Es sind beunruhigende Nachrichten, die da aus Niedersachsen kommen. Dort wurden mehrere Menschen positiv auf die britische Corona-Mutation getestet – und das, obwohl sie bereits ihre zweite Impfung gegen Covid-19 bekommen haben.

Corona-Mutation trotz Immunisierung

Ausgerechnet in einem Altenheim in der Gemeinde Belm nahe Osnabrück ist es jetzt zu einem Covid-19-Ausbruch gekommen. 14 Bewohner:innen wurden positiv auf die die Corona-Mutation B.1.1.7. getestet. Dabei haben sie alle schon am 25. Januar ihre zweite Dosis der Impfung gegen Covid-19 bekommen. Das teilte der Landkreis Osnabrück in einer Pressemitteilung am Sonntag mit.

Nach Bekanntwerden seien demnach das gesamte Heim, alle Mitarbeiter:innen und deren Familien unter Quarantäne gestellt worden. 

Im Video: So funktionieren RNA-Impfungstoffe.

Schützt die Impfung nicht vor der Corona-Mutation?

Doch was bedeuten diese Nachrichten über die Corona-Mutation? Bei den Bewohner:innen des Altenheims gebe es bisher nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung. Das könne, so Burkhard Riepenhoff, der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, eine positive Wirkung der Impfung sein.

Denkbar wäre auch, dass sich die die volle Immunantwort der Bewohner:innen noch nicht aufgebaut hat. „Die Impfung braucht etwa 14 Tage im Körper des Menschen, um eine ausreichende Abwehr aufgebaut zu haben“, sagte Virologe Dr. Rolf Kaiser von der Uniklinik Köln gegenüber RTL, als sich Bewohner:innen in einem Seniorenheim im nordrhein-westfälischen Rödinghausen bereits im Januar trotz Impfung mit Corona infizierten. „Wenn dann kurz vor oder nach der Impfung eine Infektion passiert, ist der Impfschutz noch nicht ausreichend, um die Infektion abzuwehren. Er kann allerdings auch schon den Verlauf abmildern.“

Übrigens: Wusstest du, dass sich wegen der Corona-Mutationen nun noch mehr Menschen impfen lassen müssen? Und was passiert überhaupt, wenn sich die Mehrheit nicht impfen lässt? Über die fatalen Folgen sprach jüngst Kanzlerin Merkel.

crlnmyr