Angela Merkel hielt gestern ihre wohl emotionalste Rede im Bundestag, seit das Coronavirus sich durch unser Land zieht. Als sie sich gestern auf die Kanzel stellte und zu ihren KollegInnen sprach, war ihr deutlich anzumerken, dass sie mit ihrem Latein am Ende ist. 

Angela Merkel beginnt zu flehen

Sie flehte ihre Kollegen und die Bevölkerung an, sich doch bitte endlich an die von der Regierung verordneten Maßnahmen zu halten und das Virus nicht weiterhin auf die leichte Schulter zu nehmen. Angesichts der Tatsache, dass allein gestern 580 Menschen an den Folgen einer Corona gestorben sind, ist das durchaus nachvollziehbar.

Wir leben mit einer Herausforderung, die die Bundesregierung Deutschland in dieser Art noch nicht gekannt hat.

– Angela Merkel

Bei diesem Satz bricht Angela kurz die Stimme weg. Es ist zwar nichts Neues, was unsere Angie uns da erzählt, aber es ist die Art und Weise, wie sie es tut. Egal, ob man politisch mit Angela Merkel auf einer Wellenlänge ist, oder nicht. Nach dieser Bundestagsrede will man sie eigentlich nur in den Arm nehmen, ihr den Kopf streicheln und sagen “Das wird schon wieder.” 

Sieh hier das Video von Angela Merkels Rede im Bundestag.

Stimmt aber nicht. Wird nicht wieder. Zumindest im Moment nicht. Der Teillockdown bringt und bringt nicht die Ergebnisse, die Angela Merkel sich versprochen hat und in Hinblick auf das kommende Weihnachtsfest, an dem nur wenige auf den Kontakt zu Omi und Opi verzichten wollen, hat sie noch mehr Angst.

Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und es anschießend das letzte Weihnachten mit den Großeltern war, dann werden wir etwas versäumt haben.

– Angela Merkel

So ruft die Kanzlerin in den Plenarsaal. Recht hat sie wohl. Eine solch emotionsgetragene Rede zeigt, dass sie nicht nur die abwägende Kanzlerin ist, sondern auch eine wirklich verzweifelte Frau, die langsam nicht mehr weiß, was sie noch tun soll.

Wir helfen da mal aus: Kontakte minimieren. Teillockdown einhalten. Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Wir schaffen das!