Eines der schwierigsten Unterfangen in der Coronapandemie ist derzeit die Frage: Wie bekommen wir es hin, dass die Menschen ordentlich getestet werden, bevor sie sich eigens in die Weihnachtsferien zu Oma und Opa in der Heimat entlassen? 

Die Teststationen sind voll ausgelastet. PCR- und Schnelltests können nicht mehr mithalten mit dem Ansturm, den Deutschland gerade erfährt. Es gibt eine einfache Alternative, an die bis jetzt noch nicht viele gedacht haben. Doch sie birgt auch riesige Risiken. Schauen wir uns die sogenannten Riechtests doch einmal genauer an.

Ein Riechtest soll die Lösung sein?

Der Verlust des Geruchssinns ist eine der bekanntesten und meist verbreitetsten Symptome einer Corona-Infektion. Wissenschaft und Forschung schwankt allerdings ziemlich, wenn es um die Wahrscheinlichkeit geht, mit der sie den Geruchsverlust einordnen. Die Schätzungen gehen von 50 % bis zu 90 % der Coronainfizierten aus, die weniger bis gar nichts mehr riechen können. Eine groß angelegte indische Studie geht von 82 % aus.

Noch mehr Erstaunliches: Eine Brille zu tragen senkt das Infektionsrisiko.

Der Riechtest hat Vorteile & Nachteile

Jeder möchte die Gewissheit haben, ob er infiziert ist oder nicht, bevor er sich über die Weihnachtstage in die Heimat begibt. Nicht nur, weil man dort der geliebten und lang nicht gesehenen Familie in die Arme fällt. Auch, weil man in Coronazeiten die Züge nicht mit seinen eigenen Aerosolen verpesten möchte. Da kommt ein Riechtest doch wie gelegen, oder nicht?

Die Vorteile des Corona-Riechtests

Die Vorteile eines Corona-Riechtests liegen auf der Hand: Er ist super einfach durchzuführen und viel günstiger als ein normaler Schnelltest. Forscher schätzen die Kosten für einen Geruchsschnelltest auf gut 50 Cent.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Symptome des Geruchsverlustes ähnlich schnell eintreten (nämlich nach gut 3 Tagen) wie auch ein PCR-Test anschlägt. Das bedeutet, dass durch einen Riechtest nicht einmal Verzögerungen bei den zu testenden Personen stattfinden.

Die Nachteile des Corona-Riechtests

Nachteile gibt es natürlich auch bei den Riechtest. Es wird bereits darüber spekuliert, ob die Riechtests die PCR- und Antigen-Schnelltests ersetzen können. Forscher scheinen hier sehr optimistisch zu sein. Das Problem besteht aber dennoch, dass ein Riechtest immer im Ermessen der Menschen liegt. 

Keine Maschine, kein Algyrythmus und kein Arzt kann bestimmen, ob der Riechende wirklich keinen Geruchssinn hat. Das ist insofern sein Problem, dass Betrugsfälle sehr einfach sein können. Ein Infizierter könnte einfach sagen, dass er etwas rieche und würde als nicht-infiziert eingestuft werden.

Außerdem beruft sich der Test auf das persönliche Empfinden der Menschen und das ist manchmal eben auch trügerisch.

Gerade Menschen, die in Großstädten leben, haben riesige Probleme an Tests heranzukommen. Selbst, wenn sie Corona-Symtome haben. Hier erfährst du, warum das so ist.

Ob Test oder nicht Test: Wir sind in einer so großen Misere gefangen, dass selbst unsere kühle und sachliche Budneskanzlerin Angela Merkel zwischenzeitlich nicht mehr kann.