slow-Jogging genauso effektiv wie „richtiges“ Joggen. Laut dem Copenhagen City Heart Study ist das ideale Joggingtempo ohnehin eher langsam oder moderat. Slow-Jogging kann nachweislich sogar den Blutdruck senken und somit die Herzgesundheit fördern.

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Slow-Jogging soll eine ähnliche Wirkung wie Cannabis auf das Gehirn haben. Credit: Unsplash / Corentin Hais /

Beim schnellen Joggen schüttet der Körper außerdem große Mengen des Stresshormons Adrenalin aus. Slow-Jogging hingegen setzt weniger Adrenalin frei, was angenehm beflügelnd wirkt, jedoch nicht stresst. Beim Slow-Jogging wird nach 30 Minuten das Hormon Anandamid ausgeschüttet, dass an den gleichen Stellen im Gehirn ansetzt wie Cannabis.

Slow-Jogging hält also nicht nur fit, sondern macht auch ein wenig high und happy.

Fazit: Slow-Jogging ist nicht nur was für alte Menschen

Beim Slow-Jogging geht es nicht nur darum, die Gelenke zu schonen oder nicht so schnell aus der Puste zu sein. Auch junge Leute finden immer mehr Gefallen an der neuen Sportart, da sie so herrlich entschleunigt. Auch beim Joggen neigen wir nämlich dazu, immer höher, schneller und weiter zu wollen. Das ist aber gar nicht immer notwendig, denn letztendlich geht es doch nur darum, dem Körper etwas Gutes zu tun und sich an der frischen Luft zu bewegen.

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