Hohe Schuhe haben eine magische Wirkung: Egal ob Stiefeletten oder High Heels, haben wir sie erst an, steigt nicht nur unsere Körpergröße, sondern mit ihr auch unser Selbstbewusstsein. Unsere Haltung verbessert sich binnen Sekunden – jedenfalls solange, bis sich dann die ersten Blasen und Zehenkrämpfe bemerkbar machen. 

Die magische Wirkung verfliegt in Windeseile und unsere Fußgesundheit gleich mit ihr. Doch wie ungesund sind hohe Schuhe wirklich und sollten wir besser ganz auf sie verzichten? 

Frau in High Heels
Hohe Schuhe sehen vielleicht gut aus, doch wie häufig sollten wir sie tragen, ohne unserer Gesundheit zu schaden?(Photo: imago/Westend61)

Wie schädlich sind hohe Schuhe?

Allgemein gilt: Je höher, spitzer, enger und verschnürter ein hoher Schuh ist, desto gesundheitsschädlicher ist er – wenngleich jeder Fuß unterschiedlich ist. So vertragen manche Füße mehr Belastung als andere. Regelmäßig auf hohe Schuhe zu setzen, schadet allerdings wirklich jedem Fuß. Und das sind die Folgen vom häufigen Tragen zu hoher Schuhe:

Rötungen & Blasen

Druckstellen sorgen erst für Rötungen, dann für Blasen. Diese sind nicht zu unterschätzen, können sie doch brennen wie Feuer. Werden die Blasen immer wieder aufgerissen werden, können zudem kleine Narben zurückbleiben. Auch Hornhaut bildet sich beim häufigen Tragen von High Heels schneller.

Belastung der Wirbelsäule

Zwar wirkt es so, als ob hohe Schuhe für eine aufrechtere Haltung sorgen, doch die Wirbelsäule leidet enorm, wenn auf hohen Schuhen gelaufen wird. Die akute Folge? Rückenschmerzen. Langfristig wird auch der Hüftbeuger sowie die Achillessehne durch zu häufiges Tragen von hohen Schuhen in Mitleidenschaft gezogen.

Verkürzte Wadenmuskulatur

Wer hohe Schuhe trägt, bei dem lastet das Gewicht auf dem vorderen Fußballen. Die Wadenmuskeln werden nicht voll ausgestreckt. Wer dauerhaft in dieser Haltung verharrt, riskiert, dass die Muskulatur sich hier zurückbildet und langfristig verkürzt.

Verkümmerte Füße

Ebenso kann sich der Fuß und die Zehen verformen: Die permanente Belastung des vorderen Fußes kann zum Hammerzeh oder Hallux valgus führen, die nur durch eine Operation behoben werden können.

Kniearthrose

Durch hohe Schuhe lastet mehr Gewicht auf den Gelenken, was akut zu Schmerzen und langfristig zu Arthrose und vorzeitigem Verschleiß des Knorpels führen kann. Vor allem die Knie sind davon betroffen. 

Frau High Heels
Deswegen müssen wir nicht gleich auf die hohen Hacken verzichten!(Photo: imago images / Westend61)

Besser auf hohe Schuhe verzichten?

Das ist nun wirklich nicht nötig. Aber: Die Dosis macht das Gift. Wir haben die besten Tipps für dich gesammelt, damit du weiterhin sorglos deine hohen Schuhe tragen kannst und dennoch auf deine Fußgesundheit acht gibst:

1. Wechselschuhe dabei haben

Egal, ob auf der Arbeit oder auf einer Party: Wer seinen Füßen etwas Gutes tun möchte, packt Wechselschuhe ein. Nur in Hollywood Streifen halten Frauen es die ganze Nacht auf den hohen Hacken aus. 

Nehmt euch ein Vorbild an den New Yorker Geschäftsfrauen, die immer ein paar Sneaker auf dem Weg zur Arbeit oder zurück tragen!

2. Setzt auf andere Hackenhöhen

Das beste Training für Füße und Beine? Jeden Tag eine andere Hackenhöhe. Wer nicht immer auf die gleichen hohen Schuhe setzt, gönnt seinem Fuß Abwechslung und entgeht Fehlstellungen eher.

3. Füße verwöhnen

Gönne deinen Füßen regelmäßige Fußbäder und eine anständige Pediküre, um die Folgen der hohen Schuhe abzuwehren. Setze außerdem auf regelmäßige Fußmassagen, um die Durchblutung deiner Füße zu verbessern. 

4. Füße trainieren

Um Fehlstellungen und weitere strukturelle, körperliche Veränderungen zu vermeiden, bietet sich zudem regelmäßige Fußgymnastik an. Hierfür können Übungen angewandt werden, bei denen der Fuß bewusst abgerollt wird oder die Zehen gespreizt werden.

5. Barfuß gehen

Nichts ist gesünder für den Fuß, als barfuß zu gehen. Hierbei wird die Muskulatur trainiert und du findest in natürliche Bewegungsabläufe zurück.

Hohe Schuhe sollten die Ausnahme bleiben

Hohe Schuhe mögen uns ein gutes Gefühl geben, doch sollten sie eher die Ausnahme, als die Regel sein – unserer Gesundheit zuliebe. Natürlich musst du nicht völlig auf den Absatz verzichten, doch vielleicht tut es auch mal ein niedriger Schuh oder ein Keilabsatz? 

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