Alkohol ist deutsches Kulturgut und eines der beliebtesten Genussmittel überhaupt. Bereits ein Gläschen entspannt, löst Ängste und hebt die Stimmung. Was viele beim Konsum von Alkohol allerdings vergessen, ist, dass sie Ethanol in sich reinkippen. Wer Alkohol trinkt, trinkt Gift. Und das hinterlässt Spuren – kurz- wie auch langfristige. In diesem Artikel erfährst du, welche Folgen Alkoholkonsum auf deinen Körper sowie auf deine Psyche hat.

Die Wirkung von Alkohol: Auf diese Faktoren kommt es an

Wenngleich nur etwa die Hälfte der Weltbevölkerung Alkohol trinkt, steigt der Konsum doch immer weiter an. Das liegt zum einen am Bevölkerungswachstum und zum anderen am pro Kopf Konsum. So sehr Alkohol auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, so wird er doch von jedem Menschen anders vertragen – und das liegt an verschiedenen Faktoren. Ob und wie gut wir Alkohol vertragen, liegt an…

  • der von uns aufgenommenen Alkoholmenge
  • der Geschwindigkeit, in der wir trinken
  • unserem Mageninhalt: eine Grundlage verhindert, dass wir zu schnell zu betrunken werden
  • unserer körperlichen und seelischen Verfassung: wer mehr wiegt, verträgt auch mehr, da sich der Alkohol besser im Körper verteilen kann
  • unseren Trinkgewohnheiten: wer regelmäßig trinkt, verträgt auch mehr
  • dem Geschlecht: Männer haben einen höheren Flüssigkeitshaushalt und somit verteilt sich der Alkohol bei Frauen schlechter

Das sind die positiven Folgen des Alkoholkonsums

Wenngleich Alkohol von jedem Menschen anders vertragen wird, sind die Prozesse im Körper und Geist eines Menschen, nachdem er getrunken hat, universell. Ob du nun viel oder wenig verträgst, ändert demnach nichts daran, welche Folgen Alkoholkonsum auf deinen Körper hat.

Grundsätzlich wird Alkohol über die Schleimhäute deines Verdauungstraktes aufgenommen und verteilt sich auf diesem Wege in deinem gesamten Körper. Dabei dringt er bis in dein Gehirn vor und beeinflusst hier die Informationsübertragung deiner Nervenzellen. Auf die Art wirkt Alkohol sich auf deine Gefühle, Wahrnehmung, Konzentration, dein Urteilsvermögen, Reaktionsvermögen sowie auf deine Koordination aus.

Bei diesen Folgen denken viele sicher daran, dass man zu Lallen oder zu Torkeln beginnt, dass man risikofreudiger agiert oder schluchzend in der Ecke sitzt. Bevor es jedoch zu diesen negativen Folgen des Alkoholkonsums kommt, treten all die positiven Wirkungen von Alkohol in Erscheinung. Und davon gibt es einige – immerhin würden sonst nicht so viele Menschen auf der Welt trinken.

Alkohol ist nicht nur eine gesellige Angewohnheit, er setzt auch das Belohnungszentrum im Hirn in Gang. Das sind die positiven Folgen des Alkoholkonsums:

  • Alkohol wirkt stimmungsaufhellend.
  • Er entspannt und löst Ängste.
  • Er wirkt anregend und enthemmend.

Kurzum: Man kann mit ein paar Gläschen Alkohol eine richtig gute Zeit haben. Was man dabei jedoch nicht vergessen darf, ist, dass man mit ein paar Gläschen zu viel und das in aller Regelmäßigkeit auch eine verdammt schlechte Zeit haben kann – auch wenn man das im ersten Moment mitunter gar nicht bemerkt.

Alkoholkonsum
Alkohol wirkt anregend und verbreitet gute Laune, zumindest bis die negativen Folgen einsetzen… Foto: Getty Images/ Katerina Frgalova / EyeEm

Das sind die akuten negativen Folgen des Alkoholkonsums

Alkohol ist ein Gift, welches der Körper in geringen Mengen wegstecken kann. Mal ein Glas Wein mit Freund:innen beim Essen zu trinken, mal mit einem Sekt auf einer Hochzeit anzustoßen oder mal zur Feier des Tages einen Cocktail zu genießen – all das kann der Körper im Bestfall gut verarbeiten. Wer jedoch regelmäßig trinkt und riskant trinkt, riskiert negative Folgen des Alkoholkonsums.

Riskant zu trinken meint, dass Frauen an mindestens fünf Tagen der Woche mehr als einen kleinen Wein trinken (Männer zwei kleine Wein). Es kann aber auch bedeuten, dass man sich jedes Wochenende mit einer Flasche Jägermeister abschießt. Akut sind diese Folgen zu erwarten:

  • Konzentrationsprobleme
  • Gedächtnisstörungen (Filmriss)
  • Schwindel/ Übelkeit/ Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Koordinations- und Sprechstörungen (Torkeln und Lallen)
  • Kreislaufprobleme bis hin zu Herzrhythmusstörungen
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma
  • Erhöhte Unfallgefahr
  • Aggressionen
  • Alkoholvergiftung (und die ist mitunter lebensbedrohlich)
Frau Wein
Alkohol bringt zahlreiche negative Folgen mit sich. Foto: cottonbro/ Pexels via canva.com

Diese Langzeitfolgen kannst du erwarten, wenn du häufig trinkst

Wer regelmäßig trinkt, schädigt die Zellen des gesamten Körpers. Wichtig zu betonen ist, dass es laut Weltgesundheitsorganisation keinen unbedenklichen Alkoholkonsum gibt. Jedes Glas Alkohol, das du trinkst, trägt das potenzielle Risiko in sich, deinem Körper oder deiner Psyche zu schaden.

Diese negativen, körperlichen Langzeitfolgen des Alkohols kannst du erwarten:

Alkohol wirkt sich jedoch nicht nur negativ auf deinen Körper aus, sondern auch auf deine Psyche. Vor allem dein Gehirn leidet, indem deine geistigen Fähigkeiten schwinden. Diese psychischen Folgen sind möglich:

  • Stimmungsschwankungen
  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Alkoholsucht

Fazit: Alkohol ist ein Genussmittel, kein Mittel zum Zweck

Nachdem wir dir die Folgen des Alkoholkonsums nahegelegt haben, lass dir zum Abschluss noch gesagt sein: Ein Leben ohne Alkohol ist nicht nur gesünder, sondern auch glücklicher. Verstehe Alkohol demnach nicht als Stimmungsbringer, Entspannungsstrategie oder Angstlöser.

Verstehe Alkohol als das, was es ist: Ein süchtig machendes Gift, welches dich schleichend sowohl körperlich als auch psychisch kaputt macht –und sei es nur, dass du aufgrund deines Konsums gereizter durchs Leben gehst. Du glaubst uns nicht? Dann versuche es doch einfach mal einen Monat ohne Alkohol und sieh selbst!

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